DLR-Institut für Solarforschung als "Ort des Fortschritts" ausgezeichnet

Mittwoch, 13. Juli 2011

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  • Auszeichnung: "Ort des Fortschritts" für DLR-Solarinstitut

    NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (rechts im Bild)zeichnete am 13. Juli 2011 in Jülich das Institut für Solarforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) als "Ort des Fortschritts" aus. Prof. Ulrich Wagner, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr (links) nahm die Auszeichnung entgegen.

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    NRW-Ministerin am Solarturm in Jülich

    Auszeichnung für das DLR-Institut für Solarforschung als "Ort des Fortschritts": (vlnr) Prof. Robert Pitz-Paal, Co-Direktor DLR-Institut für Solarforschung, Christiane Vaeßen, Prorektorin FH-Aachen, Prof. Ulrich Wagner, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, Svenja Schulze, Wissenschaftsministerin NRW, Ulf Kamburg, Geschäftsführer Stadtwerke Jülich, Prof. Bernhard Hoffschmidt, Co-Direktor DLR-Institut für Solarforschung.

  • Solarturm Jülich: Pilotkraftwerk wird stärker für die Forschung genutzt

    Solarturm Jülich

    Auf einer Fläche von zirka acht Hektar stehen in Jülich 2153 bewegliche Spiegel (Heliostate) und lenken die Sonnenstrahlen auf die Spitze des 60 Meter hohen Turms. Dort werden die Strahlen von einem 22 Quadratmeter großen sogenannten Receiver aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Der Receiver besteht aus porösen keramischen Elementen, die von Luft aus der Umgebung durchströmt werden. Die angesaugte Luft heizt sich dabei auf etwa 700 Grad Celsius auf. Wird der Solarturm als Kraftwerk genutzt, erzeugt diese heiße Luft Wasserdampf, der eine Turbine antreibt, die über einen Generator Strom produziert.

  • Spiegelfeld des Solarturms in Jülich

    Spiegelfeld des Solarturms in Jülich

    Auf einer Fläche von zirka acht Hektar stehen in Jülich 2153 bewegliche Spiegel (Heliostate) und lenken die Sonnenstrahlen auf die Spitze des 60 Meter hohen Turms.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat am 13. Juli 2011 in Jülich das Institut für Solarforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) als "Ort des Fortschritts" ausgezeichnet. Wissenschaftler des Instituts arbeiten an einer effizienten und kostengünstigen Stromerzeugung in Solarkraftwerken. Ausgezeichnet wurde auch das in Kooperation mit dem DLR-Institut arbeitende Solar-Institut Jülich der Fachhochschule Aachen.

"Orte des Fortschritts sind Punkte, an denen sich qualitativer Fortschritt 'made in NRW' ablesen lässt", sagte Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. "Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts sind angetreten, um international zu Schrittmachern für alternative Energiekonzepte auf Basis solarthermischer Kraftwerke zu werden." Das DLR-Institut für Solarforschung hat seinen Sitz in Köln, mit weiteren Standorten in Jülich, Almeria und Stuttgart. In Jülich steht der einzige Solarturm in Deutschland; ein Pilotkraftwerk, an dem Forscher neue Komponenten entwickeln und testen, die Solarkraftwerke effizienter und kostengünstiger machen, sowie an Herstellungsverfahren von solaren Treibstoffen arbeiten. Hier arbeitet das DLR zukünftig eng mit dem Solar-Institut Jülich der Fachhochschule Aachen zusammen. Diese Kraftwerke zeigen Möglichkeiten auf, mit denen Länder in sonnenreichen Regionen ihren wachsenden Strombedarf klimafreundlich decken können.

Innovationen für effizientere Kraftwerke

"Wir freuen uns über die Auszeichnung als 'Ort des Fortschritts' für unsere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der konzentrierenden solarthermischen Kraftwerke", sagte Prof. Ulrich Wagner, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr. Das DLR entwickelt schon seit 30 Jahren Technologien und Verfahren, die in Solarkraftwerken zum Einsatz kommen. "Mit dem in diesem Jahr gegründeten eigenen DLR-Institut für Solarforschung werden diese Kompetenzen nun gebündelt und weiter ausgebaut. Ziel ist es, Innovationen für effizientere Kraftwerke schnell bis zur Marktreife zu entwickeln" ", erklärte Wagner. Die landesweite Initiative "Fortschritt NRW" wurde vom Düsseldorfer Wissenschaftsministerium initiiert. Ziel ist ein breit angelegter Diskurs mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft über die Frage, wie auf die Anforderungen von Ökologie, Ökonomie und Sozialem zukunftsfähig reagiert werden kann.

Das Land beteiligt sich in den nächsten fünf Jahren mit rund 27 Millionen Euro an dem Aufbau des neuen DLR-Instituts in Köln und Jülich. Rund 100 Mitarbeiter arbeiten am Institut für Solarforschung an Verfahren und Technologien, die mit konzentriertem Sonnenlicht Strom, Brennstoffe und für Industrieprozesse nutzbare Wärme erzeugen. Am 60 Meter hohen Solarturm in Jülich bündeln über 2000 Spiegel die Strahlen der Sonne auf einen Punkt. Mit der Hitze, die an der Spitze des Turms entsteht, wird Dampf erzeugt, der eine Turbine antreibt, die wiederum einen strom-erzeugenden Generator antreibt.

Zuletzt geändert am:
18.07.2011 08:42:21 Uhr

Kontakte

 

Dorothee Bürkle
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Redaktion Energie, Verkehr

Tel.: +49 2203 601-3492

Fax: +49 2203 601-3249
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Robert Pitz-Paal
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Solarforschung

Tel.: +49 2203 601-2744

Fax: +49 2203 601-4141
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Hoffschmidt
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Solarforschung

Tel.: +49 2203 601-3200

Fax: +49 2203 601-4141