Studierende aus vielen Ländern Europas bauen Raketen

Raumfahrttechnik im Eigenbau

Montag, 19. August 2013

Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen lernten 26 Studierende und Young Professionals aus vielen europäischen Ländern, wie man Raketen baut. Zusammen mit der Hochschule Heilbronn richtete das DLR die 14. International Summerschool der Ariane-Partnerstädte (CVA) aus - das ist eine Vereinigung von Städten, die an Bau und Entwicklung der Ariane-Rakete beteiligt sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten dabei vom 21. Juli bis 13. August 2013 Gelegenheit, ihr Wissen über Raumfahrt theoretisch und praktisch zu erweitern. Fachvorträge zu den neuesten Entwicklungen in der Raumfahrt bildeten die Grundlage für praktische Projekte, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbständig zwei Raketen bauten und zum Abschluss im sogenannten "Flight Contest" auch starteten.

"Im Rahmen der 14. International Summerschool der Ariane-Partnerstädte setzen die Nachwuchswissenschaftler und -ingenieure nicht nur theoretisches Wissen in praktische Anwendungen um. Sie erleben auch, dass viele Projekte in der Raumfahrt nur durch die Zusammenarbeit über nationale und kulturelle Grenzen hinaus zum Erfolg geführt werden können", so Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. "Mit solchen Veranstaltungen wird die Grundlage für den Erfolg der europäischen Raumfahrt in der Zukunft gelegt."

Das DLR engagiert sich in vielfältigen Nachwuchsaktivitäten, die unter der Überschrift DLR_Campus zusammengefasst sind. Dabei umfasst "DLR_Campus Lampoldshausen" ein DLR_School_Lab, das bei Schülerinnen und Schülern über Kurse, Praktika und viele andere Projekte Begeisterung für die Raumfahrt weckt, wie auch Maßnahmen für Studierende und Doktorandinnen bzw. Doktoranden.

Die Praxisorientierung steht bei diesen Aktivitäten in Lampoldshausen im Mittelpunkt. So wurden auch die Summerschool-Teilnehmer von Tobias Neff, der die internationale Veranstaltung mit seinem Team organisiert hatte, an die konkreten Fragen des Raketenbaus herangeführt. Dazu gehören Planung, Bau, Test und Integration von Komponenten zu einer Rakete, die von einem Feststoffraketenmotor angetrieben wird und sogar in der Lage ist, Nutzlasten zu transportieren. Die Herausforderung bestand für die jungen Raketenbauer vor allem darin, die Stabilität der Raketen zu regulieren. "Anders als bei großen Raketen, die Regeltechnik für ihre Triebwerke integriert haben, nutzen kleine Raketen die Aerodynamik zum stabilisieren", erklärt Tobias Neff. Die Starts beim "Flight Contest" in der Nähe des DLR-Testgeländes bewiesen, dass die Nachwuchswissenschaftler ihr erworbenes Wissen erfolgreich umsetzen konnten.

Zuletzt geändert am: 19.08.2013 14:04:24 Uhr

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Kontakte

Tobias Neff
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

DLR_School_Lab Lampoldshausen/Stuttgart

14. International Summerschool der Ariane-Partnerstädte

14. International Summerschool der Ariane Partnerstädte

Am DLR-Standort Lampoldshausen lernten 26 Studierende und Young Professionals aus diversen europäischen Ländern, wie man Raketen baut.

Praxisorientierung im Mittelpunkt

Praxisorientierung im Mittelpunkt

Zu den Aktivitäten zählten Planung, Bau, Test und Integration von Komponenten zu einer Rakete, die von einem Feststoffraketenmotor angetrieben wird und sogar in der Lage ist, Nutzlasten zu transportieren