Nach weniger als einem Jahr Bauzeit steht die Anlage sowohl den Ingenieuren des DLR, als auch Partnern aus der Industrie für ihre Turbinenbrennkammertests zur Verfügung.
Quelle: DLR (CC-BY 3.0).
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"Weltweit gibt es derzeit kein vergleichbares Testzentrum mit solch hervorragenden Möglichkeiten, wie sie uns und unseren Kunden nun hier in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen." sagte der Leiter des DLR-Instituts für Antriebstechnik, Prof. Reinhard Mönig.
An einem Wärmespeicher-Infotower wird das breite Spektrum von Wärmespeicherung in Feststoffen oder Flüssigkeiten über latente Wärmespeicher bis zu thermochemischen Systemen erläutert.
Gemeinsam mit der niederländischen Firma MTT forschen DLR-Wissenschaftler an Mikrogasturbinen für private Anwender
Quelle: DLR/FrankEppler.
Durch Klappen im Rotorblatt, die den Wind umlenken sowie bewegliche Hinterkanten und Vorflügel sollen sich Rotorblätter in Zukunft besser und schneller an die lokalen Windströmungen anpassen können.
Auf dem Forschungsgelände Plataforma Solar de Almería in Spanien testen DLR-Forscher seit Anfang des Jahres eine neue Anlage, bei der Wasserdampf zum Antrieb einer Turbine direkt im Receiverrohr der Parabolrinne erzeugt werden kann.
2153 Spiegel drehen und wenden sich für das Solarthermische Versuchskraftwerk Jülich des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), um die Sonne auf einen 22 Quadratmeter großen Receiver zu lenken. In derr Radaraufnahme des Satelliten TerraSAR-X zeichnen die Reflexionen der Radarsignale Turm und Spiegelfeld nach.
In der Testanlage DUKE (Durchlaufkonzept – Entwicklung undErprobung) wird der Wasserdampf für die Stromerzeugung direkt in den Receiverrohren der Parabolrinnen erzeugt. Zwischenschritte über Wärmeträgermedien fallen damit weg, zudem sind höhere Betriebstemperaturen möglich.
In der Testanlage DUKE (Durchlaufkonzept – Entwicklung undErprobung) auf der Plataforma Solar in Almería (Spanien) wird der Wasserdampf, der die Turbine antreibt, direkt im Receiverrohr erzeugt. In den heutigen Anlagen wird dort ein Wärmeträgeröl erhitzt.
Thermochemische Wärmespeicher nehmen Wärmeüber endotherme Reaktionen auf und geben sie durch exotherme Reaktionen wieder ab. Sie haben eine sehr hohe Energiedichte und sind ideale Langzeit-Speicher. In der CWS Testanlage (Chemische Wärmespeicherung mittels reversibler Gas- und Feststoffreaktionen) im CeraStorE in Köln wird erstmals ein solcher Speicher in größerem Maßstab getestet.
Receiver des Solarturm auf dem Testgelände Plateforma Solar de Almería in Südspanien. Hier testet das DLR neue Entwicklungen bei Sonnenwärmekraftwerken. Rund 35 deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben ein gemeinsames Positionspapier zu den Marktchancen von Sonnenwärmekraftwerken und zur konzentrierten Solarenergie veröffentlicht. Das neu gegründete Netzwerk mit dem Namen "Deutsche CSP" will die Kräfte und Interessen der deutschen Unternehmen bündeln und ihre Chancen auf dem internationalen Markt erhöhen. Durch gemeinsame und gezielte Forschung und Entwicklung will das Netzwerk die Effizienz der Technologie steigern und die Kosten für die Stromgestehung weitersenken.
In Algerien soll das erste Turmkraftwerk in Nordafrika gebaut werden. Für dieses Projekt haben das Ministerium für Hochschulwesen und wissenschaftliche Forschung der Demokratischen Volksrepublik Algerien und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der Bundesrepublik Deutschland (BMU) ihre Zusammenarbeit vereinbart. Angestrebt wird der Bau eines Gas-Sonnenwärme-Kraftwerks mit einer Leistung von bis zu sieben Megawatt. Wichtige Teile der Kraftwerkstechnologie wurden maßgeblich vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit Partnern entwickelt.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) ein Verfahren entwickelt, mit dem die Vorgänge in der Redox-Flow-Batterie sichtbar gemacht werden können. Mit dieser weltweit einmaligen Messtechnik erhalten die Forscher wichtige Daten, um eine solche Batterie kostengünstiger zu machen und die Leistung zu verbessern.
