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Presse-Informationen - Raumfahrt

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Alle Jahrgänge

Auf dem Weg nach Kourou – LISA Pathfinder verlässt Europa

1. September 2015

Die Raumsonde LISA Pathfinder ist nun bereit, ihre Reise von Europa zum Startplatz am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana anzutreten. Nach dem Überprüfen der Startbereitschaft – dem sogenannten „Flight Acceptance Review“ – am 3. September 2015 wird der Transportcontainer bei der Firma IABG in Ottobrunn bei München geschlossen und die Sonde anschließend nach Südamerika transportiert. Dort wird sie dann auf die europäische Vega-Rakete montiert, mit der sie voraussichtlich Ende November mit dem sechsten Start dieses Trägers zu ihrer lang geplanten Technologie-Demonstrationsmission abheben wird. Der umfangreiche deutsche Beitrag vor allem zur Nutzlast der Mission wird wesentlich vom Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert.

Zentrifuge

Tag der Luft- und Raumfahrt: Schwebende Metalle und drehende Zentrifuge

1. September 2015

Kontrollräume, aus denen Kometenlander gesteuert werden, oder Forschungsanlagen wie das :envihab sind der wissenschaftlichen Arbeit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vorbehalten – und nur selten können die Türen für die breite Öffentlichkeit geöffnet werden. Am 20. September 2015, am Tag der Luft- und Raumfahrt, hingegen besteht in Köln diese Möglichkeit von 10 bis 18 Uhr. Wissenschaftler des DLR erläutern dann, an welchen Themen sie forschen und wie ihre tägliche Arbeit aussieht. Für Raumfahrt-Fans gibt es ein großes Angebot.

Um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper zu simulieren, liegen die Probanden zum Kopf hin um sechs Grad geneigt.

Irdische Astronauten in Schräglage

27. August 2015

Für die nächsten Wochen ist die Forschungseinrichtung :envihab des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) das Zuhause von zwölf kerngesunden Männern zwischen 20 und 45 Jahren. Die Zwölf sind Probanden einer Langzeit-Bettruhestudie - und werden deshalb nach zweiwöchigen Ausgangsuntersuchungen und -messungen anschließend für zwei Monate im Bett liegen. Dabei wird ihr Bett zum Kopf hin um sechs Grad nach unten geneigt sein, damit sich ihre Körperflüssigkeiten in Richtung Oberkörper verschieben; ihre Knochen und Muskeln der unteren Körperhälfte werden sich durch die Bewegungslosigkeit abbauen.

Ceres: Ungewöhnliche Hangrutschungen und instabile Kraterwände

25. August 2015

Je dichter die Dawn-Raumsonde mit ihrer Kamera an Bord über dem Zwergplaneten Ceres fliegt, desto rätselhafter - und somit spannender - scheint der Himmelskörper. "Einiges, was wir sehen, haben wir so noch nirgendwo sonst im Sonnensystem entdeckt", sagt Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Außer auf der Erde - da gibt es ja fast alles." Mittlerweile blickt Dawn aus nur noch 1470 Kilometern Entfernung auf die Oberfläche von Ceres hinunter. Die ersten Bilder aus dem so genannten HAMO-Orbit (High Altitude Mapping Orbit) zeigen eine "Pyramide" mit ungewöhnlichen Hangrutschungen, instabile Kraterwände und Gebirgsketten. "Über vieles können wir derzeit nur spekulieren." Woher die hellen Streifen entlang des pyramidenförmigen Bergs stammen oder auch ob der Boden des Zwergplaneten aus unterschiedlichem Material besteht, sind Fragen, auf die die Planetenforscher noch Antworten suchen.

