ILA Berlin Air Show 2014

Luft- und Raumfahrt von Morgen – Der DLR-Stand auf der ILA 2014

Der DLR-Stand auf der ILA 2014
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  • Teil des DLR%2dStands auf der ILA Berlin Air Show 2014

    Teil des DLR-Stands auf der ILA Berlin Air Show 2014

    Auf der ILA 2014 Berlin Air Show zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit mehr als 60 Exponaten am DLR-Stand (Halle 4), im Space Pavilion, im CareerCenter und am Stand des BMWi seine Forschungsergebnisse für die Luft- und Raumfahrt.

  • Flugzeug der Zukunft: Blended Wing Body

    Flugzeug der Zukunft: Blended Wing Body

    Für die Zukunft hat das DLR-Institut für Lufttransportsysteme im Rahmen von Airport 2030 untersucht, wie sich ein gegenüber konventionellen Flugzeugen deutlich anders geformter Blended Wing Body (BWB) in die Abläufe am Flughafen einfügt. Durch die höhere Lage der Tragflächen bringt die Abfertigung eines BWB-Flugzeugs einige Änderungen beim Betanken, Enteisen, den Triebwerkschecks und der Gepäckabfertigung mit sich. Allerdings kann die jetzige Infrastruktur weitgehend genutzt werden.

  • Eu:CROPIS %2d Gewächshäuser im Satelliten

    Eu:CROPIS - Gewächshäuser im Satelliten

    Der Satellit Eu:CROPIS soll 2016 zwei kleine "Gewächshäuser" in einem Druckbehälter in die Schwerelosigkeit bringen.

  • Spaceliner

    SpaceLiner im Flug

    Der SpaceLiner des DLR soll wie ein Space Shuttle vor dem Start aufrecht stehen und mit Raketentriebwerken auf seine Reise starten. Die wiederverwendbare Booster-Stufe trennt sich nach dem ersten Schub vom Orbiter, in dessen Passagierkapsel 50 Mitflieger Platz finden. Nach acht Minuten würde dann der Gleitflug mit 20facher Schallgeschwindigkeit beginnen.

  • DEX%2dHand: weltraumqualifizierbare Mehrfingerhand

    DEX-Hand: weltraumqualifizierbare Mehrfingerhand

    Die DEX-Hand ist eine raumfahrqualifizierbare 4-Fingerhand, die zukünftig Astronauten bei ihren Arbeiten im freien Weltraum unterstützen soll.

  • Die Tandem%2dL%2dSatelliten mit großen entfaltbaren Reflektorantennen im Formationsflug

    Die Tandem-L-Satelliten mit großen entfaltbaren Reflektorantennen im Formationsflug

    Tandem-L ist ein Vorschlag für eine hochinnovative Satellitenmission zur globalen Beobachtung von dynamischen Prozessen auf der Erdoberfläche in einer bisher nicht erreichten Qualität und Auflösung.

  • Rotorblätter werden intelligent

    Rotorblätter werden intelligent

    Durch Klappen im Rotorblatt, die den Wind umlenken und bewegliche Hinterkanten und Vorflügel sollen sich Rotorblätter in Zukunft besser und schneller an die lokalen Windströmungen anpassen können. Zudem entwickeln die Forscher ein aerodynamisch optimiertes und leichteres Design von Windkraftanlagen, das zugleich eine längere Lebensdauer aufweist.

  • Gläserne Brennkammer

    Gläserne Brennkammer

    Eine gläserne Brennkammer bietet Einblick in die Verbrennung einer Gasturbine.

Vom 20. bis 25. Mai präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der ILA Berlin Air Show 2014 ein breites Themenspektrum aus seinen Forschungsbereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit. Der Stand befindet sich in der "Space & Aeronautic World" in Halle 4.

Exponate aus dem Bereich Luftfahrt

  • LamAiR: positiver Effekt durch negative Pfeilung
    Bis 2020 sollen Flugzeuge um 50 Prozent sparsamer werden. Im Projekt LamAiR hat das DLR eine Passagierflugzeugkonfiguration mit vorwärts gepfeiltem Flügel entwickelt, mit der die Ingenieure diesem Ziel näher kommen wollen.

