News-Archiv
Erdbeobachtung
theme

DLR veröffentlicht Satellitenbilder des japanischen Katastrophengebiets

DLR veröffentlicht Satellitenbilder des japanischen Katastrophengebiets

Samstag, 12. März 2011

Autoplay
Info an
Info aus
Informationen
Schließen
Vollbild
Normal
zurück
vor
{{index}}/{{count}}
Tipp:
<Escape>, um fullscreen zu beenden.
  • Tsunami%2dZerstörungen in Japan: Vorher%2dNachher%2dVergleich

    Tsunami-Zerstörungen in Japan: Vorher-Nachher-Vergleich

    Dieses Bild zeigt die Auswirkungen des Tsunamis in einem Vorher-Nachher-Vergleich der japanischen Küste zwischen dem 5. September 2010 und dem 12. März 2011 (rechts). Daten: Rapid Eye.

  • Blick ins Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation des DLR

    Blick ins Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation des DLR

    Nach dem schweren Erdbeben und dem folgenden Tsunami hat die "International Charter Space and Major Disasters" am Morgen des 11. März 2011 alle beteiligten Einrichtungen gebeten, Satellitendaten des Katastrophengebietes zur Verfügung zu stellen. Daran beteiligt ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) am DLR-Standort Oberpfaffenhofen.

Nach dem schweren Erdbeben und dem folgenden Tsunami hat die "International Charter Space and Major Disasters" am Morgen des 11. März 2011 alle beteiligten Einrichtungen gebeten, Satellitendaten des Katastrophengebietes zur Verfügung zu stellen. Daran beteiligt ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) am DLR-Standort Oberpfaffenhofen.

"Die Aufnahmen der deutschen Satelliten TerraSAR-X und RapidEye sowie die Daten des amerikanischen WorldView-2 Satelliten zeigen das ganze Ausmaß der Katastrophe", erläutert Stefan Voigt, Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. "Der Vorteil der Satellitendaten liegt in der großflächigen Erfassung der Schadenssituation. Gleichzeitig können wir Details mit einer räumlichen Auflösung von bis zu 50 Zentimeter kartieren. In den von uns erstellten Karten sieht man, dass der Tsunami stellenweise vier bis fünf Kilometer in das Inland vorgedrungen ist. Wir können die schweren Schäden an Straßen, Brücken, Gebäuden und Infrastruktur-Einrichtungen gut erkennen. Dies sind wichtige Informationen für die Helfer vor Ort. Wir arbeiten hier eng mit dem THW zusammen."

Die Wissenschaftler und Ingenieure des ZKI begannen unmittelbar nach Eingehen des Hilfeersuchens der Charter mit ihrer Arbeit. In enger Abstimmung mit dem Kontrollzentrum und den kommerziellen Satellitenbetreibern wurden die verfügbaren Satelliten auf die Katastrophengebiete ausgerichtet. Seit Auslösung der Charter wurden die enormen Datenmengen empfangen, prozessiert, analysiert und erste Kartenprodukte erzeugt. Archivdaten dienen dabei als Referenz. Die Schadensanalyse und Lagedarstellung erfolgt auf Grundlage der neu aufgenommenen Satellitenbilder.

Das Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI)

Die Aufgabe des ZKI ist die Bereitstellung eines "24 Stunden, 7 Tage"-Service für die schnelle Beschaffung, Aufbereitung und Analyse von Satellitendaten bei Natur- und Umweltkatastrophen, für humanitäre Hilfsaktivitäten und für die zivile Sicherheit weltweit. Das ZKI operiert dabei im nationalen und internationalen Kontext und ist eng mit verschiedenen behördlichen Partnern, Nicht-Regierungsorganisationen sowie Satellitenbetreibern und Weltraumorganisationen vernetzt. Im Rahmen der unterschiedlichen Phasen vor, während und nach einer Katastrophe leistet das ZKI verschiedenste Beiträge für die Rehabilitation und den Wiederaufbau sowie für die Frühwarnung und Gefährdungsabschätzung, insbesondere aber auch für das operative Katastrophenmanagement. Im Falle von großen humanitären Notlagen werden internationale Hilfsmaßnahmen durch die Bereitstellung von nutzerspezifisch angepasstem Kartenmaterial unterstützt.

Zuletzt geändert am:
11.07.2011 16:16:04 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel.: +49 171 3126-466