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Echtzeitdatenzentrum am DLR-Standort Neustrelitz eröffnet

Das neue Echtzeitdatenzentrum
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Freitag, 13. September 2013

Im Rahmen des traditionellen Sommerfestes ist das neue Echtzeitdatenzentrum am DLR-Standort Neustrelitz in Anwesenheit des Ministers für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe am 13. September 2013 eröffnet worden. In dem neuen Gebäude sind auf rund 2000 Quadratmetern Operator-, Betriebs- und Serverräume für die Datenverarbeitung der Satellitenempfangsstation untergebracht.

Mit den umfangreichen Neubau-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen werden die wissenschaftlichen und technischen Arbeitsmöglichkeiten am nordöstlichsten DLR-Standort langfristig verbessert. Denn die neuen Räumlichkeiten und die modernisierte IT-Infrastruktur ermöglichen den Wissenschaftlern nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sondern versetzen sie auch in die Lage, auf zukünftig noch anspruchsvollere nationale und internationale Satellitenprojekte vorbereitet zu sein.

Zeitnahe Verarbeitung von Satellitenbildern

Eine wesentliche Anforderung von Nutzern satellitenbasierter Produkte besteht in der echtzeitfähigen Bereitstellung der Informationen. Insbesondere maritime Fragestellungen wie die Beobachtung von Eis und Seegang, Schiffen und Bohrinseln sowie das Monitoring aktueller Naturkatastrophen erfordern eine zeitnahe Verarbeitung von Satellitenbildern. Beispielsweise benötigen Katastrophenhelfer vor Ort schnellstmöglich ein Bild der Lage, um ihre Einsatzkräfte dort hin zu schicken, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird. Den steigenden Anforderungen begegnet das DLR mit dem neuen Echtzeitdatenzentrum direkt an der Bodenstation Neustrelitz.

Für den neuen Gebäudekomplex wurden rund 9,7 Millionen Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium und das Bildungsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterstützten das Vorhaben mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 3,4 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung war mit weiteren Mitteln aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro am Neubau beteiligt. Der Anteil wurde für das sogenannte Green-IT-Konzept eingesetzt, das die Wärme der Server und zusätzlicher thermischer Solaranlagen nutzt, um die Rechneranlagen stromsparend zu kühlen. Die restlichen Mittel in Höhe von 3,8 Millionen Euro kamen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.