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Neuer Raketenprüfstand für sichere Ariane-6-Starts

Donnerstag, 2. Juni 2016

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    Künstlerische Darstellung P5.2

    So soll er einmal aussehen - der Prüfstand P5.2. In dieser neuen Anlage am DLR-Standort Lampoldshausen soll die Oberstufe der Ariane 6 umfangreiche Tests durchlaufen. Hierzu zählen neben Versuchen zur Be- und Enttankung auch komplette Stufentests, bei denen die Oberstufe mit laufendem Triebwerk betrieben wird. Im Jahr 2018 soll mit der Inbetriebnahme begonnen werden.

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    Prof. Pascale Ehrenfreund und Prof. Johann-Dietrich Wörner unterzeichnen den Vertrag zum Prüfstand P5.2

    Am 2. Juni 2016 haben die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Pascale Ehrenfreund, und der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Prof. Johann-Dietrich Wörner, den Vertrag über Entwicklung und Bau des Prüfstandes P5.2 für das Ariane-Trägerraketenprogramm im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin unterzeichnet. In dieser Anlage können gesamte Oberstufen getestet werden - ein Alleinstellungsmerkmal in Europa.

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    Außenaufnahme des Prüfstands P4.1

    Im Teststand P4.1 am Standort Lampoldshausen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird das neue Oberstufentriebwerk Vinci im Rahmen des Ariane-6-Programms getestet. Diese Kampagne ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der künftigen europäischen Trägerrakete, deren Flexibilität mit dem wiederzündbaren Triebwerk erheblich erweitert wird. Das DLR testet Vinci in Heißlauftests unter Weltraumbedingungen mithilfe von selbst entwickelten Dampferzeugern: Das Triebwerk wurde bei diesem Test dreimal gezündet und kann während eines Versuchs im Vakuum bei unter 6 Millibar bis zu 820 Sekunden laufen. Maximal sind fünf Zündungen möglich. Die Testkampagne hat am 4. Mai 2016 begonnen und wird bis September 2016 andauern. Der Erststart einer Ariane 6 ist für das Jahr 2020 geplant.

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    Vinci-Triebwerk im Prüfstand P4.1

    Das neue Oberstufentriebwerk Vinci wird im Rahmen des Ariane-6-Programms im Teststand P4.1 am Standort Lampoldshausen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) getestet. Diese Kampagne ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der künftigen europäischen Trägerrakete, deren Flexibilität mit dem wiederzündbaren Triebwerk erheblich erweitert wird. Das DLR testet Vinci in Heißlauftests unter Weltraumbedingungen mithilfe von selbst entwickelten Dampferzeugern: Das Triebwerk wurde bei diesem Test dreimal gezündet und kann während eines Versuchs im Vakuum bei unter 6 Millibar bis zu 820 Sekunden laufen. Maximal sind fünf Zündungen möglich. Die Testkampagne hat am 4. Mai 2016 begonnen und wird bis September 2016 andauern. Der Erststart einer Ariane 6 ist für das Jahr 2020 geplant.

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    Außenaufnahme des Prüfstands P5

    Im Prüfstand P5 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Lampoldshausen werden die Vulcain-2-Triebwerke der Ariane 5 in flugbegleitenden Kampagnen (ARTA-Versuche) getestet. Von 1999 bis 2004 liefen dort die Entwicklungsversuche für das verbesserte Vulcain-2-Triebwerk. Auch die neue Unterstufe der zukünftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6 erhält ein neues Triebwerk, das Vulcain 2.1. Hierbei handelt sich um eine Weiterentwicklung des Vulcain-2-Triebwerks der Ariane 5, bei dem unter anderem eine neue Sandwichdüse zum Einsatz kommt. Für die Entwicklungs- und Qualifizierungstests des Vulcain 2.1, die ab 2017 geplant sind, wird der Prüfstand P5 des DLR gegenwärtig an die neuen Anforderungen angepasst.

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    Vulcain-2-Triebwerk im Prüfstand P5

    Die Vulcain-2-Triebwerke der Ariane 5 werden in flugbegleitenden Kampagnen (ARTA-Versuche) im Prüfstand P5 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Lampoldshausen getestet. Von 1999 bis 2004 liefen dort die Entwicklungsversuche für das verbesserte Vulcain-2-Triebwerk. Auch die neue Unterstufe der zukünftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6 erhält ein neues Triebwerk, das Vulcain 2.1. Hierbei handelt sich um eine Weiterentwicklung des Vulcain-2-Triebwerks der Ariane 5, bei dem unter anderem eine neue Sandwichdüse zum Einsatz kommt. Für die Entwicklungs- und Qualifizierungstests des Vulcain 2.1, die ab 2017 geplant sind, wird der Prüfstand P5 des DLR gegenwärtig an die neuen Anforderungen angepasst.

