Die Raumsonde Dawn am Asteroiden Vesta

Das in jüngster Zeit spannendste Ereignis der internationalen Planetenforschung war die Mission der NASA-Raumsonde Dawn zum Asteroiden Vesta. Der Orbiter erkundete 2011 und 2012 den drittgrößten und zweitschwersten Körper zwischen Mars und Jupiter. Das in Deutschland entwickelte Kamerasystem fotografierte den 500 Kilometer großen Planetoiden aus drei unterschiedlich hohen Umlaufbahnen. Die Wissenschaftler kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Vesta, so zeigte sich, ist ein "Beinahe-Planet" im Asteroidengürtel. Am DLR wurden Bilddaten ausgewertet, außerdem die Topographie und die exakte Form des Körpers berechnet. Ende August 2012 nahm Dawn Abschied von Vesta - die Reise geht nun zum Zwergplaneten Ceres, der 2015 erreicht wird. Die Besucher können sich auf ILA 2012 über die Mission informieren und einen 3D-Film aus den neuen Daten über Vesta sehen.

Zuletzt geändert am: 10.09.2012 16:16:37 Uhr

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Das Rheasilvia-Einschlagsbecken am Südpol von Vesta

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Das Rheasilvia-Einschlagsbecken am Südpol von Vesta: Die perspektivische, in Falschfarben dargestellte Topographie des Südpols von Vesta zeigt in blauen Farbtönen Teile des 500 Kilometer großen Rheasilvia-Einschlagsbeckens sowie im Zentrum der Struktur ein über 20 Kilometer hohes Bergmassiv in grünen, gelben und roten Tönen. Das globale topographische Oberflächenmodell von Vesta wurde von DLR-Wissenschaftlern aus tausenden Einzelbildern durch Stereo-Photogrammetrie abgeleitet.