Churyumov%2dGerasimenko

Komet Churyumov-Gerasimenko unterwegs zum sonnennächsten Punkt

11. August 2015

Schon seit Wochen wird Komet Churyumov-Gerasimenko aktiver und schleudert Gas und Staub ins All - doch den tatsächlich sonnennächsten Punkt auf seiner Bahn, das Perihel, erreicht er am 13. August 2015 exakt um 4.03 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Anschließend wird er 6,5 Jahre benötigen, bis er auf seiner nächsten Runde um die Sonne erneut dort ankommt. "Aber selbst wenn der Komet der Sonne am nächsten ist, hat er noch einen Abstand von über 185 Millionen Kilometer zu ihr, befindet sich also zwischen den Bahnen von Erde und Mars", erläutert Kometenforscher Dr. Ekkehard Kührt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Erde ist beispielsweise nur rund 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Trotzdem wird es auf dem Kometen wegen der fehlenden Atmosphäre heißer werden als auf der Erde: "Die maximale Temperatur von Churyumov-Gerasimenko, die jahreszeitlich bedingt zurzeit in den südlichen Breiten auftritt, wird bei rund 80 Grad Celsius liegen." Da bringt es die Erde im amerikanischen Death Valley auf einen Hitzerekord von gerade einmal 56,7 Grad Celsius. Und auch wenn Churyumov-Gerasimenko kräftig an Masse verliert - die Gezeitenkräfte der Sonne sind in dieser Entfernung viel zu schwach, als dass es den Kometen zerreißen würde, wie es schon oft bei anderen Kometen in unmittelbarer Nähe zur Sonne oder zu Jupiter passiert ist.

Foto des Meteoriten von der Sternwarte Welzheim

Meteoritenfall: Feuerkugel ging ins Netz

10. August 2015

Die Erde ist einem ständigen Bombardement von kleinen und großen kosmischen Körpern, den sogenannten "Meteoroiden", ausgesetzt. Pro Jahr regnen tausende Tonnen dieser Materie aus dem Weltall auf die Erdatmosphäre herab. Nur sehr selten kommt es vor, dass ein außerirdischer Festkörper als sogenannter "Meteorit" den Boden erreicht, der zuvor als leuchtende Feuerkugel seine Bahn über den Himmel zieht. Die meiste Substanz dieser Körper geht durch Abrieb infolge der hohen Geschwindigkeit in der Hochatmosphäre verloren.

Churyumov%2dGerasimenko

Churyumov-Gerasimenko: Fast wie Firn und geformt im Hagel

30. Juli 2015

Bereits während des langsamen Abstiegs von Lander Philae am 12. November 2014 auf Komet Churymov-Gerasimenko starteten die ersten Instrumente an Bord mit Messungen. Drei Mal setzte Philae im Laufe der spektakulären ersten Landung auf einem Kometen auf, streifte noch einen Kraterrand und kam schließlich um 18.31 Uhr mitteleuropäischer Zeit am ungeplanten Landeplatz Abydos zur Ruhe. "Wir hätten es wohl nie gewagt, eine Landung in einem so rauen Gelände wie Abydos zu versuchen“, erläutert Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Doch so konnten die Instrumente an zwei unterschiedlichen Stellen des Kometen messen. Und was Philae seinen Wissenschaftlern am Boden mit den ersten jemals auf einer Kometenoberfläche erfassten Daten mitteilte, bestätigte zum Teil das bisherige Bild von Kometen - zum Teil ließ er die Wissenschaftler aber auch staunen: Eine Oberfläche, die mit grobem Material bedeckt ist, ein überraschend harter Untergrund, der es der Hammersonde MUPUS schwer machte, und Moleküle, wie man sie bisher noch nicht in der Umgebung von Kometen festgestellt hatte. "Die Experimente direkt vor Ort haben zu neuen, zum Teil unerwarteten Einsichten in die Natur des Kometen geführt“, fasst DLR-Planetenforscher Dr. Ekkehard Kührt, der den wissenschaftlichen DLR-Anteil an der Mission betreut, zusammen. "Manches lässt sich eben nur messen, wenn man ganz nah dran ist.“ In einer Sonderausgabe von "Science“ werden diese Ergebnisse am 31. Juli 2015 veröffentlicht.