Die zukünftige europäische Trägerrakete Ariane 6 soll im Jahr 2020 zum ersten Mal ins All starten. Damit sie alle Nutzlasten sicher auf ihre Umlaufbahnen bringen kann, müssen auch die Triebwerke für den neuen Träger zuvor ausführlich getestet werden. Für den Test der Oberstufe der neuen Trägerrakete wird eine neue Anlage am Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen errichtet: Im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin haben am 2. Juni 2016 die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Pascale Ehrenfreund, und der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Prof. Johann-Dietrich Wörner, den Vertrag über Entwicklung und Bau des Prüfstandes P5.2 für das Ariane-Trägerraketenprogramm unterzeichnet. In dieser Anlage können gesamte Oberstufen getestet werden - ein Alleinstellungsmerkmal in Europa.

"Die Ariane 6 ist die Zukunft des europäischen Raumtransports - und das DLR ist dabei ein unverzichtbarer Partner. Vor dem Erstflug der Ariane 6 wird die Oberstufe der neuen Trägerrakete in Lampoldshausen auf Herz und Nieren geprüft. Damit übernimmt das DLR eine verantwortungsvolle, zentrale Aufgabe, die Ariane 6 so sicher wie ihren Vorgänger zu machen", erklärte Prof. Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR in Berlin. Dafür soll auf diesem neuen Prüfstand P5.2 am DLR-Standort Lampoldshausen die Oberstufe der Ariane 6 umfangreiche Tests durchlaufen. Hierzu zählen neben Versuchen zur Be- und Enttankung auch komplette Stufentests, bei denen die Oberstufe mit laufendem Triebwerk betrieben wird. Im Jahr 2018 soll mit der Inbetriebnahme begonnen werden.

Einsatz für den Raumfahrtstandort Deutschland

Dass der neue Prüfstand überhaupt in Lampoldshausen gebaut werden kann, dafür hat sich auch das DLR Raumfahrtmanagement in Bonn eingesetzt. Von hier aus wird die deutsche Beteiligung am Ariane-6-Programm gesteuert. "Deutschland beteiligt sich mit 23 Prozent an der neuen Trägerrakete und ist damit nach Frankreich der zweitstärkste Partner. Wir wollen diese starke deutsche Beteiligung effektiv gestalten und unser Knowhow gewinnbringend in den europäischen Kontext einbringen. Der Bau dieser Testanlage in Deutschland ist ein klares Signal und ein schöner Erfolg unseres Engagements", betonte Denis Regenbrecht, der im Raumfahrtmanagement für das Ariane 6 Programm zuständig ist.

Erweiterung des Testportfolios am DLR-Standort Lampoldshausen

Technisch verantwortlich für den Bau und den späteren Betrieb des Teststandes ist das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe. An den Prüfständen des Standorts Lampoldshausen testet das DLR im Auftrag der ESA und der europäischen Raumfahrtindustrie Flüssigtriebwerke verschiedenster Leistungsklassen. "Der P5.2 ist eine großartige Erweiterung unseres Testportfolios", erläutert Prof. Stefan Schlechtriem, Direktor des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe. "Neben Triebwerken und deren Komponenten können wir damit in Zukunft komplette Oberstufen testen. Diese Fähigkeit ist europaweit einzigartig."

  • Ariane 6 - Europas Zukunft des Raumtransports

    Das Ariane-6-Entwicklungsprogramm wurde auf der ESA-Ministerratskonferenz im Dezember 2014 beschlossen und von zwölf Teilnehmerstaaten gezeichnet. Bis zum Erststart im Jahr 2020 wird ein europäisches Trägersystem entwickelt, das weltweit wettbewerbsfähig ist und den europäischen Zugang zum All für die ESA-Mitgliedsstaaten sichern kann. Im Vergleich zu Ariane 5 werden hierbei die absoluten und spezifischen Startkosten um fast 50 Prozent gesenkt werden. Hauptauftragnehmer der Ariane-6-Entwicklung ist das französisch-deutsche Unternehmen Airbus-Safran-Launchers (ASL). Eine weitere wesentliche deutsche Rolle wird das Augsburger Unternehmen MT-Aerospace spielen.

Zuletzt geändert am:
03.06.2016 11:55:30 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Leitung Cross Media Relation, Pressesprecher

Tel.: +49 2203 601-2474

Fax: +49 2203 601-3249
Martin Fleischmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement, Kommunikation

Tel.: +49 228 447-120

Fax: +49 228 447-386
Anja Kaboth
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Lampoldshausen

Tel.: +49 6298 28-201

Fax: +49 6298 28-112
Denis Regenbrecht
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement, Trägersysteme

Tel.: +49 228 447-565

Fax: +49 228 447-706
Prof. Dr. Stefan Schlechtriem
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Direktor Institut für Raumfahrtantriebe

Tel.: +49 6298 28-203