Mehr über das DLR

Deutsche Delegation absolviert Gesprächsmarathon in Japan

Beziehungen vertiefen

Mittwoch, 5. Juli 2017

Autoplay
Info an
Info aus
Informationen
Schließen
Vollbild
Normal
zurück
vor
{{index}}/{{count}}
Tipp:
<Escape>, um fullscreen zu beenden.
  • GruppeOkumura_sn.JPG
    Treffen mit dem JAXA-Präsidenten

    DLR-Vorstand Dr. Gerd Gruppe (rechts) trifft den JAXA-Präsidenten Dr. Naoki Okumura.

  • GruppeTsuruho_sn.jpg
    Dr. Gerd Gruppe trifft Minister Yosuke Tsuruho

    Dr. Gerd Gruppe (rechts) traf Yosuke Tsuruho, den japanischen Minister für Raumfahrtpolitik (Mitte), im Cabinet Office und erklärte die deutsche Satellitenmission TanDEM-X anhand eines Modells im Beisein von Dr. Niklas Reinke, Leiter des DLR Tokio Büro. Minister Tsuruho und Dr. Gruppe verabredeten eine intensivere Zusammenarbeit von Japan und Deutschland in der Raumfahrt. Minister Tsuruho unterstützt insbesondere bilaterale Industriekooperationen.

  • GruppeShimomura_sn.JPG
    Treffen mit Keidanren

    DLR-Vorstand Dr. Gerd Gruppe (rechts) trifft Setsuhiro Shimomura, Vorsitzender des Keidanren Ausschusses für Raumfahrtindustrie.

  • GruppeKeidanren_sn.jpg
    Rede vor dem Ausschuss für Raumfahrtindustrie

    DLR-Vorstand Dr. Gerd Gruppe spricht vor dem Keidanren Ausschuss für Raumfahrtindustrie.

Japaner und Deutschen werden häufig sehr ähnliche Eigenschaften zugeschrieben: zielstrebig, diszipliniert, gründlich, zuverlässig, pflichtbewusst und technologieverliebt. Diese Attribute sind eine wichtige Voraussetzung dafür, erfolgreich Raumfahrt zu betreiben. Zwar liegen zwischen den beiden Ländern rund 9.000 Kilometer Distanz, dennoch haben Deutschland und Japan sehr ähnliche Ziele: "Die Raumfahrtindustrie ist in beiden Ländern strategisch wichtig, jedoch im Vergleich zu den USA oder Russland ein relativ kleiner, aber stetig wachsender Sektor. Für Deutschland und Japan ergeben sich deshalb in enger Kooperation vielfältige Möglichkeiten für Synergien", betonte Dr. Gerd Gruppe, Vorstand im Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) zuständig für das Raumfahrtmanagement. Um diese Perspektiven zu erörtern, ist eine Delegation der deutschen Raumfahrtindustrie unter DLR-Leitung vom 3. bis zum 7. Juli 2017 in Japan unterwegs. Mit dieser Reise vertieft das DLR die bereits bestehende gute Beziehung zu Japan - auch 2014 und 2015 reiste Dr. Gruppe bereits mit Industriedelegationen nach Tokio.

Japan und Deutschland - Partner auf Augenhöhe

"Japan und Deutschland erscheinen als geborene Partner auf Augenhöhe. Beide Nationen sind technologisch sehr weit entwickelt. Auch die wirtschaftliche Situation ist ähnlich: In beiden Ländern ist die Raumfahrt zunehmend wie überall auf der Welt einem immer stärker werdenden Wettbewerb ausgesetzt. Daraus erwachsen programmatische Gemeinsamkeiten", erklärte Dr. Gruppe. Getrieben von einer starken Wirtschaftspolitik versucht die japanische Raumfahrt massiv, bessere wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen und setzt dabei ähnlich wie Deutschland neben innovativen Technologien und Fertigungstechniken nach Industrie 4.0-Maßstäben verstärkt auf Raumfahrtanwendungen - also Erdbeobachtung, Satellitennavigation und -kommunikation. Die Bedeutung ihres Wirtschaftspotenzials in Zeiten von Digitalisierung zeigt sich durch das gesteigerte Engagement des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (Ministry of Economy, Trade and Industry, METI), das neben das bislang für Raumfahrt zuständige Wissenschaftsministerium (Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology, MEXT) getreten ist. In Deutschland gehört der Raumfahrtbereich zur Ressortverantwortung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) - ideale Voraussetzungen für ein Treffen zwischen der deutschen und der japanischen Raumfahrtindustrie.

Gesprächsmarathon auf höchster Ebene

Vor diesem Hintergrund absolviert die deutsche Delegation bestehend aus DLR-Mitarbeitern und Vertreter der Firmen Activespacetech, Airbus Defence & Space, Astro-Feinwerktechnik GmbH, DSI Informationstechnik GmbH, ECM - Engineered Ceramic Materials GmbH, von Hoerner & Sulger GmbH, Jena-Optronik GmbH, JKIC, Kastanienbaum/ Franka GmbH, OHB System AG, RST-Rostock GmbH, ViaLight Communications GmbH einen wahren Gesprächsmarathon mit ihren hochrangigen Gastgebern. Die DLR-Delegation trifft unter anderem mit Yosuke Tsuruho, dem Minister für Wissenschaft, Technologie und Raumfahrtpolitik in der japanischen Regierung, Dr. Naoki Okumura, Präsident der japanischen Raumfahrtagentur JAXA, Masanori Tsuruda, Direktorin des Raumfahrtindustrie-Büros im METI, Mami Oyama, stellvertretende Direktorin des Raumfahrtprogramm-Büros im MEXT, sowie weiteren hochrangigen Vertretern des bedeutendsten japanischen Wirtschaftsverbandes Keidanren und der Society of Japanese Aerospace Companies (SJAC) zusammen. Initiiert durch das DLR und JAXA trifft die deutsche Raumfahrtindustrie zudem ihre japanischen Partner, um neue Kooperationsfelder zu erörtern.

Zuletzt geändert am:
05.07.2017 15:09:33 Uhr

Kontakte

 

Martin Fleischmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement, Kommunikation

Tel.: +49 228 447-120

Fax: +49 228 447-386
Dr. Hendrik Fischer
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement, Strategie und Kommunikation

Tel.: +49 228 447-390

Fax: +49 228 447-386
Dr. Niklas Reinke
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leiter des DLR-Büros Tokio

Tel.: +81 35276 8129

Fax: +81 35276 8733