Quelle: Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT).
Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wollen gemeinsam mit Partnern die Herstellung solarer Brennstoffe verbessern. In dem von der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) geförderten Virtuellen Institut mit dem Namen SolarSynFuel werden Wissenschaftler mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammenarbeiten.
Um einen Beitrag als alternativer Energieträger für die gesamte mobile und dezentrale Stromerzeugung leisten zu können, muss Wasserstoff effizient und kostengünstig aus regenerativen Quellen wie biologischen Primärbrennstoffen erzeugt werden. Die Arbeiten des Instituts für Technische Thermodynamik konzentrieren sich auf die Verfahrensentwicklung, das Wärmemanagement und die Gasaufbereitung bei der Umwandlung und Erzeugung von biogenen Primärbrennstoffen.
Bei Parabolrinnenkraftwerken wird die Sonnenstrahlung auf ein Receive-Rohr im Fokus des Spiegels konzentriert. Die Wärmeenergie im Rohr wird weitergeleitet, mit ihrer Hilfe wird Wasserdampf erzeugt, der, wie in einem konventionellen Kraftwerk, eine Turbine antreibt.
Das Unternehmen CSP Services bietet seinen Kunden weltweit Messtechniken und Bewertungsmethoden zur Qualifizierung von Spiegeln in Solarkraftwerken.
Solarthermisches Turmkraftwerk mit dem dazugehörigen Heliostatenfeld auf der Plataforma Solar de Almería.
Hochtemperaturspeicher können den Einsatz von Erneuerbaren Energien vorantreiben und darüber hinaus auch für mehr Flexibilität und höhere Wirkungsgrade in Industrieprozessen und konventionellen Kraftwerksanwendungen sorgen. Kern der Versuchsanlage "HOTREG" beim Institut für Technische Thermodynamik ist ein fünf Meter hoher Speicherbehälter. Mit dem variablen Teststand zur Untersuchung von Wärmespeichern können die Wissenschaftler unterschiedliche Speicherkonzepte, Betriebsweisen und Materialien erproben.
Brennstoffzellen erzeugen elektrische Energie unmittelbar aus Brenngasen. Hierbei ist der grundlegende Prozess die elektrochemische Oxidation von Wasserstoff. Die Aktivitäten beim Institut für Technische Thermodynamik reichen von Zelldesign, Herstellverfahren und der Diagnose bis hin zur Systemoptimierung und Demonstration, um damit kostengünstige und leistungsfähige Lösungen für mobile und stationäre Anwendungen zu erreichen.
Parabolrinnenanlage auf der Plataforma Solar de Almería
Plasmaspritzanlage im Institut für Technische Thermodynamik
DLR-Wissenschaftler des Instituts für Verbrennungstechnik entwickeln am Standort Stuttgart unter anderem spezielle Brennkammersysteme
Untersuchung der elektronisch chemischen Vorgänge mittels Laserstrahlen
Zum Verständnis von Detailprozessen in oxidkeramischen Festelektrolyt-Brennstoffzellen (SOFC) arbeiten Forscher des Instituts für Technische Thermodynamik gemeinsam mit dem Institut für Verbrennungstechnik an einem Testaufbau, in dem mittels Laserstrahlen die elektrochemischen Vorgänge an den Elektrodenoberflächen berührungslos untersucht werden können.
Teststand zur Untersuchung von Hochtemperaturbrennstoffzellen bei erhöhtem Druck
Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe spielen vor allem Stickoxide eine unangenehme Rolle. Sie werden für den sauren Regen verantwortlich gemacht und sind zudem schädlich für die Atemwege. DLR-Forscher konnten nachweisen, dass das Prinzip der sogenannten flammenlosen Verbrennung ("FLOX" = Flameless Oxidation) unter gasturbinentypischen Bedingungen eine stickoxidarme und zuverlässige Verbrennung im Kraftwerksbereich verspricht.
CO2-freies Kraftwerk: Mithilfe der "Oxyfuel"-Verbrennung (Oxygen = Sauerstoff und fuel = Brennstoff) können fossile Energieträger verbrannt werden, ohne dass das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre gelangt. Der Brennstoff wird nicht wie üblich mit Luft verbrannt, sondern mit reinem Sauerstoff, was den Anteil des Rauchgases erheblich vermindert. CO2 kann dann aus den Abgasen abgetrennt, verflüssigt und dauerhaft gespeichert werden.
