Gibt es Leben unter dem Eispanzer des Saturnmonds Enceladus? Aus aktiven, eisspeienden Spalten auf seiner Oberfläche – den sogenannten Kryovulkanen – schießen riesige Wassereis-Fontänen ins All, in denen organische Verbindungen existieren und damit eine Chance auf Leben. Sollten Europas Pläne für eine Enceladus-Mission Wirklichkeit werden, wollen deutsche Forscher die dortigen Wasservorkommen genauer auf Lebensspuren untersuchen. Mit einer Einschmelzsonde, dem IceMole, wollen sie in dem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt geförderten Verbundvorhaben "EnEx" (Enceladus Explorer) in einem ersten Schritt einen subglazialen See in der Antarktis anbohren und dort kontaminationsfrei Proben entnehmen. EnEx wird von einem Hochschulkonsortium unter Leitung der FH Aachen durchgeführt, die mit dem selbstentwickelten IceMole bereits über einen ideal geeigneten Instrumententräger verfügt.