Titan
Eine Reise zum Saturn und seinen Monden
Mission Cassini-Huygens
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Titan - Mond mit Atmosphäre

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    Blick unter den Schleier der Titan-Atmosphäre

    Für das menschliche Auge bleibt die Oberfläche des Saturnmondes Titan unter seiner dichten Stickstoff-Atmosphäre verborgen. Erst Radarbilder und Infrarot-Bilder konnten den Wissenschaftlern einen Eindruck von der Mondoberfläche bieten.

1655 von dem niederländischen Astronomen Christiaan Huygens entdeckt, ist Titan der größte der 47 bisher bekannten Saturnmonde. Mit seinen 5.150 Kilometer Durchmesser ist Titan der zweitgrößte Mond unseres gesamten Sonnensystems - nur der Jupitermond Ganymed übertrifft ihn mit seinen 5.262 Kilometer Durchmesser.

Titan besitzt als einziger Mond in unserem gesamten Sonnensystem eine Atmosphäre. Das macht ihn für die Wissenschaftler zu einem besonders interessanten und faszinierenden Forschungsobjekt. Aufgrund einer Aerosolschicht (eine Schicht kleinster Schwebteilchen aus Kohlenwasserstoffen) in 200 bis 300 Meter Höhe und einem hohen Methananteil in seiner Stickstoffatmosphäre ist diese für Teleskope und Kameras undurchdringlich. Bei über 40 Vorbeiflügen an Titan gelang der Cassini-Huygens-Sonde der Blick auf die Oberfläche des Mondes mit der Radarkamera und der Infrarot-Kamera. Insgesamt sind bis zum Ende der Mission 45 Vorbeiflüge an Titan in unterschiedlichen Entfernungen geplant, immer wieder nähert sich die Sonde dem Mond dabei bis auf 950 Kilometer.

Der Saturnmond ist für die Forscher wie eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit unseres Planeten, die ihnen einen Blick auf die "Ur-Erde" ermöglichen könnte. Titan und unsere Erde sind die einzigen Körper in unserem Sonnensystem, die von Stickstoff dominierte Atmosphären aufweisen, wobei der Stickstoff-Anteil in der Titan-Atmosphäre zehnmal höher ist als der in der Erd-Atmosphäre. Die Wissenschaftler vermuten, dass Titans Atmosphäre der frühen Erdatmosphäre ähnelt. Mit der Erforschung des Titan hoffen sie Hinweise darauf zu finden, wie sich die "primitive" Erde zu einem Planeten entwickeln konnte, auf dem Leben enstanden ist.

Eine dunkle und kalte Welt

Titan ist rund 1,5 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Wegen seines nebeligen Himmels und dieser großen Distanz zur Sonne müsste ein Mensch auf Titans Oberfläche mit nur etwa einem Tausendstel des Erd-Tageslichts auskommen. Die Sonnenstrahlung wirkt deshalb kaum erwärmend - die Durchschnitts-Temperatur auf der Titan-Oberfläche beträgt minus 179 Grad Celsius. Es wäre möglich, dass Titan viele der chemischen Bestandteile, die der Entstehung des Lebens auf der Erde vorausgegangen sind, tiefgefroren konserviert hat. Vielleicht gibt es auf dem Saturnmond einen "hydrologischen" Zyklus wie auf der Erde mit Wolken, Regen, Flüssen und Seen. Nur würden Ethan und Methan ("Leichtbenzin") die Rolle des Wassers spielen. Ein Höhepunkt der Cassini-Huygens-Mission war die Landung der Huygens-Sonde auf dem geheimnisvollen Mond am 14. Januar 2005.

Zuletzt geändert am:
12.04.2012 13:45:57 Uhr

Kontakte

 

Elke Heinemann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

Tel.: +49 2203 601-2867

Fax: +49 2203 601-3249
Ulrich Köhler
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

DLR-Institut für Planetenforschung

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Fax: +49 30 67055-402