Interview mit Alexander Gerst

1976 war nicht nur das Jahr, in dem Sigmund Jähn als erster deutscher Astronaut ausgewählt wurde, sondern auch das Geburtsjahr von Alexander Gerst. Heute ist es für Gerst selbst nur noch ein kleiner Schritt bis ins Weltall: Im Mai 2009 wurde er in das Astronautenkorps der Europäischen Weltraumorganisation ESA berufen. Im Interview spricht der Vulkanologe über seine Erwartungen an seine erste Mission, die Faszination des Mondes und über seinen Alltag bei der ESA.

Sie sind studierter Geophysiker. Warum haben Sie sich für ein entsprechendes Studium entschieden?

Ich war schon immer sehr neugierig, wie vermutlich alle Naturwissenschaftler. Schon als Kind war ich an meiner Umwelt interessiert und wollte wissen, wie Blitze entstehen und was Sterne sind. Diese Neugier hat einfach nie nachgelassen. Der endgültige Entschluss für das Studium der Geophysik erfolgte in Neuseeland, wo ich nach dem Zivildienst als Backpacker unterwegs war: Ich stand allein auf dem Gipfel des Vulkans Ngauruhoe, unter mir waren die Wolken und ich war fasziniert von der Kraft, die hinter diesem Vulkan steckt, der ein paar Jahre zuvor ausgebrochen war. Da habe ich mich entschieden, etwas zu studieren, das damit im Zusammenhang steht. Ich wollte herausfinden, wie so ein Vulkan funktioniert. Die Wahl fiel auf Geophysik, da dies ein breit aufgestelltes Fach ist, in dem unter anderem auch erforscht wird, wie Vulkane entstehen und wie ein Ausbruch frühzeitig vorhergesagt werden kann.

Wie kam es zu Ihrer Bewerbung als Astronaut?

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wann ich zum ersten Mal diesen Wunsch verspürt habe. Es muss wohl zu der Zeit gewesen sein, als ich realisiert habe, dass die Sterne entfernte Welten sind, auf denen noch niemand war. Manche Wissenschaftler denken, dass es mehr Sterne im Universum gibt als Sandkörner auf der Erde. Wenn ich am Strand eine Hand voll Sand nehme, dann habe ich bereits Millionen Sandkörner in der Hand. Und wir kennen – um bei dem Bildlichen zu bleiben – nur eines davon: unsere Erde, unser Sonnensystem. Alles andere ist uns unbekannt. Ich möchte einen kleinen Teil dazu beitragen, mehr Licht in die Dunkelheit zu bringen. Das Unbekannte hat mich schon immer sehr fasziniert, da bin ich ein Abenteurer. Natürlich wusste ich, dass die statistische Wahrscheinlichkeit, Astronaut zu werden, ziemlich gering ist. Deswegen habe ich anfangs nicht wirklich damit gerechnet, dass meine Bewerbung Erfolg haben würde. Was mir aber immer wichtig war, ist, meinen Träumen eine Chance zu geben. Also habe ich mich beworben.
Ein Ereignis hat meine Bewerbung allerdings beschleunigt: Auf einer meiner Expeditionen in die Antarktis habe ich zufällig die Astronautin Catherine Coleman getroffen. Wir haben uns unterhalten und sie hat mir geraten, mich doch einfach beim Europäischen Astronautenzentrum EAC zu bewerben. Daraufhin habe ich eine Email mit meiner Bewerbung an das EAC geschickt und die Antwort bekommen, dass im Moment leider keine Bewerbungen für eine spezielle Auswahl laufen. Mir wurde aber mitgeteilt, dass es, wenn das europäische Raumlabor Columbus an die Internationale Raumstation ISS angedockt ist, wieder Arbeit für Astronauten geben würde. Daraufhin habe ich mir meinen Webbrowser so programmiert, dass ich immer eine Benachrichtigung bekommen habe, wenn sich die Astronautenseite des EAC verändert. Letztes Jahr war es dann soweit, und eine Ausschreibung war online. Daraufhin habe ich mich dann beworben.

Wie haben Sie sich auf das schwierige Auswahlverfahren der ESA vorbereitet? Immerhin haben Sie sich gegen 8413 Konkurrenten durchgesetzt.

