DLR-Forscher am Institut für Technische Thermodynamik testen Keramik-Materialien (hier im Bild), Flüssigsalze, Beton und Natursteine als Wärmespeicher.
Quelle: DLR.
Durch die Einbindung thermischer Energiespeicher können solarthermische Kraftwerke elektrische Energie bedarfsgerecht bereitstellen, auch nachts und in Zeiten geringer Sonneneinstrahlung. Mit der 10-Kilowatt-Versuchsanlage untersuchen DLR-Forscher unterschiedliche Wärmespeicher im Temperaturbereich von bis zu 400 Grad Celsius. Die Speicherbehälter werden mit unterschiedlichen Speichermedien auf Salzbasis zur Entwicklung von Latentwärmespeichern und Flüssigsalzspeichern betrieben.
Quelle: DLR (CC-BY 3.0).
Hochtemperaturspeicher können den Einsatz von Erneuerbaren Energien vorantreiben und darüber hinaus auch für mehr Flexibilität und höhere Wirkungsgrade in Industrieprozessen und konventionellen Kraftwerksanwendungen sorgen. Kern der Versuchsanlage "HOTREG" beim Institut für Technische Thermodynamik ist ein fünf Meter hoher Speicherbehälter. Mit dem variablen Teststand zur Untersuchung von Wärmespeichern können die Wissenschaftler unterschiedliche Speicherkonzepte, Betriebsweisen und Materialien erproben.
Variabler Speicherteststand mit austauschbarem Innenhälter
Der Hochtemperatur-Latentwärmespeicher ist ein mit Salz gefüllter Phasenwechselspeicher. Bei 305 Grad Celsius nimmt das Salz Energie dadurch auf, dass es von einem festen in einen flüssigen Zustand übergeht. Latente Wärme ist "verborgene" Energie, die Wasser zum Beispiel bei der Verdampfung aufnimmt, ohne dass sich dabei die Temperatur verändert.