Um die Vorgänge in der Brennkammer, zum Beispiel in Kraftwerken oder Flugzeugtriebwerken, besser zu verstehen und damit umweltfreundlichere und zuverlässigere Brennkammer zu entwerfen, hat das Institut für Verbrennungstechnik ein Hochgeschwindigkeits-Lasermesssystem entwickelt, das die Flammeneigenschaften bei der Verbrennung in Gasturbinen hochgenau bestimmen kann: Es misst 1000 Mal schneller als bisherige Verfahren und zeigt erstmals bis ins kleinste Detail, was mit der Flamme in der Brennkammer passiert.
Keramiken, naturstein, Beton, Flüssigsalz - bei der Entwicklung von technisch und wissenschaftlich attraktiven Wärmespeichern ist das Material von entscheidender Bedeutung. DLR-Wissenschaftler im Institut für Technische Thermodynamik erforschen deshalb neue Materialien und Speicherkonzepte für unterschiedliche Einsatzbereiche - von der Industrieanwendung bis hin zur Kraftwerkstechnik.
Durch die Einbindung thermischer Energiespeicher können solarthermische Kraftwerke elektrische Energie bedarfsgerecht bereitstellen, auch nachts und in Zeiten geringer Sonneneinstrahlung. Mit der 10-Kilowatt-Versuchsanlage untersuchen DLR-Forscher unterschiedliche Wärmespeicher im Temperaturbereich von bis zu 400 Grad Celsius. Die Speicherbehälter werden mit unterschiedlichen Speichermedien auf Salzbasis zur Entwicklung von Latentwärmespeichern und Flüssigsalzspeichern betrieben.
Das erste Sonnenwärme-Kraftwerk in Südostasien hat am 25. Januar 2012 erstmals seine volle Leistung von fünf Megawatt ins Netz eingespeist. Das Ende des vergangenen Jahes in Betrieb gegangene Kraftwerk ist das erste Parabolrinnen-Kraftwerk, bei dem der Dampf zum Antrieb einer Turbine direkt in den Parabolrinnen erzeugt wird. Forscher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben sowohl bei der Entwicklung einzelner Komponenten als auch beim Gesamtkonzept der Anlage beraten. Das Kollektorfeld des Kraftwerks wurde von der deutschen Firma Solarlite gebaut, Betreiber ist der thailändische Energieversorger Thai Solar Energy.
Quelle: DLR.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird im Auftrag des Qatar National Food Security Program (QNSFP) die Potentiale der Sonne zur nachhaltigen Erzeugung von Energie in dem arabischen Emirat zu untersuchen. Das DLR wird bei der Suche nach geeigneten Standorten für Solarkraftwerke unterstützen und lokale Fachkräfte beim Aufbau und Betrieb der Anlagen beraten. Die Zusammenarbeit wurde am 8. Dezember 2011 in Qatar vereinbart.
Quelle: DLR/Markus Steur.
Elektrolyse-Teststand: im DLR entwickelte Elektroden für die alkalische Wasserelektrolyse. DLR-Forscher arbeiten an effizienteren Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff durch die Elektrolyse.
Als zuverlässige Technologie können Solarthermische Kraftwerke eine wichtige Rolle bei der Umstellung des Stromnetzes auf Erneuerbare Energien spielen. Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Quellen liefern sie Strom nach Bedarf und können so das Netz stabilisieren. Dies betont eine Studie des EASAC (European Academies Science Advisory Council), die unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) von führenden europäischen Wissenschaftlern erstellt wurde. Sie wurde am 7. November 2011 in Brüssel der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, überreicht. Bei einem Turmkraftwerk wird die Sonnenstrahlung von vielen Spiegeln auf einen Receiver an der Spitze eines Turmes konzentriert. Dort entstehen Temperaturen bis über 1000 Grad Celsius die unter anderem zur Stromerzeugung genutzt werden können.
Bei Linear-Fresnel-Kollektoren bündeln mehrere ungewölbte Spiegelstreifen das Sonnenlicht auf ein Absorberrohr. Die einzelnen Spiegelstreifen werden dabei der Sonne einachsig nachgeführt. Das Fresnel-Solarfeld Puerto Errado steht in Calasparra, bei Murcia im Süden Spaniens.