  • Schwingungsüberwachung bei Luftfahrzeugen
    Bei neuen und modifizierten Flugzeugen muss deren Schwingungsstabilität untersucht werden. Für eine effizientere und sicherere Flugerprobung hat das DLR ein Echtzeit-System zur Schwingungsüberwachung entwickelt. Ein Demonstrator zeigt den Stand dieser Technik.

  • Aktive Verkleidung: Geräuschreduktion und Musik aus der Flugzeugkabinenwand
    Zukünftig wird die Innenverkleidung der Flugzeugkabine als multifunktionale Struktur agieren. Das DLR hat eine aktive Flugzeugseitenwand (Lining) entwickelt, über die nicht nur Crewansagen und Musik abgespielt werden können, sondern sich auch ein System zur Lärmreduktion betreiben lässt.

  • Laminare Flügeloberschale aus CFK
    Potential zur weiteren Treibstoffeinsparung im Luftverkehr gibt es bei den Tragflächen, wo besonders glatte und störungsfreie Oberflächen eine turbulenzfreie (laminare) Umströmung ermöglichen können. Das DLR hat dafür gemeinsam mit Industriepartnern eine faserverbundgerechte Flügelschalenbauweise entwickelt.

  • Tragschraubersimulator des nationalen Zentrums für Flugsimulation (AVES)
    Der Trainingssimulator des Tragschraubers MTOsport von AutoGyro wurde vom DLR entwickelt und im Ausbildungsbetrieb erprobt. Mit ihm soll die Ausbildungsqualität verbessert werden. Er ist Teil des nationalen Zentrums für Flugsimulation AVES (Air VEhicle Simulator) des DLR in Braunschweig.

  • Flexible Anflüge mit dem Landesystem GBAS
    Mit dem satellitengestützten Ground Based Augmentation System (GBAS) werden steile Anflugrouten möglich, die zu einer wesentlichen Reduzierung des Fluglärms beitragen können. Messebesucher haben die Möglichkeit, an einem Demonstrator per Joystick steile Landeanflüge zu testen.

  • Lufttransport der Zukunft: Blended Wing Body
    Für den zukünftigen Lufttransport hat das DLR untersucht, wie sich ein gegenüber konventionellen Flugzeugen deutlich anders geformter Blended Wing Body (BWB) in die Abläufe am Flughafen einfügen würde. Eine Animation zeigt neben einem Modell die Potentiale des BWB für den Passagier- und Frachtverkehr.

  • Sound Machine
    Mit der Sound Machine hat das DLR Untersuchungen mit Probanden (Anwohner von Flughäfen) durchgeführt, mit deren Ergebnissen die Geräuschqualität von Flugzeugen verbessert werden kann. Über Kopfhörer können Messebesucher selbst verschiedene Anteile des Fluglärms über ein Touchpad anhören und variieren.

  • Fertigung mit Metall-Laserschmelz-Technologie: 3D-Turbinenschaufeln
    Titanaluminide weisen bei geringer Dichte sehr gute Festigkeits- und Steifigkeitseigenschaften auf und können im Turbinenbau Nickellegierungen mit wesentlich höherer Dichte ersetzen. Das DLR hat mit Hilfe des Laserschmelzverfahrens eine Fertigungsmethode für 3D-Turbinenschaufeln aus Titanaluminidlegierungen entwickelt, die im Verdichter eines Triebwerks zum Einsatz kommen können.

  • Defekt-Lokalisation bei Luftfahrt-Strukturbauteilen: "Gefühlvoller" Leichtbauroboter mit Faserwinkelerkennung
    Strukturbauteile aus Faserverbundkunststoff (FVK) werden heute größtenteils über manuelle Herstellungsschritte gefertigt. Das DLR arbeitet an einer Teilautomatisierung des Herstellungsprozesses und hat in Zusammenarbeit mit der KUKA-Roboter GmbH und der Firma Profactor GmbH einen Kleinroboter-Demonstrator mit Faserwinkelsensor entwickelt.

  • Neue Methoden für 3D-Geländemodelle aus der Luft: Modular Airborne Camera Systems
    Für den Katastrophenschutz sind detaillierte, schnell verfügbare Geländemodelle sehr wichtig. 3D-Kameras auf Flugzeugen leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Das DLR hat hierfür die Kamerafamilie MACS (Modular Airborne Camera Systems) entwickelt. Am DLR-Stand werden zwei Versionen des Kamerasystems gezeigt: Die MACS-Himalaya, ausgelegt für extrem schwieriges Gelände und große Höhen, und die MACS-Jet, entwickelt für bis zu 750 Stundenkilometer schnelle Flugzeuge.

