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Alle Jahrgänge

Deutschland und China bauen Zusammenarbeit im Wissenschaftsmanagement aus

22. Januar 2016

In Anwesenheit von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und des chinesischen Ministers für Forschung und Technologie, Wan Gang, unterzeichneten Klaus Uckel, Leiter des DLR Projektträgers, und Wang Ruijun, Leiter des National Center for Science and Technology Evaluation (NCSTE) am 19. Januar 2016 in Peking eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Fortentwicklung von Forschungs- und Innovationsfördersystemen.

ATRA Landeanflug

Start zum Mars, ökoeffizientes Fliegen und die größte künstliche Sonne der Welt

21. Januar 2016

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) leistet mit seiner Forschung und den Managementbereichen Beiträge zur Lösung der globalen Herausforderungen. So wird nicht nur an der Senkung der durch den Luftverkehr verursachten Emissionen gearbeitet, sondern auch am hochautomatisierten Fahren für die Mobilität der Zukunft, kostengünstigen Energiespeichern und der Umweltüberwachung zum Schutz der Atmosphäre. Ebenso erbringt das DLR Dienstleistungen zur Unterstützung von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft - von der Analyse und Beratung bis zur Entwicklung und Umsetzung. "Die exzellenten Kompetenzen und Ergebnisse des DLR - die nicht zuletzt durch das effiziente Ausschöpfen der einzigartigen Synergiepotenziale unserer Forschungs- und Managementbereiche zustande kommen - geben Impulse, um die gesellschaftlichen Veränderungen in der nahen Zukunft positiv mitzugestalten", sagt Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. Im Folgenden finden sie eine Auswahl der DLR-Forschungsthemen im Jahr 2016 aus unseren Forschungsbereichen: Raumfahrt, Luftfahrt, Verkehr, Energie und Sicherheit.

CanSat

Wettbewerb CanSat: Mini-Satelliten aus der Dose

19. Januar 2016

Gerade einmal so groß wie eine Getränkedose, voll funktionsfähig und mit einer "Raumfahrt-Mission" bis in eine Höhe von 1000 Metern unterwegs - so sollen die Satelliten sein, die von Schülern ab 14 Jahre (Sekundarstufe II) beim dritten deutschen CanSat-Wettbewerb vorgeschlagen werden können. Bis zum 12. Februar 2016 können Schulteams ihre Vorschläge einreichen. "Wir achten auf wissenschaftlichen Anspruch, auf die Technik, aber auch auf Teamarbeit, Lernfortschritt und auch Öffentlichkeitsarbeit", erläutert Dr. Dirk Stiefs, Leiter des DLR_School_Lab Bremen und Mitglied in der sechsköpfigen CanSat-Jury. Von den eingereichten Vorschlägen wählt die Jury zehn Teams aus, die dann Ende September 2016 mit ihren Dosen-Satelliten gegeneinander antreten.

Video: Autonomes Landen bei vollem Tempo

18. Januar 2016

Ein unbemanntes, elektrisches, autonomes Luftfahrzeug landet mit 75 Kilometer pro Stunde sanft auf dem Dach eines fahrenden Autos: Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnten erstmals die dafür entwickelte Technik erfolgreich vorführen. Das System könnte auf ultraleichte Solarflugzeuge angewendet werden, welche klassische Satellitensysteme in der Stratosphäre ergänzen. Diese könnten beispielsweise in Katastrophenfällen das Krisenmanagement durch Live-Lagebilder unterstützen, ausgefallene Kommunikationsnetze ersetzen oder auch Daten zum Klimaschutz liefern. Durch das Weglassen der Landevorrichtung kann die verfügbare Nutzlast dieser Solarflugzeuge erheblich vergrößert werden. Das schafft wiederum mehr Platz für wissenschaftliche Instrumente. Gleichzeitig wird das Landen mit Seitenwind deutlich vereinfacht, wodurch auch Landungen bei schlechtem Wetter möglich werden.

