Die ersten beiden Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo kreisen seit dem 21. Oktober 2011 um die Erde – nun werden zwei weitere folgen: Am 12. Oktober 2012 soll um 20.15 Uhr Mitteleuropäischer Zeit eine Sojus-Rakete die Satelliten Nummer 3 und 4 zu ihrem Einsatzort ins Weltall bringen. In über 23.000 Kilometern Höhe werden dann vier Satelliten in ihren Umlaufbahnen fliegen.
Mit dem erfolgreichen Start der beiden ersten Galileo-Satelliten am 21. Oktober 2011 beginnt der Aufbau eines eigenständigen europäischen Satellitennavigationssystems im Weltraum.
Es ist eine Gleichung mit vier Unbekannten. So bringt zumindest Walter Päffgen, Geschäftsführer der DLR Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen (GfR) und Leiter des Galileo-Kontrollzentrums beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Satellitennavigation vereinfacht auf den Punkt. Drei Koordinaten für die Position in Raum, eine für die Zeit. Alles zusammen ergibt im neuen europäischen Satellitennavigationssystem Galileo zum Beispiel den Standort eines Fahrzeugs auf der Erde. Damit die Gleichung mit vier Unbekannten aber überall auf der Erde zum richtigen Ergebnis führt, werden bis 2018 insgesamt 30 Satelliten mit hoch genauen Atomuhren ins All befördert. Die ersten beiden sollen am 20. Oktober 2011 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana starten.
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer hat am 4. Februar 2011 Deutschlands technisch umfassendste Galileo-Testumgebung GATE in Berchtesgaden eröffnet. Das Projekt, mit dem neue Technologien in der Satellitennavigation erprobt und entwickelt werden sollen, wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beauftragt.