Aus zwei Gründen habe ich mich nicht speziell vorbereitet: Zum einen kann man sich auf das Auswahlverfahren nicht richtig vorbereiten. Es waren zwar ein paar Testaufgaben auf der ESA-Seite zum Üben online gestellt, aber hierbei handelte es sich hauptsächlich um kurze Beispiele. Zum anderen steckte ich gerade mitten in den Vorbereitungen für eine wichtige Expedition zu einem Vulkan auf Vanuatu und saß jede Nacht bis zwei oder drei Uhr morgens im Labor – da blieb immer nur maximal eine halbe Stunde pro Nacht Zeit, um nach Feierabend zu lernen. Das ist nicht viel, aber ich wollte mir hinterher nicht den Vorwurf machen müssen, es nicht richtig versucht zu haben.

Das Training bei der ESA, welches Sie im September 2009 aufgenommen haben, ist in drei Phasen aufgeteilt: Basistraining, fortgeschrittenes Training sowie spezifisches Training für eine Mission. Sie befinden sich noch am Anfang, wie sieht Ihr Alltag bei der ESA aus, und wie wird es für Sie in den kommenden Jahren weitergehen?

Von einem richtigen Alltag kann man hier eigentlich nicht sprechen, da die Tage alle sehr unterschiedlich sind. Der erste Monat fand im Europäischen Astronautenzentrum EAC in Köln statt, wo wir in Grundlagen und technischen Dingen ausgebildet wurden. Wie funktioniert eine Sojus-Kapsel, welche ESA-Trägersysteme und Trägersysteme insgesamt gibt es, und wie funktioniert das Space Shuttle? Das waren alles Punkte, die auf dem Programm standen. Im Prinzip ein wenig wie Schulunterricht auf einem hohen Level, da die ESA natürlich Experten aus der ganzen Welt zusammenbringt. Der ehemalige Astronaut Prof. Messerschmid hat uns beispielsweise über Raumfahrtsysteme unterrichtet. Den ganzen Oktober und Dezember waren wir an einer Sprachschule und haben Unterricht in Russisch erhalten. Sechs Stunden am Tag hatten wir unseren Kurs, danach standen Hausaufgaben und Unterhaltungen mit russischen Studenten auf der Tagesordnung. Ein sehr intensives Training, da wir die Sprache auch sehr schnell lernen müssen: 2010 findet ein Teil der Grundausbildung schon im Sternenstädtchen bei Moskau statt. Hier werden wir auf russisch über das Sojus-System informiert und müssen dementsprechend die Sprache auch sehr gut beherrschen. Ich komme bisher relativ gut voran, die Schrift war schnell zu lernen, das Sprechen fällt allerdings noch etwas schwer.

Sie sagten bei der Pressekonferenz am 9. Juli 2009: "Man geht in den Weltraum, um etwas über das herauszufinden, was uns hier auf der Erde betrifft." - Was erhoffen Sie, im Weltraum über die Erde herauszufinden?

In der Schwerelosigkeit auf einer Raumstation können wir Experimente durchführen, die hier auf der Erde aufgrund der Schwerkraft nicht möglich sind. In der Werkstoffphysik und der Fluiddynamik ist dies ein störender Faktor, da durch die Schwerkraft verhindert wird, dass Kristalle wachsen und sich Flüssigkeiten vermischen. Experimente im All geben uns die Möglichkeit herauszufinden, was bei einer Mischung von Flüssigkeiten passiert, bei denen dies normalerweise nicht möglich ist. So entstehen neue Eigenschaften und manchmal neue Werkstoffe. Oder es werden viel grundlegendere Experimente durchgeführt, in denen beispielsweise die fluiddynamischen Prozesse im Erdinneren nachgebaut werden. Hier wird darüber geforscht, wie unser Erdmagnetfeld funktioniert und wie stabil es ist. Daraus ergeben sich dann Rückschlüsse, ob es sich irgendwann umkehrt oder abschwächt. Im Prinzip kann man sagen, dass wir auf eine Raumstation gehen und etwas über unseren eigenen Vorgarten lernen. Und dies geht natürlich noch viel weiter, wenn wir andere Planeten wie z.B. den Mars erforschen: woher kommen wir, und sind wir allein im Universum?