  • Hochtemperatur-Schutzschichten für beständige Turbinenschaufeln im Demonstrator
    Durch Wärmedämmschichten auf thermomechanisch höchstbelasteten Treibwerksschaufeln werden Flugzeugtriebwerke effizienter, verbrauchen weniger Treibstoff und produzieren weniger schädliche Abgase. Der ausgestellte Demonstrator zeigt bei paralleler Erhitzung die unterschiedliche Wärmedämmung einer weißen keramischen und einer metallisch glänzenden Probe.

Exponate aus dem Bereich Raumfahrt

  • Eu:CROPIS – Gewächshäuser im Satelliten
    Der Satellit Eu:CROPIS wird 2016 zwei kleine "Gewächshäuser" in einem Druckbehälter in die Schwerelosigkeit bringen. Um Umgebungen wie Mars oder Mond zu simulieren, rotiert der Satellit mit unterschiedlicher Geschwindigkeit um seine Längsachse und wird so im Laufe seiner zwölfmonatigen Missionsdauer unterschiedliche Grade von Schwerkraft erzeugen.

  • GALANT: Testanlage für einen ungestörten Signalempfang
    Um neue Berechnungsprozeduren für die Strahlformung und die Signalverarbeitung zu testen und zu demonstrieren, wurde der GALANT-Empfänger sowie ein entsprechendes Antennen-Array entwickelt. Dieser Demonstrator empfängt sowohl GPS- als auch Galileo-Signale.

  • Docking-Training
    Messe-Besucher können hier mit zwei Joysticks das Andockmanöver an der Internationalen Raumstation ISS selbst durchführen.

  • EML: Schwerelose Metallschmelzen auf der ISS
    Im elektromagnetischen Levitator (EML) werden Proben frei schwebend positioniert und aufgeschmolzen - ohne Kontakt zu einer Tiegelwand, die das Material verunreinigen könnte. So wollen die Wissenschaftler Gießprozesse in der Industrie optimieren und Eigenschaften von Materialien verbessern helfen.

  • Black Engine
    Das DLR entwickelt unter dem Namen "Black Engine" Raketenschubkammern aus hochtemperaturfesten faserverstärkten Keramiken (CMC) und leichtem kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK).

  • Dampferzeuger
    Ein zukünftiger Prüfstand am DLR-Standort Lampoldshausen soll für Tests der Oberstufentriebwerke der Ariane 5ME genutzt werden. Um die Bedingungen am Rand der Atmosphäre möglichst realitätsgetreu simulieren zu können, erzeugt ein Dampferzeuger blitzartig einen Unterdruck. Ab 2016 können erste Tests erfolgen, damit die neue Trägerrakete Ariane 5 ME im Jahr 2017 mit dem neuen Oberstufentriebwerk fliegen kann.

  • DEX-Hand
    Die robotische DEX-Hand vereint zwei Anforderungen, die in der Raumfahrttechnologie wichtig sind: Sie ist in Leichtbauweise sehr kompakt und besteht zugleich die harschen Weltraumbedingungen wie extremen Temperaturen, Vakuum, radioaktive Strahlung oder auch Schockbelastung.

  • SpaceLiner
    Der SpaceLiner des DLR soll wie das Space Shuttle senkrecht starten und anschließend mit Raketentriebwerken für seinen Flug bis in die äußeren Schichten der Erdatmosphäre beschleunigen. Der Orbiter mit 50 Passagieren an Bord würde seinen Gleitflug mit zunächst mehr als zwanzigfacher Schallgeschwindigkeit beginnen.

  • Tandem-L
    Zwei Mal pro Woche die gesamte Landmasse der Erde in hoher Auflösung aufnehmen - das könnten die Radarsatelliten einer zukünftigen Tandem-L-Mission.  Tandem-L böte damit die Möglichkeit, die dynamischen Prozesse der Erde nahezu in Echtzeit und dreidimensional zu erfassen.

  • DVCS
    Die Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen (GfR) des DLR hat ein eigenes Voice-over-IP-System entwickelt, das sich besonders für Satellitenkontrollzentren und ähnliche Einrichtungen eignet. Es ist besonders robust und hat ein intuitives Bedienkonzept. Eingesetzt wird es z.B. in den Galileo-Kontrollzentren und im deutschen Raumfahrtkontrollzentrum GSOC.

