Mars500

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Mars500

Mars500-Studie: Der Salzhaushalt der Marsonauten

8. Januar 2013

205 Tage lang verordnete Jens Titze, Professor für Elektrolyt- und Kreislaufforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg, mit seinem Team den Mars500-Probanden 2011 während des virtuellen Flugs zum Mars einen strengen Speiseplan. Mal gab es viel, mal gab es wenig Salz in den ausgewählten Nahrungsmitteln. Das unerwartete Ergebnis der bisher längsten Natrium-Stoffwechselstudie: Die Annahme der Ärzte, der menschliche Körper würde das Speisesalz innerhalb von 24 Stunden wieder ausscheiden, stimmt nicht. Stattdessen speichert der Mensch das Salz über einen längeren Zeitraum hinweg und gibt es dann wieder frei - für die medizinische Untersuchung und Betreuung von Patienten eine wichtige Erkenntnis. "Wir waren sehr überrascht, dass der Körper beim Salzhaushalt einem mehrtägigen Biorhythmus folgt. Die in unserer täglichen Praxis übliche 24-Stunden-Urinuntersuchung reicht anscheinend nicht aus, um sicher abschätzen zu können, wieviel Salz ein Mensch gegessen hat", sagt Mediziner Titze. Titzes Untersuchung gehört zu den elf deutschen Experimenten, die durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) über das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift "Cell Metabolism" veröffentlicht.

Mars500: Rückkehr vom virtuellen Marsflug

4. November 2011

520 Tage ohne Sonnenlicht, frische Luft und direkten Kontakt zur Außenwelt - die sechs Probanden der Mars500-Mission mussten auf vieles verzichten, während sie in ihrem virtuellen Raumschiff bis zum Mars und wieder zurück zur Erde reisten. Nach anderthalbjähriger Isolation öffnete sich jetzt, am 4. November 2011 um 11 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (14 Uhr Ortszeit), die versiegelte Tür des Mars500-Containers. Seit dem 3. Juni 2010 hatten die "Kosmonauten" im Moskauer Institut für Biomedizinische Probleme (IBMP) einen Flug durchs Weltall simuliert und dabei zahlreiche Experimente durchgeführt. "Der Crew geht es gut", sagt Dr. Peter Gräf vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Erste wissenschaftliche Ergebnisse der Mission Mars500

Erste wissenschaftliche Ergebnisse der Mission Mars500

14. Februar 2011

Mit dem simulierten Ausstieg auf den Mars am 14. Februar 2011 erreicht das Mars500-Projekt für die sechs "Kosmonauten" im Isolationscontainer im Moskauer Institut für Biomedizinische Probleme (IBMP) eine neue Phase. Nach bisher 256 Tagen der Studie beginnen die beteiligten deutschen Wissenschaftler nun mit der ersten Auswertung ihrer Experimente. "Aus den Ergebnissen, die wir erwarten, können wir sowohl für die Raumfahrt als auch für die Medizin auf der Erde großen Nutzen ziehen", sagt Prof. Rupert Gerzer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Mars500: Landung auf dem virtuellen Roten Planeten

Mars500: Landung auf dem virtuellen Roten Planeten

9. Februar 2011

Halbzeit für die Mars500-Mission: Nach einem 250-tägigen virtuellen Flug zum Mars werden drei Crewmitglieder am 12. Februar 2011 auf dem Roten Planeten landen. Zwei Tage später steigen sie aus ihrem Isolationscontainer im Moskauer Institut für Biomedizinische Probleme (IBMP) aus, anschließend simulieren sie die Erkundung des Mars. Anfang März wird dann der achtmonatige Rückflug zur Erde beginnen. "Die insgesamt elf deutschen Experimente wurden bisher mit hoher Genauigkeit professionell durchgeführt", sagt Peter Gräf vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), zuständig für die deutsche Projektleitung.