Quelle: Novatec Solar.
In Dish-Stirling-Anlagen wird die Sonnenstrahlung durch einen schüsselförmigen Spiegel auf einen Punkt konzentriert. Die dort konzentrierte Wärmeenergie wird mit einem Stirlingmotor in mechanische Energie umgewandelt. Damit wird in der Regel in einem direkt angekoppelten Generator elektrische Energie erzeugt.
Das Institut für Solarforschung arbeitet an der Entwicklung von konzentrierenden Solarsystemem zur Erzeugung von Strom, Wärme und Brennstoffen und damit an einer nachahltigen Energieversorgung auf der Basis von erneuerbaren Energien. Solarturmkraftwerke - wie hier in Jülich - konzentrieren über viele der Sonne nachgeführte Spiegel die Solarstrahlung auf die Spitze eines Turmes. Im Brennfelck befindet sich ein Receiver, in dem ein Medium auf hohe Temperaturen erhitzt wird. Ein anschließender Kraftwerksprozess erzeugt unter Nutzung des erhitzten Mediums Strom.
Das DESERTEC-Konzept setzt auf Nutzung der Solarenergie im Sonnengürtel der Erde - bevorzugt auf solarthermische Kraftwerke - um klimafreundlich Strom für Europa, den Mittleren Osten und Nordafrika zu erzeugen. Laut Berechnungen des DLR reicht ein Quadratkilometer Wüste aus zur Versorgung von etwa 100.000 Haushalten mit 250 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.
DLR-Forscher auf der Plataforma Solar de Almería in Südspanien eichen Messstationen, die für ein Messnetz in einigen Ländern in Nordafrika zum Einsatz kommen.
Mit dem drehbaren Prüfstand Kontas (Konzentrator-Teststand Almería Spanien) können die Energieforscher vom DLR-Institut für Solarforschung in Zukunft Parabolspiegel jedem beliebigen Winkel zur Sonne testen. Der Prüfstand steht auf kreisförmigen Stahlschienen, auf denen sich ein bis zu 20 Meter langer Parabolrinnen-Kollektor um fast 360 Grad um die eigene Achse drehen kann. Damit ist es den Forschern möglich, sowohl komplette Module von Parabolrinnen-Kollektoren als auch einzelne Komponenten wie Spiegel und Absorberrohre zu evaluieren. Das DLR betreibt den neuen Prüfstand auf der Plataforma Solar de Almería (PSA) zusammen mit dem spanischen Energieforschungszentrum Ciemat.
Mit Kontas haben die Forscher ihre Kompetenz und ihre Möglichkeiten beim Test von Solarkraftwerken noch weiter ausgebaut.
Forscherin vom DLR-Institut für Solarforschung überprüft einen Spiegel für ein Solarkraftwerk. Das DLR hat für die Qualitätstests eigene Prüfstände und Methoden entwickelt. In wichtigen Bereichen ist es ihnen gelungen, international anerkannte Qualitätsstandards zu entwickeln.
Forscher untersuchen an diesem Prüfstand mit simuliertem Sonnenlicht die optische, geometrische und mechanische Qualität der Spiegel, die in einem Solarkraftwerk das Sonnenlicht einfangen und bündeln sowie die Beschaffenheit der Absorberrohre, die die Energie aufnehmen und in Form von Wärme weiterleiten.
Der Heliostat des DLR-Sonnenofens in Köln sammelt die Sonnenstrahlung ein und reflektiert sie auf den so genannten Konzentrator, das sind 157 einzelne leicht gewölbte und präzise ausgerichtete Spiegel, die das Licht in einem Brennpunkt bündeln. Die um den Faktor 5200 konzentrierten Sonnenstrahlen fallen von dort in den zirka vier mal vier Meter großen Versuchsraum des Sonnenofens.
Ein 60 Quadratmeter großer Spiegel sammelt das Sonnenlicht und lenkt es auf die Facettenspiegel (im Bild links zu sehen) Diese Spiegel konzentrieren die Sonnenstrahlen um den Faktor 5200 und lenken sie in das Versuchslabor des Kölner Sonnenofens (Lichteinfall ist rechts im Bild zu sehen).
