Sensorsysteme für die Sicherheitsforschung

Parlamentarischer Staatssekretär Uwe Karl Beckmeyer besucht den DLR-Standort Berlin

Mittwoch, 25. Januar 2017

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    Zu Besuch im DLR: Staatsekretär Uwe Beckmeyer

    Der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Beckmeyer wurde von Frau Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR, Dr.-Ing. Dennis Göge, Programmkoordinator Sicherheitsforschung des DLR und Prof. Heinz-Wilhelm Hübers, Direktor des DLR-Instituts für Optische Sensorsysteme, begrüßt. Als Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft informierte sich Beckmeyer zu den aktuellen Themen und Projekten bei seinem Besuch am DLR-Standort in Berlin-Adlershof.

Parlamentarischer Staatssekretär und Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft Uwe Karl Beckmeyer zu Besuch in Berlin-Adlershof.

Die Sicherheitsforschung zählt zu den großen Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft und stellt eines der zentralen Forschungsfelder des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) dar. Zu den aktuellen Themen und Projekten informierte sich der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Karl Beckmeyer, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, am 25. Januar 2017 bei seinem Besuch am DLR-Standort in Berlin-Adlershof.

Maritime Sicherheitsforschung im Fokus

Zur Verbesserung der maritimen Sicherheit forscht das DLR gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie gemeinsam mit behördlichen Endnutzern im Vorhaben "Forschung und Entwicklung für die Maritime Sicherheit und entsprechende Echtzeitdienste" - auch am DLR-Standort in Berlin-Adlershof. Mit den Forschungsergebnissen können Fragen der Sicherheit von Seewegen, Küsten, Häfen und Offshore-Einrichtungen erforscht werden. Dazu gehören das Vermeiden von Schiffskollisionen, die Detektion von Eisbergen oder entführten Schiffen und das Aufdecken illegaler Aktivitäten wie das Verklappen von Öl oder Sondermüll auf offener See. Dr.-Ing. Dennis Göge, Programmkoordinator Sicherheitsforschung des DLR, machte im Rahmen seiner Begrüßung noch einmal auf die vielfältigen Verknüpfungen zwischen den Arbeiten des DLR-Forschungsverbundes der Maritimen Sicherheit und den zahlreichen Partnern, insbesondere der Wirtschaft, aufmerksam. "Wir treiben unsere technologischen Entwicklungen für die maritimen Einsätze verstärkt mit Konzernen aber auch kleinen und mittleren Unternehmen voran, um sowohl der maritimen Wirtschaft als auch verschiedenen behördlichen Endnutzern Lösungen in Aussicht zu stellen, die gegenwärtig noch nicht im Einsatz sind", so Dr.-Ing. Dennis Göge. Die anschließenden Vorträge und Demonstrationen verdeutlichten dies, zeigten aber auch das Potenzial für weitere sicherheitsrelevante Anwendungen außerhalb der maritimen Domäne auf.

Hohe Auflösung von Bilddaten bis hin zur Erstellung von 3D-Modellen

Im Institut für Optische Sensorsysteme, das Teil des Forschungsverbundes zur Maritimen Sicherheit im DLR ist, werden aktive und passive optische Sensorsysteme für die Raumfahrt, für fliegende Plattformen und für robotische Systeme erforscht und entwickelt. Während des Besuchs informierte sich Staatssekretär Beckmeyer umfassend zu den aktuellen wissenschaftlichen Beiträgen zur Sicherheitsforschung des DLR-Instituts. Hierzu gehörte unter anderem das modulare Luftbildkamerasystem MACS (Modular Airborne Camera System), das Lösungen in Echtzeit für unterschiedlichste luftgetragene Systeme und Anwendungen zum Beispiel im Bereich der Maritimen Sicherheit bereitstellt. "Insbesondere durch die hohe räumliche Auflösung der Bilddaten und die Möglichkeit der Erstellung exakter 3D-Modelle kann dieses optische Bildgebungsverfahren im Bereich der zivilen und maritimen Sicherheit eingesetzt werden", erklärt Prof. Heinz-Wilhelm Hübers, Direktor des Instituts für Optische Sensorsysteme.

Darüber hinaus wurden satellitengestützte Systeme zur Erdbeobachtung vorgestellt. Beispielhaft ist die von den Wissenschaftlern des Instituts entwickelte Kameraelektronik für die südkoreanischen Satelliten KOMPSat-3(Korea Multi-Purpose Satellite) und KOMPSat-3A, mit dem hochauflösende Bilder der Erdoberfläche ermöglicht werden.

Auch die Erläuterung der deutschen Erdbeobachtungsmission FireBIRD war eines der zentralen Themen während des Besuchs des Parlamentarischen Staatssekretärs. Primäres Ziel von FireBIRD ist die Überwachung von Waldbränden, aber auch die Erkennung von Hochtemperaturereignissen und die Bereitstellung von Fernerkundungsdaten für Wissenschaft und Forschung. Das Space-Segment besteht aus den zwei Satelliten: TET-1(Launch 2012) und BIROS (Launch 2016). Hauptnutzlast beider Satelliten ist jeweils ein multispektrales Kamerasystem, das in der Lage ist, Feuer ab einem halben Quadratmeter Durchmesser zu erkennen. Beide Satelliten wurden in Zusammenarbeit mit neun DLR-Instituten und Einrichtungen sowie nationalen und internationalen Partnern aus Forschung und Industrie entwickelt und gebaut. Mit diesen Satelliten besitzt Deutschland das weltweit höchstauflösende Feuerüberwachungssystem aus dem All.

Sicherheitsforschung im DLR

In der Sicherheitsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs. Insgesamt mehr als zwanzig DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer sicherheitsrelevanten Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

 

 

Zuletzt geändert am:
08.02.2017 14:59:15 Uhr

Kontakte

 

Melanie-Konstanze Wiese
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Berlin und Neustrelitz

Tel.: +49 30 67055-639

Fax: +49 30 67055-102
Dr. Dennis Göge
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Programmkoordinator Sicherheitsforschung

Tel.: +49 2203 601-4031