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IAC 2017: Diskussionen und Gesprächsrunden über die Zukunft der Raumfahrt

Donnerstag, 28. September 2017

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  • Pascale Ehrenfreund
    Exploration der Zukunft im Gespräch

    DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Ehrenfreund traf sich unter anderem mit Roberto Batiston, dem Chef der italienischen Raumfahrtagentur ASI, Igor Komarow von Roskosmos und Sylvain Laporte, dem Leiter der Canadian Space Agency, um über zukünftige Missionen zu Mond und Mars zu diskutieren.

  • Hansjörg Dittus
    Ideen für die Zeit nach dem ISS-Betrieb

    Über Ideen für kommende Missionen im niedrigen Erdorbit sprach DLR-Raumfahrtvorstand Prof. Hansjörg Dittus unter anderem mit Bill Gerstenmaier von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA, David Parker von der europäischen Weltraumorganisation ESA und Sergey Krikalew von der russischen Weltraumagentur Roskosmos.

  • Gerd Gruppe
    Deutsche Beiträge zur Raumfahrtforschung

    Dr. Gerd Gruppe, Vorstand des DLR-Raumfahrtmanagements, sprach mit Mattias Motzigemba (TESAT), Jens Große (ZARM), Marc Avila (ZARM) und Stephan Ulamec (DLR) über aktuelle deutsche Beiträge zur Weltraumforschung und über Visionen für zukünftige Missionen und Projekte.

Auf dem International Astronautical Congress (IAC) 2017 im australischen Adelaide diskutierten die Teilnehmer des Global Networking Forum (GNF) über die strategischen Ziele der Raumfahrt in den kommenden Jahrzehnten. Auf internationaler Ebene wurde dabei auch die wirtschaftliche und wissenschaftliche Nutzung der Raumfahrt im Interesse der Gesellschaft verhandelt.

Von Mond und Mars - Wissenschaft, Technologie und Innovation

Die astronautische und robotische Exploration sind die Säulen zukünftiger Weltraumstrategien. Ab Mitte des nächsten Jahrzehnts sind neue Missionsszenarien und Kooperationen denkbar, basierend auch auf einer steigenden Anzahl von Nationen, die in der Raumfahrt aktiv sind. "Die Vorbereitung einer künftigen Roadmap für die Exploration hängt stark von den heute verfügbaren Technologien ab", sagt Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Synergien und die Zusammenarbeit auf globaler Ebene sind für uns die treibenden Parameter bei der Etablierung einer neuen Form der Zusammenarbeit - auch auf Grund der unterschiedlichen Rollen, die die institutionellen und industriellen Partner in der Raumfahrt spielen."

Als eine der größten Herausforderungen für die Zukunft wurden im Programm des IAC die Missionen zum Mond und zum Mars aufgeführt. Die Teilnehmer tauschten sich darüber aus, welche nationalen Missionen sie aktuell in der planetaren Exploration planen. Zudem wurde diskutiert, welche Rolle die Robotik zur Vorbereitung astronautischer Missionen spielt und wie die Exploration zur weiteren friedlichen Kooperation auf der Erde beitragen kann. DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Ehrenfreund traf sich unter anderem mit Roberto Batiston, dem Chef der italienischen Raumfahrtagentur ASI, Igor Komarow von Roskosmos und Sylvain Laporte, dem Leiter der Canadian Space Agency.

ISS und weiter?

Angetrieben durch das "Ablaufdatum" der Internationalen Raumstation ISS (voraussichtlich 2024) entwickeln die wichtigsten Raumfahrtnationen und Agenturen derzeit ihre individuellen Programme. Diese richten sich nach den eigenen technologischen und wissenschaftlichen Erfahrungen sowie kommerziellen Zielen. Gleichzeitig erfolgt ein Paradigmenwechsel durch die zunehmenden Aktivitäten privater Raumfahrtakteure. Basierend auf den Aktivitäten rund um die Internationale Raumstation ISS, als ein beeindruckendes, langfristiges, auf internationale Zusammenarbeit angelegtes Projekt, begann ein Dialog zwischen den Raumfahrtnationen sowie Industrievertretern über die Zukunft der bemannten Raumfahrt in der Post-ISS-Ära.

"Für das zukünftige Engagement der Raumfahrtnationen im Low Earth Orbit (LEO) gibt es wissenschaftlich interessante Optionen", betont DLR-Raumfahrtvorstand Prof. Hansjörg Dittus, "Möglich sind hier nicht nur Satelliten, sondern auch eine mögliche neue astronautische Infrastruktur." Das DLR hat dazu unter dem Titel „Orbital Hub DLR Vision 2025" eine Studie erarbeitet, die mögliche Zukunftsszenarien technologisch wie auch finanziell betrachtet. Im Mittelpunkt steht dabei die Zeit nach dem Ende der ISS. Die untersuchten Missionsszenarien für den erdnahen Orbit richten sich nach klaren wissenschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen und setzen eine langfristige Planung voraus.

Über Ideen für kommende Missionen im niedrigen Erdorbit sprach Prof. Hansjörg Dittus unter anderem mit Bill Gerstenmaier von der amerikanischen Weltraumbehörde, NASA, David Parker von der europäischen Weltraumorganisation, ESA und Sergey Krikalew von der russischen Weltraumagentur, Roskosmos. Damit soll für den regelmäßigen Austausch von Ideen über die nächsten erforderlichen Schritte eine Gesprächsplattform entstehen. Dazu gehört auch, die notwendigen politischen, konzeptionellen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu identifizieren, die für die Entwicklung einer neuen wissenschaftlichen Plattform in LEO notwendig sind.

Wissenschaft als Quelle von Innovation

Raumfahrt treibt die Entwicklung von Technologien für neue Entdeckungen voran. Neue Daten erzeugen neues Wissen und das mit jeder Mission in unserem Sonnensystem. Wissenschaftliche Bereiche wie die Astrophysik oder die Planetenerkundung wurden durch die Raumfahrt revolutioniert. Deutschland leistet seit jeher große Beiträge zu Weltraummissionen. Weltraumwissenschaften und Forschung sind vor allem bei internationaler Zusammenarbeit erfolgreich. Wie eine solche Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden kann, diskutierten deutsche Wissenschaftler und Ingenieure mit internationalen Gästen, moderiert von Dr. Gerd Gruppe, Mitglied des DLR-Vorstandes für das Raumfahrtmanagement.

"Deutschland steht für Hightech und Innovation", erklärte Gruppe. "Antrieb für beides ist eine ausgezeichnete Wissenschaft, die ihren Ursprung auch in der Raumfahrt hat." Deshalb legt Deutschland auch sehr viel Wert auf gemeinsame Aktivitäten mit seinen europäischen und internationalen Partnern. Dies spiegelt sich zum Beispiel auch durch den führenden Anteil am europäische Beitrag an der internationalen Raumstation (ISS) wieder. Die Runde sprach auch über aktuelle deutsche Beiträge zur Weltraumforschung und einige seiner Visionen für zukünftige Missionen und Projekte.

Zuletzt geändert am:
26.10.2017 13:49:26 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leitung Media Relations, Pressesprecher

Tel.: +49 2203 601-2474

Fax: +49 2203 601-3249
Manuela Braun
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Media Relations, Raumfahrt

Tel.: +49 2203 601-3882

Fax: +49 2203 601-3249