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Rosetta entdeckt Wassereis auf der Oberfläche von Churyumov-Gerasimenko

13. Januar 2016

Ein Komet besteht zwar zu einem großen Teil aus Wassereis, und in seiner Atmosphäre, der sich in Sonnennähe bildenden Koma, überwiegt Wasserdampf. Aber auf der eigentlichen Kometenoberfläche ist von Wassereis nichts zu sehen. Jetzt aber haben Wissenschaftler mit dem Instrument VIRTIS auf der Kometensonde Rosetta an zwei Stellen auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko die Existenz von Wassereis auf der Oberfläche nachgewiesen. "Wir konnten in den Spektrometerdaten vom September und November 2014 erkennen, dass in der Region Imhotep zwei metergroße helle Flecken tatsächlich aus Eis bestanden", erklärt Dr. Gabriele Arnold vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Berliner Planetenforscherin leitet die deutschen wissenschaftlichen Beiträge zum Instrument VIRTIS und veröffentlicht mit einem internationalen Team ihre Forschungsergebnisse nun in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature".

Ceres

Tiefflug über Zwergplanet Ceres

12. Januar 2016

Derzeit nur noch 385 Kilometer von der Oberfläche entfernt, fliegt die Raumsonde Dawn über Ceres hinweg. Das Ergebnis: Fotos, die den Zwergplaneten in der bisher besten Auflösung von 35 Meter pro Bildpunkt zeigen und die Wissenschaftler auf eine Oberfläche voller Krater, Risse, Aufwölbungen und helle Flecken blicken lassen. "Ceres hat einen recht anständigen Eisanteil und ist daher ein sehr dynamischer Körper - das macht den Zwergplaneten auch so spannend", erläutert Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mitglied im Dawn-Team der Mission. Seit Dezember 2015 kreist Dawn in diesem niedrigen Orbit um Ceres. "Es gibt vollkommen unterschiedliche Krater, stellenweise ist die Oberfläche auch schon wieder ausgeglichen und es gibt rätselhaftes helles Material… Uns Planetenforschern stellen sich jede Menge Fragen."

Churyumov%2dGerasimenko

Schwung für Philae

8. Januar 2016

Das letzte eindeutige Lebenszeichen von Philae kam am 9. Juli 2015 - seitdem ist es still geblieben. Für den Lander wird es nun eng: Mit jedem weiteren Tag entfernt sich Komet Churyumov-Gerasimenko weiter von der Sonne, und die Temperaturen auf der Kometenoberfläche fallen. Voraussichtlich Ende Januar werden die Bedingungen auf Churyumov-Gerasimenko so "Lander-feindlich", dass die Mission mit Philae ihr natürliches Ende finden wird. Die Ingenieure und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) horchen seit September vergeblich auf ein Zeichen von Philae, deshalb schicken sie am 10. Januar 2016 auch erstmals ein Kommando ins All, das Philaes Drallrad im Inneren des Landers in Bewegung versetzt. "Die Zeit wird knapp, deshalb wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen", sagt Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR.

Eine Puppe im Windkanal revolutionierte das Skispringen

28. Dezember 2015

Als das Skispringen sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als neue Sportart etablierte, war sie von Versuch und Irrtum geprägt. Erst die Versuche eines Schweizer Flugzeugingenieurs in einem Windkanal des Vorläufers des heutigen Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen lieferten wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse über die optimale Körperhaltung. Erstmals eingesetzt wurde sie bei der ersten Vierschanzentournee 1953.

Blick aus dem Cockpit der Falcon auf den A320 ATRA

Jahresrückblick 2015: Ein Wiedererwachen und neue Ziele

23. Dezember 2015

Das Jahr 2015 war für das DLR und seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfolgreich und spannend. Eine der wichtigsten Veränderungen im vergangenen Jahr war sicherlich der Amtsantritt der Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund, die diesen unter anderem mit einem erfolgreichen Tag der Luft- und Raumfahrt beginnen durfte. 60.000 Gäste konnten Einblicke in die aktuellen Forschungsprojekte und Missionen des DLR gewinnen. In den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit wurde auch in diesem Jahr wieder viel Forschungsarbeit geleistet. Die Highlights sind im DLR-Jahresfilm zu sehen.

