EDEN-ISS

#MadeInAntarctica - Gemüseanbau im ewigen Eis

Im Dezember 2017 ist DLR-Wissenschaftler Paul Zabel für ein Jahr mit dem Gewächshaus EDEN-ISS in die Antarktis gezogen und gehört dort zur Überwinterungscrew der vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) betriebenen Antarktisstation Neumayer III. "Gurken, Radieschen, Paprika, Salate und Kräuter gedeihen mittlerweile gut", sagt Projektleiter Daniel Schubert vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme. "Unter speziellem künstlichem Licht, wohl temperiert und ohne Erde nur von  ausgesuchten Nährlösungen versorgt, können wir die Pflanzen schneller und produktiver als in ihrem natürlichen Umfeld wachsen lassen." Die gesunde Kost und innovative Technik bereichert ganz praktisch den Speiseplan der Überwinterer auf der Neumayer-Station III und gleichzeitig wird das Versorgungsszenario einer bemannten Marsmission nachempfunden. "Neben der Erprobung der Pflanzenzucht sind wir auch interessiert, wie die Mannschaft der Station auf die frische Bereicherung des Nahrungsangebots reagiert", so Schubert weiter. "Besondere Freude wird es sicher über die Erdbeeren geben."

Paul Zabel ist nun mittendrin in seinem Außeneinsatz, der ihn gefühlt sehr weit von der Heimat in Deutschland wegbringt. "Wir können in der Polarnacht ja keine Sonne sehen, sind tausende Kilometer entfernt ohne schnelle Rückkehrmöglichkeit", sagt Zabel. "Da fühlt man sich tatsächlich ein wenig, als wenn man die Reise auf einen anderen Planeten antritt."

Ankunft in der Antarktis

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