Eis und Schnee können farbig sein - zumindest wenn der Blick des Radarsatelliten TerraSAR-X des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf eine solche Landschaft fällt. Bis in eine Tiefe von einem Meter können die Radarstrahlen in die Schneedecke vorstoßen - der Untergrund selbst reflektiert die Pulse dann unterschiedlich stark zurück. So wird aus dem zugefrorenen Mündungsdelta des kanadischen MacKenzie-Flusses eine Aufnahme in vielen Farben, die die unterschiedlichen Strukturen der Landschaft unter dem Schnee zeigt.
Das amerikanische Festival "Burning Man" sieht von oben aus wie ein Spinnennetz. Auf dem Festivalgelände in der Black Rock Wüste (Nevada) hat sich eine Struktur gebildet, die Ähnlichkeit mit einer kleinen Stadt hat. Im Oktober und September 2011 hat der Radarsatellit TerraSAR-X des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) einige eindrucksvolle Aufnahmen vom Festival und dessen Aufbau aufgenommen.
Verbindet man verschiedene Aufnahmen des deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu einer Bilderfolge, fällt auf: Selbst Gas-Tanks haben ein bewegtes Eigenleben. Der jeweilige Füllstand bestimmt die Position des Deckels - und wenn diese sich im Laufe der Zeit verändert, blickt TerraSAR-X auf einen regelrechten Tanz der Tankdeckel im italienischen Porto Marghera.
So auffällig der Krater des chilenischen Vulkans Puyehue sich auf der TerraSAR-X-Aufnahme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auch kreisrund abzeichnet - er war nicht der Übeltäter, als der Vulkan in den südlichen Anden am 4. Juni 2011 ausbrach. Stattdessen liegt das neue Eruptionszentrum, wie die Aufnahmen des deutschen Radarsatelliten erstmalig zeigen, weiter nordwestlich. Zurzeit bildet sich dort ein Lavafeld, der auf diesem TerraSAR-X-Bild des Monats als gleichmäßige, hellblau gefärbte Fläche zu erkennen ist. Für die Mitarbeiter des chilenischen Vulkan-Risikoprogramms liefern die deutschen Radaraufnahmen seit Beginn des Ausbruchs wertvolle Informationen für die Beurteilung der Situation und für die Prognose der weiteren Entwicklung.
Wie viele Menschen in Istanbul leben, weiß niemand so ganz genau: Rund 15 Millionen sollen es sein, die in der Stadt auf zwei Kontinenten leben. Die Aufnahme des Radarsatelliten TerraSAR-X des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt den Stadtplanern dafür etwas anderes umso genauer - nämlich wie sehr die Stadt am Bosporus sich mittlerweile flächenmäßig ausbreitet.
Würde die Stadt Bonn am Rand des Fimbul-Schelfeis liegen, würden die Bonner jetzt eine Reise im antarktischen Zirkumpolarstrom beginnen: Ein Eisberg mit einer Fläche von 120 Quadratkilometern - so groß wie das Bonner Stadtgebiet - ist in den Atlantik gekalbt. Um das Kalben solcher Eisberge in Zukunft besser zu verstehen, beobachteten Glaziologen der Universität Hamburg das Gebiet mit dem Radarsatelliten TerraSAR-X des DLR.