Gibt es denn einen Schwerpunkt, in dem Sie am liebsten forschen möchten?

Da wir darauf keinen Einfluss haben, bin ich ziemlich offen. Aus meinen Erfahrungen in der Antarktis interessiert mich aber vor allem eine Sache: Wie kann man es schaffen, autark zu leben? Wie kann man in einem Gewächshaus unter widrigen Bedingungen selber alle notwendigen Rohstoffe anbauen? Im Kleinen habe ich das schon auf der McMurdo-Station in der Antarktis gesehen: In einem Gewächshaus von etwa 25 Quadratmetern werden verschiedene Gemüsesorten angebaut. Dies ist allerdings noch weit davon entfernt, eine Station versorgen zu können. Aber die Forschung läuft weiter, um der Frage auf den Grund zu gehen, wie Pflanzen unter extremen Bedingungen wachsen können. Ergebnisse aus derartiger Forschung hätten auch eine hohe Relevanz für die Marsmission oder Missionen zu anderen Planeten.

Wäre eine Mission zum Mond für Sie als Geophysiker besonders interessant?

Der Mond interessiert mich auf jeden Fall sehr. Es geht allerdings eher darum, dass wir als Menschheit wieder den Mut fassen, ein solch großartiges Projekt wie den Mond oder den Mars anzugehen. Leider ist die nächste bemannte Mondmission noch nicht genau definiert - weder in Bezug auf den genauen Zeitpunkt noch hinsichtlich der Durchführung. Wissenschaftlich gesehen finde ich es sehr spannend, wie unerforscht der Mond noch ist. Von der Fläche her ist er vier Mal so groß wie Europa, und die Astronauten waren bis jetzt an sechs verschiedenen Orten und haben im Umkreis von ein paar Kilometern Bodenproben entnommen. Das ist im Vergleich zur Gesamtfläche noch sehr wenig.
Eine gängige wissenschaftliche Theorie besagt, dass der Mond aus der Erde heraus entstanden und damit ein Teil von uns selbst ist. Aber im Unterschied zur Erde hat der Mond keine Plattentektonik und keine Verwitterungsprozesse an der Oberfläche. Das bedeutet, dass er fast so erhalten ist wie damals, als er von einem Asteroiden aus der Erde "herausgekickt" worden ist. Wir können hier sehr viel über die Vergangenheit und damit immer auch über die Zukunft der Erde lernen.

Und was würde Sie an einer Mission zur Internationalen Raumstation ISS reizen?

Da gibt es viele Sachen. Das Erste für mich als Wissenschaftler sind natürlich die neuen Möglichkeiten zur Forschung. Und dann auf der anderen Seite die gesellschaftliche Relevanz: Den Planeten zu verlassen und damit einen anderen Blick auf die Erde zu bekommen, ist nur wenigen Menschen möglich. Astronauten sind damit auch Botschafter für den Rest der Menschheit, sie können die veränderte Perspektive einfangen und davon erzählen. Diese Perspektive hat mir oft gefehlt, wenn ich hier auf der Erde im Alltagsstress bin und vergesse, wie wertvoll die Erde eigentlich ist. Bilder der Astronauten bringen mir diesen veränderten Blickwinkel näher. Dies soll deutlich machen, wie unsinnig es ist, sich gegenseitig zu bekämpfen oder Ressourcen zu zerstören. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, diese Perspektive auch an Kinder weiterzugeben.

Also haben Sie auch einen sozialen Auftrag?

Auf jeden Fall. Dies ist auch im politischen Sinne sehr wichtig: Wenn wir als Europa, also als Zusammenschluss von verschiedenen Staaten, eine Teilnahme an einem Projekt wie der Internationalen Raumstation ISS oder den Bau des neuen europäischen Raumtransporters ATV bzw. ARV erfolgreich bewältigen, wird deutlich, dass eine großartige Zusammenarbeit möglich ist. Die ISS ist von Individuen aus vielen verschiedenen Ländern gebaut worden – so ein Projekt schweißt zusammen und fördert eine Atmosphäre der Einheit.