Prognose 2030: Über 70 Millionen zusätzliche Flugpassagiere in Deutschland

22. Dezember 2015

Bis zum Jahr 2030 wird ein starkes Wachstum im Passagieraufkommen erwartet. Das geht aus dem aktuellen Luftverkehrsbericht des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervor. Während in Deutschland 2014 rund 105 Millionen Passagiere registriert wurden, prognostizieren die Wissenschaftler 175 Millionen Fluggäste für das Jahr 2030. Das entspricht einem jährlichen Durchschnittswachstum von rund 3,3 Prozent.

Kanarische Inseln: Strom aus erneuerbaren Energien zu 100 Prozent möglich und wirtschaftlich

21. Dezember 2015

Die Kanarischen Inseln können bis zum Jahr 2050 ihren gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen decken und so langfristig eine nachhaltige, emissionsfreie sowie ökonomisch sinnvolle Energieversorgung aufbauen. Das zeigt eine jüngst veröffentliche Studie, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag von Greenpeace erstellt hat.

ExoMars 2016 - Über Kasachstan zum Roten Planeten

18. Dezember 2015

Gibt oder gab es Leben auf dem Mars? Die zweigeteilte europäisch-russische Mission ExoMars soll diese Frage beantworten. Der erste Teil dieses Projekts - der Trace Gas Orbiter (TGO) und der Landedemonstrator Schiaparelli - wird im März 2016 vom russischen Kosmodrom Baikonur aus mit einer Proton-Rakete in Richtung Mars starten, um Spurengase auf dem Roten Planeten aufzuspüren. Der zweite Teil ist ein Rover, der 2018 aufbrechen soll. Der Trace Gas Orbiter wird nun seine Reise nach Kasachstan antreten und dort am 23. Dezember 2015 ankommen. Schiaparelli landet zuvor schon am 21. Dezember in Baikonur. Das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt die ExoMars 2016 und 2018-Missionen durch die Koordination der deutschen Beiträge für die Europäische Weltraumorganisation ESA . Zudem sind drei DLR-Institute und zahlreiche deutsche Firmen an beiden Teilen der Mission beteiligt.

"Tele-Handshake" zwischen ISS und Erde

18. Dezember 2015

Eine einfache Geste der Begrüßung und doch außergewöhnlich: Händeschütteln zwischen einem Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS und Wissenschaftlern am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Interaktion erfolgte mittels des humanoiden DLR-Roboters SpaceJustin, der sich in Oberpfaffenhofen befindet und am 17. Dezember 2015 von der ISS aus ferngesteuert wurde. Der Kosmonaut Sergei Volkov auf der ISS und DLR-Institutsdirektor Prof. Alin Albu-Schäffer auf der Erde konnten sich gegenseitig sehen, miteinander sprechen und - dank Kraftrückkoppelung - die Kraft und die Bewegung des Händeschüttelns spüren.

Doppelstart von "Andriana" und "Liene": Galileo-Familie wächst auf zwölf Satelliten

17. Dezember 2015

An Bord einer russischen Sojus-Trägerrakete sind am 17. Dezember 2015 um 12.51 Uhr mitteleuropäischer Zeit (8.51 Uhr Ortszeit) zwei neue Galileo-Satelliten mit den Namen "Andriana" und "Liene" vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou (Französisch-Guayana) gestartet.