Ceres

Fruchtbarkeitsgöttinnen auf Zwergplanet Ceres

28. Juli 2015

Tamayie, der polynesische Gott der Kokosnussbäume, hat es nicht geschafft, der mexikanische Gott Nanahuatl auch nicht. Aus rund 150 Fruchtbarkeitsgöttern und -göttinnen haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für das Team der NASA-Mission Dawn 17 Namen für die prominentesten Krater auf Ceres herausgepickt und der International Astronomical Union (IAU) vorgeschlagen - denn der Zwergplanet ist nach der römischen Göttin des Ackerbaus benannt. Nun bevölkern Götter von fünf Kontinenten von der hawaiianischen Haulani über die römische Landwirtschaftsgottheit Occator bis hin zu zur deutschen Göttin Gaue die abwechslungsreiche Oberfläche. "Zwischen dem höchsten Berg und dem tiefsten Kraterboden liegen rund 15 Kilometer - das entspricht fast dem Relief der Erde zwischen Marianengraben und Mount Everest", erläutert Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mitglied des Dawn-Teams. Allerdings ist die Erde auch um das Dreizehnfache größer als Ceres. "In der Kruste von Ceres muss also eine enorme Dynamik stecken, die eine solche Topographie auftürmt."

Mapheus5

Video: Mitflug auf der Mapheus5-Rakete vom Start bis zur Landung

24. Juli 2015

Erst 1566 Kilogramm Explosivstoff unter sich, dann eine Aufstiegsgeschwindigkeit von 6,5-facher Schallgeschwindigkeit oder auch 2000 Metern in der Sekunde, ein Flug in 253 Kilometer Höhe und eine senkrechte Landung im feuchten Erdboden Schwedens. So etwas gehört nicht zu dem, was man zur Alltagserfahrung zählen kann. Erleben kann man es dennoch - wenn auch bequem vor dem Bildschirm sitzend. Eine Kamera im oberen Teil der über zwölf Meter hohen Höhenforschungsrakete Mapheus5 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nämlich genau dies am 30. Juni 2015 erstmals aufgezeichnet - mit diesem Video hat jetzt jeder einen Platz in der ersten Reihe.

EU-Projekt CHATT: Forschung am Tank der Zukunft

24. Juli 2015

Geschwindigkeit, Effizienz und Umweltfreundlichkeit sind einige der zentralen Anforderungen an das Luftfahrzeug der Zukunft. Dreieinhalb Jahre forschte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit zehn weiteren europäischen Partnern im Rahmen des Projektes CHATT (Cryogenic Hypersonic Advanced Tank Technologies) an neuen Technologien für den Luftverkehr der Zukunft. "Die Erkenntnisse, die wir mit CHATT gewonnen haben, liefern wertvolle Beiträge für zukünftige Flugzeug- und Raumfahrt-Projekte mit Kryo-Tank-Technologien in Europa", betonte der Projektkoordinator Dr. Martin Sippel vom DLR. Bei diesen werden sehr kalte, verflüssigte (= kryogene) Gase nahe am absoluten Nullpunkt eingesetzt.

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Kontur-2: Die Fernbedienung aus dem Weltall

22. Juli 2015

Es ist ein kompaktes, überschaubares Gepäckstück, das die neue Besatzung der Internationalen Raumstation ISS - Kosmonaut Oleg Kononenko, Astronaut Kimiya Yui und Astronaut Kjell Lindgren – bei ihrem Start heute am 22. Juli 2015 um 23.02 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit an Bord ihrer Sojus-Rakete haben: Der Kontur-2-Joystick des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) fliegt mit zu seinem neuen Bestimmungsort. Von dort soll Oleg Kononenko dann mit ihm arbeiten - und im August den Roboter ROKVISS im Labor des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik ferngesteuert bewegen. Das Besondere dabei: Der Kosmonaut wird nicht nur ein Kamerabild von dem Roboter am Boden übermittelt bekommen, sondern wird währenddessen genau spüren, was der Roboter in über 400 Kilometern Entfernung auf dem Erdboden berührt. Kontur-2 meldet ihm nämlich zurück, ob und wie stark er beispielsweise mit einem Objekt kollidiert. Das Telepräsenz-Experiment soll bei seinem Bediener den Eindruck vermitteln, er sei vor Ort im Labor - und nicht in einer Umlaufbahn um die Erde.