Alpha ventus ist der erste Offshore-Windpark 75 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste. Die zwölf Windkraftanlagen wurden 2010 in Betrieb genommen. Wenn Unternehmen und Windkraftanlagenhersteller gute Voraussetzungen vorfinden, können in der Nordsee bis 2030 Offshore-Windkraftanlagen mit einer Leistung bis zu 135 Gigawatt installiert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die in einem internationalen Projekt und unter der Federführung des Niederländischen Energieforschungszentrums (ECN) mit der Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt erstellt wurde.
Quelle: DOTI/J.Oelker/2010.
In der "TEG-Line" werden die Wissenschaftler des Instituts für Werkstoff-Forschung, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), zukünftig unter idealen Bedingungen die Weiterentwicklung thermoelektrischer Materialien und Generatoren (TEG) vorantreiben. Dafür stehen ihnen rund 400 Quadratmeter Laborfläche zur Verfügung.
Das Prinzip der thermoelektrischen Generatoren erscheint einfach: Wärme ist Energie; wird diese mit Hilfe einer Art von Wärmetauscher gewandelt, wird Wärme zu elektrischem Strom. Täglich entstehen Unmengen an Abwärme als "Abfallprodukt": Computer, Autos, Schornsteine, selbst Menschen und Tiere geben überschüssige Wärme - also Energie - ab.
Das Turmkraftwerk in Jülich dient als Pilotanlage und Referenz für kommerzielle Kraftwerke in Südeuropa und Nordafrika. Ein nahezu baugleiches Kraftwerk befindet sich derzeit in Algerien in der detaillierten Planung. In Deutschland entwickelte Technologie kommt damit in den sonnenreichen Regionen der Erde zum Einsatz. Dort haben solarthermische Kraftwerke ihr größtes Potenzial, sie spielen auch beim Wüstenstromprojekt DESERTEC eine tragende Rolle.
Quelle: DLR/Lannert.
Auf einer Fläche von zirka acht Hektar stehen in Jülich 2153 bewegliche Spiegel (Heliostate) und lenken die Sonnenstrahlen auf die Spitze des 60 Meter hohen Turms.
Auf einer Fläche von zirka acht Hektar stehen in Jülich 2153 bewegliche Spiegel (Heliostate) und lenken die Sonnenstrahlen auf die Spitze des 60 Meter hohen Turms. Dort werden die Strahlen von einem 22 Quadratmeter großen sogenannten Receiver aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Der Receiver besteht aus porösen keramischen Elementen, die von Luft aus der Umgebung durchströmt werden. Die angesaugte Luft heizt sich dabei auf etwa 700 Grad Celsius auf. Wird der Solarturm als Kraftwerk genutzt, erzeugt diese heiße Luft Wasserdampf, der eine Turbine antreibt, die über einen Generator Strom produziert.
Studien zeigen die riesigen Potenziale der Solarenergie. So erreicht die Wüsten der Erde in sechs Stunden mehr Sonnenenergie als die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht. Damit Sonnenenergie kostengünstig in Elektrizität umgewandelt werden kann, müssen Solarzellen und solarthermische Kraftwerke effizienter arbeiten und wesentlich preiswerter in der Herstellung werden.
Standorte des neuen Instituts sind Köln, Jülich, Stuttgart und Almería. Im spanischen Almería forschen DLR-Wissenschaftler sein 30 Jahren an Solarkraftwerken Das solare Turmkraftwerk auf der Plataforma Solar in Almería ist umgeben von einem Spiegelfeld, das die Solarstrahlung auf Strahlungsempfänger reflektiert. Mit der so gesammelten Wärmeenergie wird eine Turbine angetrieben, die Strom erzeugt.
Am DLR-Institut für Solarforschung entwickeln Wissenschaftler neue Komponenten für Solarkraftwerke von den ersten Grundlagen bis zur Pilotanlage. Vor allem am Standort Jülich können die Forscher in Zukunft neue Komponenten unter Kraftwerksbedingungen testen. Der Solarturm in Jülich soll als Großversuchsanlage ausgebaut werden.
Parabolspiegel einer Versuchsanlage auf der Plataforma Solar in Almeria/Spanien. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) testet und optimiert auf dem über 100 Hektar großen Gelände verschiedene Hochtemperatur-Solartechnologien unter praxisnahen Bedingungen.