Der ESA-Astronaut Reinhold Ewald sagte einmal, dass ein Astronaut vor allem Geduld mitbringen muss: Zuerst das Warten auf die Ausschreibung, dann das lange Auswahlverfahren und schließlich die Zeit bis zur Mission. Ihre erste Mission wird Sie frühestens 2013/2014 ins All bringen – wie sehen Ihre Pläne aus, sollte es erst später zu einem Start kommen? Können Sie in der Zwischenzeit weiter wissenschaftlich arbeiten?

Für mich ist zunächst einmal der Weg das Ziel, denn die Ausbildung hier ist schon großartig. Die Wartezeiten sind für Astronauten in der Tat üblich, da ja nicht immer im Anschluss der Ausbildung eine Mission zur Verfügung steht. Für die ausgebildeten Astronauten eröffnet sich dann eine Vielzahl von Möglichkeiten: Manche arbeiten mit Ingenieuren zusammen, um beispielsweise Raumfahrtsysteme weiterzuentwickeln. Oder sie werden eingesetzt, um von der Erde aus mit der ISS zu kommunizieren. Dass sich die angehenden Raumfahrer mit den Systemen schon gut auskennen, vereinfacht diese Kommunikation enorm. Natürlich kann man die Richtung der Tätigkeit auch selber mitbestimmen. Im Vergleich zu früher werden die Astronauten auch viel universeller ausgebildet. Wir sind jetzt ein Astronautenkorps, das zum ersten Mal vereint hier in Köln am Europäischen Astronautenzentrum EAC stationiert ist, und sind volle Mitarbeiter der ESA. Das bedeutet, dass wir auch für die ESA arbeiten, wenn wir uns nicht auf eine Mission vorbereiten, und natürlich arbeiten wir auch mit den nationalen Raumfahrtagenturen wie dem DLR zusammen.

Was wären Ihre beruflichen Pläne gewesen, wenn es mit Ihrer Bewerbung als Astronaut nicht geklappt hätte?

Ich hatte geplant, nach Alaska zu gehen und dort weiter Vulkane zu erforschen. Kontakt mit einigen Wissenschaftlern vor Ort bestand schon, und meine Forschung hätte im Rahmen eines so genannten Postdoc stattgefunden. Man forscht also im Rahmen eines Stipendiums nach der Dissertation für üblicherweise zwei Jahre weiter. In Alaska existieren einige Vulkane, die direkt vor großen Städten gelegen sind oder Luftrouten bedrohen. Insofern wäre dies ein sehr spannendes Forschungsfeld für mich gewesen. Im Anschluss hätte ich wahrscheinlich versucht, wieder nach Deutschland zurückzukehren, um hier an einer Universität eine längerfristige Forscherstelle anzutreten.

Wer sind Ihre Vorbilder?

Ich bewundere vor allem bestimmte Eigenschaften verschiedener Menschen. Eine Person, die viele bewundernswerte Eigenschaften innehatte, war beispielsweise der Antarktisforscher Ernest Shackleton. Er brach zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner Crew auf, um die Westantarktis zu durchqueren. Die Expedition scheiterte allerdings schon früh, als das Schiff von Packeis versenkt wurde. Shackleton schaffte es jedoch, alle seine Leute lebend aus dieser extremen Notsituation herauszuführen. Dies hat er vor allem durch eine gute Mischung aus Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Führungsqualitäten geschafft. Er hat ein Buch über seine Erfahrungen geschrieben, das mich ziemlich beeindruckt hat.

Neben Ihnen träumten und träumen viele Kinder davon, Astronaut zu werden. Können Sie ihnen etwas mit auf den Weg geben?

Erstens: Nicht aufgeben! Zweitens: Immer Fragen stellen und sich nicht abwimmeln lassen. Und drittens: Sich nicht die Träume nehmen lassen. Natürlich kann man sich nicht jeden Traum erfüllen, aber man sollte jedem Traum eine Chance geben. Manchmal wird er wahr, auch wenn es noch so unwahrscheinlich erscheint. Das sieht man an mir: Ich hatte mir auch keine großen Chancen ausgerechnet, Astronaut zu werden, und nun bin ich hier.

Welche privaten Gegenstände werden Sie mit auf Ihre erste Mission nehmen?

