Die alte Messe, in die Raumfahrtpionier Eugen Sänger und seine Mitarbeiter zur Mittagspause gingen, sieht fast noch so wie vor 80 Jahren aus. Von seinem 100-Tonnen-Triebwerksprüfstand gibt es hingegen nur noch Ruinen. Der Prüfstand D hingegen, an dem gegen Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre die "Europa"-Rakete getestet wurde, ragt noch zwischen Bäumen in den Himmel.
Der Standort Trauen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll in Zukunft durch neue Testanlagen wieder verstärkte Bedeutung für die Luft- und Raumfahrtforschung erlangen. Hierzu wird der Bewilligungsbescheid am 15. Oktober 2012 durch den niedersächsischen Wirtschaftsminister Jörg Bode an den DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Johann-Dietrich Wörner überreicht. Das Land Niedersachsen investiert rund 2,7 Millionen Euro. Das DLR gibt über 6,5 Millionen Euro für die Infrastruktur hinzu und Industriepartner Astrium fördert den Standort mit einer Million Euro. Die Mittel werden für eine umfassende Erneuerung und Erweiterung der Infrastruktur des Standorts verwendet und sollen unter anderem für Wissenschaftler des DLR sowie für industrielle Partner gute Voraussetzungen für die Forschung schaffen.