Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2011, 10.00 MESZ (08.00 UTC)
ROSAT über Golf von Bengalen in Erdatmosphäre eingetreten
Am 23.10.2011 um 03.50 Uhr MESZ (01.50 UTC) ist der deutsche Forschungssatellit ROSAT über dem Golf von Bengalen wieder in die Erdatmosphäre eingetreten. Ob Teile die Erdoberfläche erreicht haben ist nicht bekannt. Die Bestimmung des Wiedereintrittsortes erfolgte auf Basis und nach Auswertung der von den internationalen Partnern, insbesondere den USA, zur Verfügung gestellten Daten. Mehr ...
Seit seiner Außerbetriebnahme verliert der Röntgensatellit Rosat durch den Luftwiderstand der Hochatmosphäre kontinuierlich an Höhe. Bei seinem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, der am 23. Oktober 2011 erwartet wird, wird der Satellit in Trümmerstücke zerbrechen und zum Teil durch die extreme Hitze verglühen. Dieses Webspecial gibt Antworten auf die häufigsten Fragen zur Rosat-Mission und zum Wiedereintritt.
Im DLR-Webcast erläutert Prof. Joachim Trümper, der wissenschaftliche Leiter der Rosat-Mission, die Ergebnisse. So beobachtete der Satellit zwischen 1990 und 1999 insgesamt mehr als 9.000 Einzelquellen. Rosat ist der erste Röntgensatellit, der den gesamten Himmel durchmustert hat.
Im Orbit befinden sich etwa 6.700 Tonnen Weltraumrückstände. Im DLR-Webcast erklärt Prof. Heiner Klinkrad, Leiter der Abteilung Weltraumrückstände bei der ESA, wie der Wiedereintritt von Rosat erfolgen wird und welche Risiken damit verbunden sind.
Im DLR-Webcast erläutert Dr. Bernhard Schmidt-Tedd die rechtlichen Aspekte der Rosat-Mission. Weltraumrecht betrifft den hoheitsfreien Bereich des Weltraums, hier gilt grundsätzlich kein nationales Recht, sondern die Weltraumverträge der Vereinten Nationen.
Im DLR-Webcast erklärt Prof. Felix Huber, der Leiter der DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining, wie Satelliten im Weltall gesteuert und kontrolliert werden.