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Bundesminister de Maizière zu Gast beim DLR

Überreichung der offiziellen Plakette des Bundesministeriums für Verteidigung an das DLR
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Freitag, 13. September 2013

Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister der Verteidigung, hat am 13. September 2013 das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) besucht, um sich über aktuelle und zukünftige Forschungsvorhaben der DLR-Sicherheitsforschung zu informieren. Dr. Dennis Göge, Programmkoordinator des DLR-Querschnittsbereichs Sicherheitsforschung, begrüßte den Minister in Oberpfaffenhofen stellvertretend für den Vorstandsvorsitzenden des DLR, Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner.

"Das Thema Sicherheit – Sicherheit des Menschen und der Erde - ist für das DLR ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt", erklärte Göge. "Wissenschaft und Forschung spielen in diesem Umfeld eine immer größere Rolle. Deshalb freuen wir uns, mit dem Minister zu diesen Themen in die Diskussion zu gehen", so Göge weiter.

Im Rahmen der Gespräche standen insbesondere die Arbeiten des DLR im Bereich der sicherheitsrelevanten Forschung im Vordergrund. Hier leistet das DLR beispielsweise Beiträge zur unabhängigen Analyse- und Bewertungsfähigkeit von  Technologien. So werden unter anderem grundlegende Untersuchungen in Windkanälen zum aerodynamischen Verhalten von zukünftigen Luftfahrzeugen durchgeführt, um deren Einsatzmöglichkeiten zu verifizieren. "Das DLR betreibt neben den Windkanälen eine Vielzahl von Großforschungsanlagen, die natürlich auch für die Sicherheitsforschung von Interesse sind", erläutert Dennis Göge. So werden beispielsweise auch Untersuchungen an vom DLR betriebenen Hubschraubern zur Erhöhung der Sicherheit bei ungünstigen Wetterbedingungen durchgeführt, die in Zukunft sowohl dem zivilen als auch dem militärischen Nutzer zugute kommen werden.

Im Anschluss wurden Minister de Maizière die Kompetenzen des DLR-Instituts für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme im Bereich der satellitengestützten Aufklärung demonstriert. Neben neuen und innovativen Methoden zur Auswertung von Radarbilddaten in Verbindung mit Simulationen wurde auch über die Vermessung von Zielsignaturen sowie über die Bedrohungsanalyse von Satelliten diskutiert. Der Minister zeigte sich insbesondere von den im DLR entwickelten Simulationswerkzeugen zur Optimierung des von der Bundeswehr betriebenen Aufklärungssystems SAR-Lupe beeindruckt.

Der Besuch des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums rundete das Programm ab. Dabei bekam der Bundesminister einen Einblick in die Kontrollräume der bemannten Mission für das europäische Labormodul Columbus auf der Internationalen Raumstation (ISS).

In der Sicherheitsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevanten Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft und Industrie geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs. Insgesamt mehr als 20 DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer sicherheitsrelevanten Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.