Vertical Farm

Vertical Farming: Landwirtschaft im Hochhaus

11. Dezember 2015

Ackerflächen mitten in der Stadt, direkt vor Ort, gibt es längst nicht mehr - stattdessen werden Lebensmittel über weite Strecken hin zum Verbraucher transportiert. Mit der "Vertical Farm 2.0", die Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit internationalen Partnern entworfen haben, wäre Pflanzenanbau in Großstädten möglich – auf mehreren Etagen, mit extrem kurzen Transportwegen und ganz ohne Ackerboden. Salat, Tomaten, Gurken und Kräuter könnten dabei das gesamte Jahr über gezüchtet und geerntet werden. "In unserer Produktionsfabrik würden wir die Pflanzen unter genau kontrollierten und optimalen Bedingungen züchten", erläutert Conrad Zeidler vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme. "Dabei unterscheidet sich unser Salat oder unsere Tomate im Geschmack nicht von den Lebensmitteln, wie man sie heute in Supermärkten kauft."

Weiterhin leichtes Wachstum in der Windenergie

Zahl der Beschäftigten im Bereich erneuerbarer Energien sinkt um vier Prozent

10. Dezember 2015

355.400 Menschen arbeiteten im Jahr 2014 in Deutschland im Bereich der erneuerbaren Energien, etwa vier Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Von dem Rückgang besonders betroffen war einmal mehr die Solarbranche, die Windenergie konnte dagegen eine positive Beschäftigungsentwicklung verzeichnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Abschätzung, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) vorgenommen hat.

Forschungsflugzeug HALO: Klimaforschung in arktischen Höhen

10. Dezember 2015

Am eisigen Nordpolarkreis planen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in enger Kooperation mit weiteren deutschen Forschungseinrichtungen, die komplexen Prozesse des Klimawandels und deren Auswirkungen auf die polare Atmosphäre zu erkunden. Mit dem Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and LOng Range Research Aircraft) sollen in drei Messkampagnen Veränderungen der Zusammensetzung der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre im Polarwinter untersucht werden.

Deutsch-französische Klimamission Merlin bei der "COP 21"

8. Dezember 2015

Bei einem bilateralen Treffen anlässlich der UN-Klimakonferenz (COP 21) in Paris haben Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, und Thierry Mandon, Staatssekretär im französischen Ministerium für Bildung und Forschung, die Bedeutung und Rolle der satellitengestützten Erdbeobachtung zur Dokumentation und Erforschung des Klimawandels betont. Bei einer Pressekonferenz am 8. Dezember 2015 im französischen Pavillon haben die beiden Staatssekretäre im Beisein von Dr. Gerd Gruppe, Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), und Jean-Yves Le Gall, Präsident der französischen Raumfahrtagentur CNES, die deutsch-französische Klimamission Merlin (Methane Remote Sensing LIDAR Mission) vorgestellt. Diese soll ab 2020 die Methankonzentration in der Erdatmosphäre mit einer bislang unerreichten Genauigkeit messen.

Der Reaktor als Herzstück der Kalkspeicheranlage

Günstig, effizienter, nachhaltiger - thermochemischer Speicher reloaded

7. Dezember 2015

Energieforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben in Köln eine neuartige Anlage zur Speicherung von Energie in Betrieb genommen. Das Speichermaterial des im DLR entwickelten Verfahrens ist Kalk, der die Wärme durch eine endotherme Reaktion speichern kann. Solche thermochemischen Speicher haben das Potenzial, in Industrieprozessen und privaten Haushalten große Energiemengen einzusparen. Die Kalkspeicheranlage ist die Weiterentwicklung eines ersten Prototyps und kann Energie noch kostengünstiger und effizienter speichern.

Überschwemmungen in Indien - DLR-Radarsatellit liefert Bilder zur Katastrophenhilfe

4. Dezember 2015

Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu haben sintflutartige Niederschläge die bereits seit vier Wochen andauernden Überschwemmungen weiter verschärft. Es sind die stärksten Regenfälle seit Jahrzehnten in dieser Region. Die Seen haben bereits einen hohen Wasserstand und können kein weiteres Wasser aufnehmen. Aus diesem Grund hat die Indische Weltraumagentur ISRO (Indian Space Research Organisation) die International Charter on Space and Major Disasters (Charter) ausgelöst und um Hilfe gebeten.

 
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