Das Terahertz-Universum

Freitag, 8. März 2013

Mit "Terahertz Techniques" liegt nun ein Lehrbuch zu allen Aspekten der Terahertz-Technologie vor. Professor Dr. Heinz-Wilhelm Hübers ist Leiter der Abteilung Experimentelle Planetenphysik im Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und Professor an der Technischen Universität Berlin. Er ist neben Dr. Erik Bründermann von der Ruhr-Universität Bochum und Prof. Maurice Fitzgerald Kimmitt von der University of Essex einer der drei Autoren des im Springer-Verlag erschienenen Buches. Das Lehrbuch ist ein kohärenter und didaktisch klar strukturierter Text, der Studierenden und Forschern, die in dieses interessante und sich rasant entwickelnde  Forschungsgebiet einsteigen möchten, sowohl die Grundlagen vermittelt als auch einen umfassenden Überblick über den Stand der Wissenschaft gibt.

Entstehung und Entwicklung von Sternen

Die Forschung im Terahertz-Bereich des elektromagnetischen Spektrums und die Entwicklung von innovativen Technologien zu dessen Erschließung sind in den letzten fünfzehn Jahren rasant vorangeschritten. Die Autoren von "Terahertz Techniques" haben hierzu entscheidende Beiträge geleistet, so war Prof. Kimmitt an der Entwicklung des weltweit ersten Terahertz Lasers maßgeblich beteiligt. "Auch wenn sich auf dem Gebiet Terahertz-Forschung in den letzten Jahren viel getan hat, fehlte es bislang immer noch an einem Lehrbuch, das dieses hochaktuelle Forschungsgebiet umfassend abdeckt", begründet Professor Hübers sein Engagement zu diesem Buch. "Der Einsatz von Terahertz-Technologien ist besonders für die Astronomie und die Planetenforschung von großem Interesse, da Beobachtungen in diesem Spektralbereich wesentlich zu unserem Verständnis über Entstehung und Entwicklung von Sternen, Planeten und kleineren Himmelskörpern wie Kometen oder Asteroiden beitragen können", erklärt Professor Hübers weiter. "Allerdings ist dies nur ein Teilbereich der Terahertz Forschung", ergänzt er, "weitere Forschungsfelder sind die Spektroskopie und Bildgebung, zum Beispiel für Sicherheitsanwendungen, in der Qualitätssicherung und der industriellen Prozesskontrolle. Neue Anwendungspotenziale finden sich auch in der Chemie, Biologie und Medizin."

Umfassendes Lehrbuch

Das Lehrbuch "Terahertz Techniques“ bietet auf fast 400 Seiten, eingeleitet durch ein Kapitel zur Foschungsgeschichte, ausführliche Informationen zu Grundlagen, Materialien, Strahlungsquellen, Detektoren, sowie zur Spektroskopie und Bildgebung im Terahertz-Bereich. Mittels Referenzen zu relevanten weiterführenden Artikeln wird der Bezug zur aktuellen Forschung hergestellt. Die klare Struktur des Inhalts führt die Leserinnen und Leser durch die verschiedenen Aspekte der Terahertz Technik. Die Inhalte werden durch zahlreiche Grafiken und Bilder anschaulich ergänzt. Das Stichwortverzeichnis macht schnelles Nachschlagen möglich und das umfangreiche Literaturverzeichnis mit mehr als 700 Referenzen ermöglicht ein vertieftes Studium. Damit eignet sich das Buch sowohl als allgemeine Einführung in das Thema für Studierende als auch als unverzichtbares Nachschlagewerk für alle, die in diesem spannenden Forschungsgebiet tätig sind oder tätig werden möchten.

Zuletzt geändert am: 08.03.2013 12:03:04 Uhr

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Kontakte

Melanie-Konstanze Wiese
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Kommunikation, Berlin und Neustrelitz

Tel.: +49 30 67055-639

Fax: +49 30 67055-8639
Prof.Dr. Heinz-Wilhelm Hübers
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Planetenforschung, Experimentelle Planetenphysik

Tel.: +49 30 67055-596

Fax: +49 30 67055-507

Sternentstehung aufgenommen im optischen und im Terahertz-Bereich

Sternentstehung aufgenommen im optischen und im Terahertz%2dBereich

In der galaktischen HII-Region RCW 120 enstehen neue Sterne in Klumpen aus Gas. Da diese Gasansammlungen noch sehr kalt sind, können sie nur im Terahertz-Bereich beobachtet werden.

Ansicht des Buchumschlags

Ansicht des Buchumschlags

Das Buch "Terrahertz Techniques" ist in der Springer Reihe "Optical Sciences" erschienen.

GREAT-Infrarotspektrum von M17

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Das GREAT-Instrument hat am 6. April 2011 die ersten Terahertz-Photonen aus der Sternentstehungsregion M17SW aufgenommen. Ausgewählte Spektren von ionisiertem Kohlenstoff ([CII], weiße Linie) und warmem Kohlendioxid (CO, grüne Linie) werden als Überlagerung auf ein Falschfarbenbild im Nahinfrarotbereich, gemessen mit dem Weltraumteleskop Spitzer (NASA/JPL-Caltech/M. Povich, Univ. Wisconsin), gezeigt. Die hohe spektrale Auflösung von GREAT ist erforderlich, um die Geschwindigkeitsstruktur entlang der Wolke anhand der Linienprofile zu untersuchen. Der vermessene Bereich ist in Rot markiert und die über die Geschwindigkeit integrierte Verteilung von [CII] and CO wird in den unteren beiden Einblendungen gezeigt. Mit den GREAT-Daten wird die Übergangsregion erforscht, in der die Molekülwolke der ionisierenden Strahlung durch massereiche Sterne ausgesetzt ist.

Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie SOFIA

Das Stratosphären%2dObservatorium für Infrarot%2dAstronomie SOFIA

Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie SOFIA während eines Testflugs mit geöffneter Teleskoptür am 13. Juli 2010. In der Öffnung im Rumpf der Boeing 747SP ist das in Deutschland gebaute 2,5 Meter-Teleskop sichtbar.

Das deutsche Instrument GREAT in SOFIA

Das deutsche Instrument GREAT in SOFIA

Der GREAT-Empfänger (metallisch silbern) montiert am Teleskop (in blau) des Flugzeug-Observatoriums SOFIA

Links

  • Experimentelle Planetenphysik
    (http://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-178/327_read-513/)
  • DLR-Institut für Planetenforschung
    (http://www.dlr.de/pf/)