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Strategiedialog zwischen DLR und JAXA

Freitag, 17. Februar 2017

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  • Gruppenfoto mit Vorstand
    Gruppenfoto mit Vorstand

    Bei dem zweiten Strategiedialog kamen Vertreter des DLR und der JAXA in Oberpfaffenhofen zusammen. Seitens DLR waren vor Ort: Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund, die Vorstände Dr. Gerd Gruppe und Prof. Hansjörg Dittus. Von der JAXA nahm Yuichi Yamaura an dem Treffen teil.

  • Einblicke in die Arbeit des DLR
    Einblicke in die Arbeit des DLR

    Die japanische Delegation erhielt bei einer Führung in ausgewählten Instituten einen Einblick in die Arbeit ihrer deutschen Kollegen. Im Earth Observation Center wurde ihnen vor allem die Arbeit des Zentrum für Satellitengestütze Kriseninformation (ZKI) genauer erklärt. Auch Japan nutze bereits die Dienste des Zentrums bei der Tsunami-Katastrophe 2011.

  • Handschlag mit Roboter
    Handschlag mit Roboter

    Der JAXA-Vorstand Yuichi Yamaura ließ es sich nicht nehmen und begrüßte den Roboter Space-Justin persönlich mit Handschlag. Im Institut für Robotik und Mechatronik lernte er die Arbeit der dortigen Wissenschaftler näher kennen.

Nach der Unterzeichnung eines strategischen Partnerschaftsabkommens zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) im vergangenen Jahr haben sich am 15. und 16. Februar 2017  die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund, die Vorstände Dr. Gerd Gruppe sowie Prof. Hansjörg Dittus mit dem JAXA-Vorstand Yuichi Yamaura zu einem Strategiedialog im DLR-Standort Oberpfaffenhofen getroffen. Beide Seiten bekräftigten auf dem Treffen die zentrale Bedeutung der Luft- und Raumfahrt für die positive Entwicklung unserer Gesellschaft sowie die damit verbundene Notwendigkeit  zur internationalen Kooperation in Wissenschaft und Technologie. Im Anschluss an die zahlreichen Gespräche bekamen die Gäste aus Japan eine Führung durch ausgewählte Institute in Oberpfaffenhofen und so einen Überblick über die Raumfahrtaktivitäten des bayerischen DLR-Standorts.

"Deutschland und Japan teilen als rohstoffarme Hochtechnologienationen ähnliche gesellschaftliche Herausforderungen", führte die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Ehrenfreund nach Abschluss des Treffens aus. "Daher ist mir die enge Zusammenarbeit von DLR und JAXA besonders wichtig. Dank der Raumfahrt verstehen wir komplexe Abläufe auf unserem Planeten besser. Transportströme auf der Erde, dem Wasser und in der Luft, der fortschreitende Wandel unseres Klimas und die präzise Vorhersage des Wetters, die Digitalisierung sowie die Automatisierung von Transport und Produktion – all dies lässt sich mit Satellitentechnik effektiv und effizient bestimmen, analysieren und dadurch positiv beeinflussen. Gemeinsam mit unseren japanischen Partner sind wir bestrebt, die Raumfahrt zum bestmöglichen Nutzen einer modernen, mobilen sowie ökonomisch wie ökologisch bewussten Gesellschaft weiterzuentwickeln."

Im Februar 2016 hatten Prof. Ehrenfreund und Dr. Naoki Okumura, Präsidenten der JAXA, das Strategieabkommen in der Deutschen Botschaft in Tokio unterzeichnet. Ziel beider Partner ist es ihre Luft- und Raumfahrtprogramme stärker aufeinander abzustimmen und ihre Kompetenzen zu bündeln. So werden das DLR und die JAXA in Zukunft in der radargestützten Erdbeobachtung mit L- und X-Band-Technologien enger zusammenarbeiten sowie beim Katastrophenmanagement. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Erforschung unseres Sonnensystems: Auf der JAXA-Mission Hayabusa2 fliegt derzeit der Asteroidenlander MASCOT des DLR mit, der 2018 auf dem Asteroiden Ryugu landen soll, um dessen Bodenbeschaffenheit zu erforschen. Deutschland und Japan nutzen darüber hinaus die Internationale Raumstation ISS intensiv, um Fragen der Medizin, Materialentwicklung und Grundlagenforschung zu beantworten.

Japan ist eines der wichtigsten Partnerländer für das DLR. Im Rahmen von diversen Projekten in Luft- und Raumfahrt sowie der Verkehrs- und Energieforschung kooperieren zurzeit mehrere Institute des DLR mit gut 20 verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen und Universitäten in Japan. Dazu gehören unter anderem Vorhaben aus den Bereichen Erdbeobachtung und Planetenforschung,  Weltraumrobotik, Flugzeugentwurf und Atmosphärenforschung.

Zuletzt geändert am:
17.02.2017 14:47:35 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation, Pressesprecher

Tel.: +49 2203 601-2474

Fax: +49 2203 601-3249