Platz für Spitzenforschung: Grundsteinlegung des Robotik und Mechatronik Zentrums RMC

Montag, 22. April 2013

Am 22. April 2013 wurde am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen der Grundstein für das Gebäude des Robotik und Mechatronik Zentrums RMC gelegt. Das RMC ist weltweit eines der größten und bedeutendsten Forschungszentren für angewandte Automation und Robotik.  Mit dem neuen Gebäude entsteht nun die notwendige Infrastruktur für das Cluster, das aus insgesamt drei DLR-Instituten besteht.

Die Grundsteinlegung wurde durch den Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie Martin Zeil eröffnet: "Der Bereich Robotik ist ein  besonders eindrucksvolles Beispiel für die enge Verzahnung von Raumfahrt und industrieller Nutzung. Das Robotik und Mechatronik Zentrum setzt Maßstäbe im internationalen Umfeld und schafft uns damit Wettbewerbsvorteile für Deutschland. Das stärkt auch den High-Tech Standort Bayern."

"Mit dem Aufbau des Robotik und Mechatronik Zentrum wollen wir Synergieeffekte nicht nur in der Grundlagenforschung nutzen und damit unsere Spitzenposition ausbauen. Als Impulsgeber und Architekt ist das DLR zudem in der Lage interdisziplinäre Aufgaben in der Forschung und Entwicklung zu übernehmen", betont Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. "Von besonderer Bedeutung ist das RMC auch für zukünftige internationale Kooperationen in der Raumfahrt, die einen zunehmenden robotischen Anteil aufweisen werden", so Wörner weiter.

Das Zeremoniell zum Baubeginn erfolgte anschließend mit der Unterzeichnung der Urkunden und dem Befüllen der Kartusche zur Einbettung im Grundstein. An diesem Platz werden künftig  die zum RMC gehörigen Institute "Robotik und Mechatronik" sowie "Systemdynamik und Regelungstechnik" unter einem Dach vereint sein. Der Neubau des RMC erfolgt nach Plänen der Architekten Birk Heilmeyer und Frenzel.

Raum für neue Ideen

Das neue Gebäude soll für die rund 300 RMC-Mitarbeiter in Oberpfaffenhofen eine gemeinsame Arbeitsumgebung schaffen. Auf drei Hauptgeschossen und einem Untergeschoss erschließen sich Technikflächen und Labore, die flexible Nutzungsinstallationen erlauben, günstig angebundene Büro- und Besprechungsräume sowie begehbare Innenhöfe für informelle Treffen und kreative Pausen.

Im Sinne des Ausbaus der bestehenden Forschungsaktivitäten wird zudem ein gemeinsames Labor mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA eingerichtet. Dies schafft am Standort einen weiteren Baustein für das nationale sowie internationale Kompetenz-Netzwerk. Die Heimstatt des RMC soll bis Ende 2014 fertiggestellt werden.

Über das Cluster RMC

Das Cluster Robotik und Mechatronik Zentrum (RMC) umfasst etwa 400 Mitarbeiter und besteht aus drei DLR-Instituten: In Oberpfaffenhofen befinden sich das Institut für Robotik und Mechatronik sowie das Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik. Das Institut für Optische Sensorsysteme mit rund 100 Mitarbeitern hat seinen Sitz am DLR-Standort in Berlin. Mit dem RMC bündelt das DLR seine Kompetenzen und ermöglicht einen maximalen Technolgietransfer in andere Anwendungsbereiche.

Zuletzt geändert am: 25.04.2013 11:20:47 Uhr

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Kontakte

Bernadette Jung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation Oberpfaffenhofen, Weilheim, Augsburg

Tel.: +49 8153 28-2251

Fax: +49 8153 28-1243
Prof. Dr. Alin Olimpiu Albu-Schäffer
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Robotik und Mechatronik Zentrum RMC: Institut für Robotik und Mechatronik, Direktor

Tel.: +49 8153 28-3689
Dr.-Ing. Johann Bals
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Robotik und Mechatronik Zentrum RMC: Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik, Direktor (komm.)

Tel.: +49 8153 28-2433

"Gaben" zur Grundsteinlegung

RMC

Gemäß dem Brauch wurde der Grundstein des Robotik und Mechatronik Zentrums RMC mit verschiedene "Gaben" befüllt. Die Kartusche enthält u.a. den Bauantrag, die Unternehmensbilanz des DLR, verschiedene Tageszeitungen, Münzen und einen Roboterfinger. Im Bild (von links nach rechts): Prof. Dr. Alin Albu-Schäffer, Direktor des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik, Dr.-Ing. Johann Bals, Direktor des DLR-Instituts für Systemdynamik und Regelungstechnik, Martin Zeil, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR.

Einbetten der Kartusche

RMC

Die nach Tradition mit "Gaben" befüllte Kartusche wurde durch den Polier in den Grundstein eingebettet.

Versiegeln des Grundsteins

RMC3

Mit jeweils drei Hammerschlägen wurde der Grundstein von den Akteuren versiegelt (v.l.n.r.): Prof. Dr. Alin Albu-Schäffer, Direktor des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik, Dr.-Ing. Johann Bals, Direktor des DLR-Instituts für Systemdynamik und Regelungstechnik, Martin Zeil, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, und Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR.

Frontansicht des RMC-Gebäudes (künstlerische Darstellung)

RMC

Die Auskragung im Eingangsbereich bildet für Gäste und Mitarbeiter eine einladende Geste. Durch die gewählte Fassadengestaltung wird die innere Struktur des Gebäudes nach aussen hin sichtbar. Während der Laborsockel weitestgehend verglast ist wird der Forschungsaufbau mit einem vertikalen beweglichen Sonnenschutz versehen. So entsteht eine individuelle und identitätstiftende Fassade, welche sowohl dem Nutzer als auch der Nutzung entspricht. Der Neubau des RMC erfolgt nach Plänen der Architekten Birk Heilmeyer und Frenzel.

Hauptlabor (künstlerische Darstellung)

RMC

Auf einem Rundgang können Besuchern die Prozesse und Entwicklungen des RMC vorgestellt werden. Den Mittelpunkt bildet das Hauptlabor, das dreiseitig durch Nebenlabore gefasst wird. Die Fläche des Hauptlabors ist gemäß den Anforderungen stützenfrei und hat eine durchgehende lichte Raumhöhe von vier Metern. Für flexible Installationen des Nutzers ist ein Bereich unter den Unterzügen vorgesehen. Zusätzlich stehen dem Nutzer Elektro-, EDV und Druckluftanschlüsse in Bodentanks und Stützenkanälen zur Verfügung.

Foyer und Eingangshof (künstlerische Darstellung)

RMC

Fas Foyer gestaltet sich als großer zusammenhängender Luftraum der alle oberirdrischen Geschosse miteinander verbindet. Der Eingangshof vermittelt zwischen dem Hauptlabor und dem Seminarbereich. Als Foyer im freien bietet er eine großzügige Sammlungs-und Veranstaltungsfläche.

Innenhof (künstlerische Darstellung)

RMC

Zwei der vier Innenhöfe enden im ersten Obergeschoss und sind somit für die Mitarbeiter unmittelbar aus den Kommunikationszonen tretbar. Neben der Belichtung der Büroarbeitsplätze sind die Innenhöfe besondere Orte, die den Wissenschaftlern Raum bieten, für kreatives Verweilen und informelle Treffen.