Der autonome Mondrover Asimov

Der autonome Mondrover Asimov
Autoplay
Info an
Info aus
Informationen
Schließen
Vollbild
Normal
zurück
vor
{{index}}/{{count}}
Tipp:
<Escape>, um fullscreen zu beenden.
  • Der Mondrover Asimov wird getestet

    Der Mondrover Asimov wird getestet

    Im lockeren Schüttmaterial kommt Asimov erstaunlich gut zurecht. Damit sollten auch kleinere Kraterabhänge auf dem Mond kein Problem darstellen.

Im Jahr 2008 schloss sich eine Gruppe deutscher Forscher unter dem Namen "Part-Time Scientists (PTS)" zusammen, um einen eigenen Mondrover zu bauen, der im Rahmen des Wettbewerbs "Google Lunar X Prize" bis Ende 2015 auf dem Mond gelandet sein soll. Dieser Wettbewerb trägt der Entwicklung Rechnung, dass auch private Unternehmen und Gruppen eigene Raumfahrt-Missionen auf die Beine stellen. Aktuellstes Beispiel hierfür ist der erfolgreiche Flug der Dragon-Raumkapsel der Firma SpaceX zur Internationalen Raumstation (ISS) im Mai diesen Jahres.

In Kooperation mit dem DLR wurde der "Asimov Jr. R3" entwickelt, der 60 Zentimeter lang, 40 Zentimeter breit, 50 Zentimeter hoch ist und etwa 29 Kilogramm wiegt. Vom DLR stammt auch die Antriebstechnologie, die bereits von 2005 bis 2010 im Projekt ROKVISS ihre Weltraumtauglichkeit in einem Roboterarm auf der Außenhülle der ISS bewiesen hat.

Gezeigt wird auf der ILA 2012 die autonome Navigation auf Basis der Umgebungswahrnehmung mittels Semi-Global Matching (SGM). Hierbei gibt der Mensch lediglich Zielpunkte im Kamerabild vor, woraufhin sich der Rover selbständig einen sicheren Weg zu diesen Zielpunkten sucht, ohne die Umgebung vorab zu kennen. Diese am DLR entwickelte Technologie ist nötig, da eine direkte Fernsteuerung von Weltraumrobotern aufgrund langer Signallaufzeiten sehr umständlich und langsam ist und damit eine sehr hohe Gefahr besteht, mit dem Rover in unwegsamem Gelände stecken zu bleiben. Im Vergleich zu den NASA-Marsrovern "Spirit", "Opportunity" und "Curiosity" setzt das DLR hierbei auf die Implementierung moderner Verfahren direkt in der Logik eines Chip (FPGA), womit selbst unter den harten Strahlungsbedingungen, die im Weltraum herrschen, deutlich mehr Rechenleistung und damit viel schnellere Reaktionen für ein sichereres Fahren möglich sind. Für die irdische Anwendung der autonomen Navigation arbeitet das DLR an kooperierenden Roboterteams, die beispielsweise in Katastrophengebieten Rettungskräfte mit einem aktuellen Überblick und anderen Informationen versorgen sollen.

Zuletzt geändert am:
24.09.2012 09:47:25 Uhr

Fenster schließen [X]

Ihre Meinung ist uns wichtig!

DLR-Webportal Nutzerbefragung

Bitte schenken Sie uns maximal 12 Minuten Ihrer Zeit, um das DLR-Webportal noch besser zu machen! Dazu möchten wir Sie bitten, den Online-Fragebogen vollständig auszufüllen.

Als Dankeschön verlosen wir jeweils 15 Poloshirts zur ISS-Mission BLUE DOT und 15 BLUE DOT Caps.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Das DLR-Webportal Team

Teilnehmer unter 18 Jahren benötigen das Einverständnis der Erziehungsberechtigten!

Hier geht's zur Umfrage