  • "ADS-B over satellite": Flugzug-Ortung aus dem All
    Aus 820 Kilometern Höhe - an Bord des Trägersatelliten PROBA-V - orten ein Empfänger und eine spezielle Antenne des DLR die ADS-B-Signale (Automatic Dependance Surveillance - Broadcast) von Flugzeugen. Die Wissenschaftler wollen so erstmals testen, ob eine lückenlose Beobachtung von Flugrouten möglich ist.

Exponate aus dem Bereich Technologiemarketing

  • DLR-Kunstvogel: realitätsnahe Simulation von Flugzeug/Tier-Unfällen
    Das DLR arbeitet an einem verbesserten Kunstvogel, der eine ähnliche Schadenswirkung wie ein echter Vogel hat. Dazu untersuchen die Wissenschaftler jeden einzelnen Schritt: von der Herstellung des Kunstvogels bis zur richtigen Beschusstechnik. Ziel ist es, ein Testverfahren für die Zulassung von Luftfahrtstrukturen zu entwickeln.

  • Von der Raumfahrt in die Luftfahrt - der Hochleistungswerkstoff Faserkeramik bremst Flugzeug-Propeller
    Bei Wartungsarbeiten am Triebwerk eines Propellerflugzeugs müssen die Propeller stillstehen, auch nach der Landung sollen sie schnell abbremsen. Der Luftfahrtzulieferer UMBRA Cuscinetti S.p.A. hat dafür ein Bremssystem entwickelt. Die entsprechende Hochleistungsfaserkeramik steuerte das DLR bei.

  • Active Listening Assistant for Controllers (AcListant®)
    Im Projekt AcListant® hat das DLR zusammen mit der Universität des Saarlandes ein Lotsen-Assistenzsystem um einen Spracherkenner erweitert. Das Assistenzsystem weiß dadurch nicht nur, wann der Lotse abweicht, sondern sogar, was er alternativ beabsichtigt. Messebesucher können den Spracherkenner ausprobieren.

  • Bodengestütztes Navigationssystem im Luftverkehr
    Um bei der Nichtverfügbarkeit eines Satellitennavigationsystems weiterhin einen sicheren Flugbetrieb zu garantieren, muss ein bodengestütztes Notfallsystem existieren. Hierfür hat das DLR ein neuartiges Konzept entwickelt, bei dem die Flugzeuge mit Hilfe der Signale des zukünftigen Luftfahrkommunikationssystems LDACS1 navigieren.

  • Kurzfristvorhersage von Gewittern
    Gewitter zuverlässig vorhersagen zu können, ist für die Luftfahrt von großer Bedeutung. Das DLR hat ein Verfahren entwickelt, das in Echtzeit alle fünf Minuten aus Satelliten- und Radardaten Gewitter detektieren und bis zu einer Stunde im Voraus vorhersagen kann.

Exponate aus dem Bereich Energie

  • Intelligente Rotorblätter und neue Bauweisen
    Das Exponat stellt den Ausschnitt eines Windrad-Rotorblatts im Maßstab 1:2 dar. Durch Versteifungselemente (T-Stringer) wird ein Rotorblatt bei gleicher Stabilität leichter. Klappen an den Hinterkanten machen das Rotorblatt zum "Smart Blade", das sich an die Windströmung anpassen kann. 

  • Blick in die Gläserne Brennkammer
    Was geschieht in der Brennkammer einer großen Gasturbine oder eines Flugzeugtriebwerks? Das Exponat erlaubt einen Blick ins Innere und zeigt, wie DLR-Forscher mit Hilfe von optischer Messtechnik und Computersimulationen die Verbrennung effizienter und schadstoffärmer machen können.

  • Kerosin aus Sonnenenergie - SOLAR-JET
    Im Projekt SOLAR-JET demonstrieren ETH Zürich, Bauhaus Luftfahrt, Shell Global Solutions, ARTTIC und das DLR ein Verfahren, das weltweit zum ersten Mal Flugzeugkraftstoff direkt aus Sonnenlicht, Wasser und Kohlenstoff herstellt. Gezeigt wird der von der ETH-Zürich entwickelte Solarreaktor.

 

Zuletzt geändert am:
21.05.2014 10:42:20 Uhr