Up North - eine Rakete, Gespräche und zwei Flugzeuge

Montag, 25. Januar 2016

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  • Prof. Pascale Ehrenfreund im Gespräch mit DLR%2dWissenschaftler Hans Schlager
    Prof. Pascale Ehrenfreund im Gespräch mit DLR-Wissenschaftler Hans Schlager

    Frau Prof. Pascale Ehrenfreund im Gespräch mit Hans Schlager, Wissenschaftler des DLR-Instituts für Physik der Atmosphäre.

  • Start der Forschungsrakete TEXUS 53
    Start der Forschungsrakete TEXUS 53

    Bei frostigen minus 30 Grad ist die DLR Forschungsrakete TEXUS 53 planmäßig am 23. Januar 2016 um 9:30 Uhr vom nordschwedischen Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna nach nur einem Countdown gestartet und erreichte eine Flughöhe von 253 Kilometern.

  • Prof. Ehrenfreund vor dem Forschungsflugzeug HALO
    Prof. Ehrenfreund vor dem Forschungsflugzeug HALO

    Prof. Ehrenfreund mit Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Piloten vor dem Forschungsflugzeug HALO, das sich momentan gemeinsam mit dem Forschungsflugzeug Falcon im Rahmen der Missionen POLSTRACC, GW-LCYCLE/ LeeWaves und SALSA mit den Forschungsflugzeugen HALO und Falcon in Kiruna befindet.

  • Start einer Radiosonde zur Messung von Schwerewellen
    Start einer Radiosonde zur Messung von Schwerewellen

    Prof. Ehrenfreund und Dr. Olle Norberg starten eine Radiosonde zur Messung von Schwerewellen in der Atmosphäre.

"Launch war fantastisch und fehlerfrei, everybody is happy!", so kommentiert Frau Prof. Pascale Ehrenfreund den erfolgreichen Start der Forschungsrakete TEXUS-53 im Auftrag des DLR Raumfahrtmanagements in Kiruna, Schweden. Während des rund sechs Minuten langen Flugs konnten die Versuche aus Biologie, Physik und Materialforschung ohne den Einfluss irdischer Schwerkraft ablaufen. Die Experimente sollen unter anderem dazu beitragen, Fragen aus der Krebsforschung zu beantworten und Solarzellen zu optimieren. An den Experimenten waren Forscherinnen und Forscher aus Magdeburg, Erlangen, Freiburg und Berlin beteiligt. Die Startvorbereitungen und die Durchführung der TEXUS-53-Kampagne lag in den Händen der Firma Airbus Defense & Space in Bremen. Weiterhin beteiligt waren die OHB-System AG in München und die Mobile Raketenbasis des DLR (MORABA) in Oberpfaffenhofen. Die zweistufige Trägerrakete VSB-30 wurde gemeinsam von den brasilianischen Raumfahrtorganisationen DCTA (Departamento de Ciência e Tecnologia Aeroespacial) und IAE (Instituto de Aeronáutica e Espaço), der MORABA sowie der schwedischen Raumfahrtorganisation SSC entwickelt.

Auf der Tagesordnung des Besuchs der DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Ehrenfreund im Norden Schwedens stand vor allem ein Treffen mit Vertretern der schwedischen Raumfahrtagentur und Gespräche über die zukünftige Zusammenarbeit.

Des Weiteren fand ein Informationstreffen zwischen Prof. Ehrenfreund und der schwedischen Delegation angeführt von Dr. Olle Norberg mit Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Piloten des DLR und des KIT Karlsruhe statt, die sich gegenwärtig  im Rahmen der Forschungsmissionen POLSTRACC, GW-LCYCLE/ LeeWaves und SALSA mit den Forschungsflugzeugen HALO und Falcon in Kiruna aufhalten. Mit den drei Missionen  soll im Zeitraum  Dezember 2015 bis März 2016 erkundet werden, wie die Zusammensetzung der Atmosphäre in der Nordpolarregion variiert. Von Kiruna aus werden mit HALO und Falcon mehrere Messflüge unternommen, um bisher noch unzureichend verstandene Aspekte der Wolkenphysik in Polarregionen und des Spurenstofftransportes zu untersuchen. Dafür wird HALO mit einem LIDAR-System (Light Detection And Ranging), einem Massenspektrometer und einem Stickoxid-Detektor ausgerüstet. Bei einzelnen Flugexperimenten (insbesondere GW-LCYCLE) werden Falcon und HALO übereinander in Formation fliegen. Während HALO seine Messinstrumente in Richtung obere Atmosphäre ausrichtet, nimmt die Falcon die unteren Atmosphärenschichten in den Blick.

Zum Abschluss ihres Besuches starteten Prof. Ehrenfreund und Dr. Olle Norberg eine Radiosonde zur Messung von Schwerewellen in der Atmosphäre

Zuletzt geändert am:
25.01.2016 14:27:00 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leitung Media Relations, Pressesprecher

Tel.: +49 2203 601-2474

Fax: +49 2203 601-3249