DLR-Forscherin in Almeria prüft die Reflexionseigenschaften eines Parabolspiegels. Parabolrinnen werden bereits in großen solarthermischen Kraftwerken eingesetzt. Die Forscher arbeiten nun an einer besseren Effizienz, geringerer Wartungsintensität und einer längeren Lebensdauer der einzelnen Bauteile.
Das DLR forscht an Energien der Zukunft unter anderem in Stuttgart, Köln und Almería (Südspanien). Mit Wärmespeichern lässt sich die Stromproduktion solarthermischer Kraftwerke von den Schwankungen der Sonneneinstrahlung entkoppeln. Solarthermischer Kraftwerke könnten so auch nachts und bei starker Bewölkung immer gleichmäßig Strom liefern.
Das Bild zeigt den Teststand eines Solarkraftwerks mit Fresnel-Kollektoren. Diese bestehen aus mehreren Reihen nachgeführter Flachspiegel, die das Sonnenlicht einfangen und auf ein über dem Spiegelfeld befindliches Absorberrohr bündeln.
Quelle: Hauke Dressler.
DLR und Endesa testen in dieser Anlage im spanischen Carboneras erstmals solare Direktverdampfung und Speicherung im Kraftwerksbetrieb. Bei diesem Solarkraftwerkstyp wird durch gebündelte Sonnenstahlen der Wasserdampf, der später einen Stromgenerator antreibt, direkt erzeugt. Highlight der Anlage ist ein neuartiges Speichersystem, das die Wärme als fühlbare und als latente Wärme effizient speichert und damit die Stromproduktion eines Kraftwerkes auch bei Nacht möglich macht.
Bislang werden Thermoöle in Parabolrinnenkraftwerken eingesetzt. Thermoöl fließt in den Absorberrohren (dunkles Rohr links im Bild). Auf diese Absorberrohre konzentrieren die Parabolspiegel das Licht, hier wird die Sonnenstrahlung in Wärme umgewandelt mit der für einen konventionellen Kraftwerksprozess Dampf erzeugt wird. In der nun entwickelten Testanlage wird geschmolzenes Salz durch die Absorberrohre fließen.
Die elektrische Energie liefert ein Brennstoffzellensystem, dass das Bugrad eines 70 Tonnen schweren Flugzeugs antreiben kann.
Letzter Kontrollblick: DLR-Mitarbeiterin Miriam Ebert prüft, ob der Schutz aus Keramikfasern um den Strahlungsempfänger gut abgedichtet ist. Das Versuchs-Kraftwerk Solhyco ist auf dem 60 Meter hohen Solarturm auf der Plataforma Solar de Almería in Südspanien aufgebaut. Durch das Sonnenlicht, das die Spiegel um den Turm auf den Strahlungsempfänger lenken, heizen sich die Absorberrohre bis zu 800 Grad auf. Die strahlenförmig angeordneten schwarzen Röhren leiten die Hitze zu einer 100-Kilowatt-Mikrogasturbine, die einen angeschlossenen Generator zur Stromproduktion antreibt.
Mit der Forschungsbrennkammer können die Wissenschaftler im DLR-Institut für Verbrennungstechnik Synthesegase mit hohem Wasser-stoffanteil unter realen Bedingungen untersuchen.
Im Institut für Verbrennungstechnik haben die Forscher am Hochdruckbrennkammer-Prüfstand Stuttgart (HBK-S)eine einzigartige gläserne Versuchsbrennkammer eingerichtet, die durch große Fenster Einblicke in das Innere gewährt. Mit modernster Lasermesstechnik kann hierdurch die Flamme bei gasturbinen typischenBedingungen - hohen Temperaturen und Drücken - analysiert werden. Der Prüftsand ist mit einer Vielfalt von Brennstoffen betreibbar: von Kerosin über Erdgas bis hin zu Brennstoffen auf Basis von Kohle, Holz oder Biomasse.
Einblicke in das Herz einer Gasturbine: die Brennkammer
Die Zukunft fährt elektrisch. Effiziente, kostengünstige und sichere Batterien bilden die Grundlage für vollständig elektrisch angetriebene oder durch Hybridantrieb versorgte Fahrzeuge. Das Institut für Technische Thermodynamik arbeitet an der Entwicklung von Hochleistungsbatterien mit Lithium-Luft- und Lithium-Schwefel-Architektur. Zur Untersuchung von Batterie-Materialien wird ein Röntgen-Diffaktometer eingesetzt.
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