Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrtmedizin - Verteidigungsministerin von der Leyen unterzeichnet Kooperationsvertrag mit dem DLR

Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrtmedizin - Verteidigungsministerin von der Leyen unterzeichnet Kooperationsvertrag mit dem DLR

Mittwoch, 21. Mai 2014

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  • Unterzeichnung auf der ILA

    Unterzeichnung auf der ILA

    Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, DLR-Vorstandsvorsitzender, und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen kurz nach der Unterzeichnung. Links: Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und –Technologie.

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    DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner beim Pressestatement mit Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen

    DLR-Vorstandsvorsitzender Wörner beim Pressestatement mit Bundesverteidigungsministerin von der Leyen

  • Forschungsgebäude ":envihab"

  • Höhenklimasimulationskammer der Luftwaffe

    Höhenklimasimulationskammer der Luftwaffe

    Der Auftrag des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe ist die Auswahl, Untersuchung und flugphysiologische Ausbildung von Luftfahrzeugbesatzungen der Bundeswehr.

  • Humanzentrifuge AMST

    Humanzentrifuge AMST

    Die Institute des DLR und der Luftwaffe betreiben Großanlagen wie Druckkammern und Humanzentrifugen, die für unterschiedliche wissenschaftliche Fragestellungen eingesetzt werden.

Im Rahmen der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA 2014 hat die Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Ursula von der Leyen, gemeinsam mit den Vorständen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Johann-Dietrich Wörner und Prof. Hansjörg Dittus, einen Vertrag über die engere Zusammenarbeit im Bereich der Luft- und Raumfahrtmedizin unterzeichnet.

Das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin und das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe werden ihre langjährige Partnerschaft in Zukunft weiter intensivieren und Großforschungsanlagen gemeinsam nutzen. Am DLR-Standort Köln und in der angrenzenden Kaserne Wahn entsteht in den kommenden Jahren ein Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin. Dieses Kompetenzzentrum steht auch anderen Ländern offen, die über keine eigenen Ressourcen auf diesem Sektor verfügen.

“Bedeutende Innovationssprünge in der Forschung erleben wir häufig dann, wenn es gelingt, Wissen und Kompetenzen aus unterschiedlichen Richtungen zu vernetzen. Genau darum geht es bei dieser Kooperation zwischen DLR und Bundeswehr. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse dieser engen Zusammenarbeit“ sagte Bundesministerin von der Leyen.

Voneinander lernen

Die Kooperation zwischen dem operativ ausgerichteten Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe und dem forschungsorientierten Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des DLR soll die Verbindung von Praxis und Wissenschaft weiter stärken. Durch die Zusammenarbeit können beide Partner sowohl ihr Aufgabenspektrum, als auch die wissenschaftliche Expertise erweitern und in der flugmedizinischen Aus- und Weiterbildung voneinander profitieren. Die gemeinsame Nutzung von Großforschungsanlagen, wie beispielsweise Zentrifugen und Druckkammern, trägt zusätzlich zur Reduzierung von Kosten für Infrastruktur und Betrieb bei.

"Um den Zukunftsfragen der Luft- und Raumfahrtmedizin adäquat begegnen zu können, ist ein Umfeld erforderlich, in dem wesentliche nationale Kompetenzen im Bereich der Luft- und Raumfahrtmedizin gebündelt werden und in dem eine Infrastruktur vorhanden ist, die den zukünftigen Anforderungen gerecht wird." sagte Prof. Wörner.

Aufgaben der Luft- und Raumfahrtmedizin

Das Kompetenzzentrum wird sich unter anderem mit der flugpsychologischen Auswahl und Eignungsfeststellung, der medizinischen Untersuchung sowie der Gesundheitsfürsorge für das Luftfahrtpersonal beschäftigen. Weitere Themen sind die Ausbildung von Luftfahrzeugbesatzungen in der Flugphysiologie bis hin zur Durchführung anwendungsorientierter Forschung. Dabei wird auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern angestrebt.

Die Luftwaffe beschäftigt sich zudem mit der Erprobung von Schutzausrüstungen, Flugbekleidung und Rettungssystemen. Die Durchführung psychologischer und rechtsmedizinischer Flugunfalluntersuchungen, einschließlich toxikologischer und DNA-Analysen, liefern zusätzlich wichtige Beiträge zur präventiven Flugsicherheit sowie zu gerichtsverwertbaren Gutachten.

Das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin leistet Beiträge zur Erhaltung und Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen in der mobilen Gesellschaft – auf der Erde und in der Luft- und Raumfahrt. Im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit stehen sowohl Astronauten, Piloten, Crews, Passagiere, Kraftfahrer, aber auch Anwohner von Flughäfen, Bahntrassen und sonstigen Verkehrswegen. Aufgrund des weiten Themenfeldes ist Interdisziplinarität besonders wichtig. Am Institut sind neben Medizinern auch Chemiker, Radiologen, Physiker und Biologen tätig. Der Transfer von medizinischen Entwicklungen und Erkenntnissen, die aus der Raumfahrtmedizin entstanden sind, in Anwendungen für Patienten auf der Erde ist dem Institut ein zusätzliches Anliegen.

Zuletzt geändert am:
26.05.2014 09:05:29 Uhr

Kontakte

 

Michel Winand
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Köln

Tel.: +49 2203 601-2144

Fax: +49 2203 601-3502
Oberstleutnant i.G. Stefan Kleinheyer
Bundesministerium der Verteidigung

Presse- und Informationsstab Referat 1 "Presse"

Tel.: +49 30 1824-8256