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Zur Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Schwedischen Nationalen Raumfahrt-Organisation (SNSB) gemeinsam das Projekt REXUS/BEXUS durchgeführt.
Quelle: DLR/SNSB..
Start einer REXUS-Rakete
Eine REXUS-Rakete startet von Kiruna in Schweden.
Quelle: SSC..
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Schwedische Nationalen Raumfahrt-Organisation (SNSB) führen gemeinsam das Projekt REXUS/BEXUS zur Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses durch. Europäischen Studenten soll dabei praktische Erfahrungen bei der Vorbereitung und Durchführung von Raumfahrtprojekten vermittelt werden. Vorschläge für Experimente in der Gondel eines Ballons (BEXUS - Ballon-EXperimente für Universitäts-Studenten) oder auf Höhenforschungsraketen (REXUS - Raketen-EXperimente für Universitäts-Studenten) können jährlich im Herbst eingereicht werden. Einsendeschluss ist jeweils zum Jahresende.
Jeweils 50 Prozent der Raketen- und Ballon-Nutzlasten stehen Studenten deutscher Universitäten und Hochschulen zur Verfügung. SNSB hat den schwedischen Anteil für Studenten der übrigen ESA-Mitgliedsstaaten geöffnet, wobei dabei die Ausschreibung über die europäische Raumfahrtbehörde ESA erfolgt. Das Programm eröffnet Studenten unkompliziert und äußert kostengünstig die Möglichkeit, auf Raketen und Ballonen eigenständig wissenschaftliche Experimente zu fliegen.
Die Raketen- und Ballonflüge werden jährlich in Nordschweden vom Startplatz Esrange bei Kiruna gestartet. Demonstrationskampagnen fanden bereits in den Jahren 2004 bis 2006 statt (REXUS-2 bis 3, BEXUS-2 bis 5).
Studenten forschen mit Raketen und Ballonen
Die REXUS-Forschungsraketen eignen sich besonders für Atmosphärenforschung und technologische Experimente. Sie erreichen eine Flughöhe von etwa 100 Kilometer und bieten Experimentierzeiten von einigen Minuten. Als Beispiel für die Erforschung der Atmosphäre ist der auf REXUS-3 geflogene Partikel Detektor des IAP zu nennen. In der Freiflugphase dieser Rakete wurde auch das REGINA-Experiment von der Hauptnutzlast abgetrennt. Ziel dieses gemeinsamen Experimentes der Bundeswehr Universität Neubiberg und der Marssociety e.V. war die Entfaltung eines Ballons unter Schwerelosigkeitsbedingungen. Dieser Test soll bei der Entwicklung einer späteren Marssonde helfen.
Die Fragenstellungen bei den Stratosphärenballonen BEXUS sind ähnlich wie bei REXUS. Die Ballone fliegen bis 35 Kilometer hoch bei einer Flugzeit von drei bis sechs Stunden. Auf BEXUS-5 flog unter anderem das Experiment NEMO, das die Ozonverteilung in der nördlichen Atmosphäre mit neuen Sensoren gemessen hat.
Die programmatische Leitung und die Ausschreibung der DLR-Experimente erfolgt durch die DLR Raumfahrt-Agentur in Bonn. Für die Organisation, Betreuung und Integration der deutschen Experimente wurde am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen das REXUS/BEXUS-Projektbüro eingerichtet. Ihm obliegt die DLR-interne Projektleitung. Die Flugkampagnen werden von EuroLaunch, einem Joint Venture der Mobilen Raketen Basis des DLR (MoRaBa) und dem Esrange Space Center des schwedischen Raumfahrtunternehmens SSC, durchgeführt.
Zuletzt geändert am:14.06.2011 11:52:35 Uhr