Tag der Luft- und Raumfahrt 2013

Institut für Werkstoff-Forschung: Von Werkstoffen und Weltrekordversuchen

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    DLR-Institut für Werkstoff-Forschung

    Was Werkstoffe alles leisten können, zeigen die Forscherinnen und Forscher im DLR-Institut für Werkstoff-Forschung am Tag der Luft- und Raumfahrt 2013.

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Ein Kleber im Test: Mit einem Weltrekordversuch am Tag der Luft- und Raumfahrt 2013 will das DLR-Institut für Werkstoff-Forschung unter Beweis stellen, was ein Kleber alles aushalten kann. 13 Tonnen wiegt der Lastkraftwagen, der an einem Kran in die Höhe gezogen wird und etwa eine Stunde über dem Boden schweben soll. Gehalten wird er dabei von zwei Ketten, die nur über eine im DLR entwickelte Klebetechnik zusammengehalten werden. Nur wenn der Klebstoff das Schwergewicht über eine Stunde in der Luft halten kann, ist der aktuelle Weltrekord von Juni 2012 gebrochen. Damals ließ ein Unternehmen einen zehn Tonnen schweren LKW am Kran baumeln.

Was Werkstoffe auch ohne Weltrekordversuch leisten können, zeigen die Forscherinnen und Forscher im Institut: Zum Beispiel wird aus einer wässrigen Lösung mit Gelkörpern durch geschickte Trocknung ein Aerogel-Feststoff hergestellt. Aerogele sind sehr leicht und haben zum Beispiel die Eigenschaft gut zu isolieren.

Wie man zwei Metalle miteinander verbinden, ohne mit einer offenen Flamme zu schweißen, ist ebenfalls Thema im Institut für Werkstoff-Forschung. Statt die Hitze einer offenen Flamme zu verwenden, setzen die Forscherinnen und Forscher dafür auf die Wärme, die durch Reibung entsteht. So werden die metallischen Werkstoffe in einen teigigen Zustand gebracht und verbinden sich miteinander. 

Auf die Probe gestellt wird am Tag der Luft- und Raumfahrt aber nicht nur ein Klebstoff: Auch metallische Werkstoffe, die beispielsweise für den Flugzeugbau genutzt werden, müssen einiges aushalten. Um zu zeigen, wie Risse bei großen, kontinuierlichen Belastungen entstehen, ziehen und zerren die Werkstoff-Forscher nicht nur an kleineren Proben, sondern auch an großen kreuzförmigen Proben, mit denen die Belastung in einem Flugzeugrumpf realitätsnah nachgestellt werden kann. Unter dem Mikroskop können die Besucher dann beobachten, wie sich feine Risse bilden.

Zuletzt geändert am:
22.09.2013 09:48:45 Uhr