Das weiß ich noch nicht genau, aber auf alle Fälle meinen MP3-Player. Musik ist mir sehr wichtig. Ich habe allerdings keine Lieblingsrichtung, sondern bin so ziemlich für alles offen: Von Klassik bis Elektronik ist alles dabei. Zusätzlich würde ich wohl noch ein Tagebuch und meine Kamera mitnehmen. Einige Astronauten haben von der Erfahrung berichtet, dass sich ihre Erinnerungen mit der Zeit verändert haben. Aus dem Grund ist es mir wichtig, meine Erlebnisse festzuhalten. Nicht nur für mich, sondern auch für andere.

Was machen Sie nach Feierabend – was haben Sie für Hobbies?

Die Zeit ist gerade etwas knapp, aber an den Wochenenden war ich bisher einige Male Fallschirmspringen. Ansonsten kommen meine Lieblingssportarten Fechten und Schwimmen leider zu kurz. Aber da wir bei der ESA natürlich ein sehr gutes Sportprogramm im Training integriert haben, hatte das bisher glücklicherweise keine allzu großen Auswirkungen auf meine Hemdengröße.

Seit Ihrer Berufung in das Astronautenkorps der Europäischen Weltraumorganisation ESA im Mai 2009 stehen Sie in der Öffentlichkeit. Wie erleben Sie die Aufmerksamkeit der Medien?

Das Interesse der Medien ist schon ungewohnt. Zwar sind Interviews kein völliges Neuland für mich, da ich in meiner Tätigkeit als Vulkanologe schon einige Mal interviewt worden bin, aber dieses massive Interesse ist natürlich neu für mich. Im Allgemeinen halte ich Pressearbeit für sehr wichtig, da wir hierdurch unsere Visionen und die Faszination für die Weltraumfahrt an die Gesellschaft weitergeben können. Mir ist jedoch wichtig, nicht allzu viele Vorschusslorbeeren zu bekommen. Ich war ja bis jetzt noch auf keiner Mission und will erst einmal meinen Job richtig machen. Aus diesem Grund versuche ich, das ganze Interesse nicht so nah an mich rankommen zu lassen. Die ESA hat Vertrauen in mich gesetzt und mich ins Astronautenkorps berufen – allein das bewirkt schon, dass ich mein Bestes gebe und mich voll und ganz auf diese Aufgabe konzentriere.

Zuletzt geändert am: 27.06.2011 12:19:56 Uhr

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Lena Fuhrmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Redaktion Luftfahrt

Tel.: +49 2203 601-3881

Fax: +49 2203 601-3249

Der 14. deutsche Astronaut Alexander Gerst

Als 14. Deutscher wurde Alexander Gerst im Mai 2009 in das Astronautenkorps der Europäischen Weltraumorganisation ESA berufen. Zusammen mit fünf weiteren Kandidaten konnte Gerst sich gegen 8413 Mitbewerber durchsetzen. Seit September 2009 ist er im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln stationiert und durchläuft die Grundausbildung zum Astronauten.

Alexander Gerst im Europäischen Astronautenzentrum (EAC)

Alexander Gerst im Europäischen Astronautenzentrum (EAC)

Alexander Gerst wurde im Mai 2009 von der Europäischen Weltraumorganisation ESA aus 8413 Kandidaten für die Astronautenausbildung ausgewählt.

Alexander Gerst mit seinen Kollegen

Alexander Gerst mit seinen Kollegen

Die Astronauten-Grundausbildung wird Alexander Gerst zusammen mit seinen fünf Teamkollegen aus Frankreich, Italien, Großbritannien und Dänemark absolvieren (von links nach rechts: Andreas Mogensen, Alexander Gerst, Samantha Cristoforetti, Thomas Pesquet, Luca Parmitano, Timothy Peake). Das Foto entstand im Rahmen der Paris Air Show 2009 in Le Bourget.

Pressekonferenz mit dem ESA-Astronautenkandidaten Alexander Gerst am 9. Juli 2009

Pressekonferenz mit dem ESA%2dAstronautenkandidaten Alexander Gerst am 9. Juli 2009

v.l.n.r.: Der Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Johann-Dietrich Wörner, ESA–Generaldirektor, Jean-Jacques Dordain, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Peter Hintze, und ESA-Direktorin für bemannte Raumfahrt, Simonetta Di Pippo, begrüßten am 9. Juli 2009 Alexander Gerst (rechts) im Europäischen Astronautenzentrum in Köln.