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Kopfzerbrechen um Lander Philae

20. Juli 2015

Erst meldet sich Lander Philae am 9. Juli 2015 um 19.45 Uhr bei seinem Team im Lander-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) - nur um dann wieder in Schweigen zu verfallen. Seitdem arbeitet das Team daran, mit Tricks und Kniffen wieder in Kontakt mit dem Lander zu treten und ihn für wissenschaftliche Messungen zu betreiben. "Auf unser gesendetes Kommando, das Instrument ROMAP einzuschalten, hat er noch nicht geantwortet", erläutert Philae-Projekteiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR. An einem baugleichen Modell im Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) des DLR testen die Ingenieure deshalb zurzeit verschiedene Kommandos, mit denen sie Philae aktivieren und optimieren wollen. "Wir haben in den bisher empfangenen Daten auch Anzeichen dafür, dass Philae sich bewegt haben könnte und seine Antenne dadurch womöglich mehr verdeckt oder anders ausgerichtet ist."

Verstärkung für den Wetterfrosch

16. Juli 2015

Ein neuer Satellit verstärkt die Flotte der Wetterwächter im All: Am 15. Juli 2015 um 23.42 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit ist MSG-4 an Bord einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumzentrum Kourou in Französisch-Guyana in den Weltraum gestartet. MSG-4 (METEOSAT Second Generation) ist der letzte von vier Satelliten der zweiten METEOSAT-Generation.

Dubai

Kompsat3a: Der scharfe Blick auf die Erde

15. Juli 2015

Seit 112 Tagen fliegt der koreanische Kompsat3a-Satellit nun in 528 Kilometern Höhe um die Erde - "und die Auswertung der ersten Bilder zeigt uns, dass die elektronische Kamera-Einheit präzise arbeitet", sagt Dr. Andreas Eckardt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Satellit mit einem hochauflösenden optischen Instrument sowie einer Infrarot-Fähigkeit an Bord startete am 25. März 2015 um 23.08 Uhr mitteleuropäischer Zeit und gehört zu einem Satellitenprogramm des Korea Aerospace Research Institute (KARI). Das DLR-Institut für Optische Sensorsysteme entwickelte die Fokalebene sowie den Fokussierungsmechanismus des optischen Kanals bei. "Wir sorgen unter anderem dafür, dass die Aufnahmen die richtige Schärfe haben."

Philae%2dKontrollraum

Neues Lebenszeichen von Philae: Kommandos erfolgreich ausgeführt

10. Juli 2015

Lander Philae hat am 9. Juli 2015 von 19.45 Uhr bis 20.07 Uhr erneut Daten gesendet - darunter auch Mess-Daten des Instruments CONSERT. Auch wenn die Verbindung dabei mehrfach abbrach, blieb ein Kontakt zu Philae über insgesamt zwölf Minuten stabil. "Philaes Lebenszeichen beweist uns, dass die Kommunikationseinheit am Lander weiterhin funktioniert und unsere Kommandos empfängt", sagt DLR-Ingenieur Dr. Koen Geurts aus dem Lander-Kontrollraumteam am DLR Köln. Dabei war die Stimmung in den letzten Tagen durchaus durchwachsen gewesen: Seit dem 24. Juni 2015 hatte sich der Lander nicht mehr bei seinem Team im Lander-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeldet. Auch auf ein erstes Test-Kommando, das Instrument CONSERT einzuschalten, reagierte der Lander am 5. Juli 2015 nicht. Philae hatte es seinem Team nicht leichtgemacht, an sein Überleben auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko zu glauben. Jetzt antwortete Philae erneut auf ein zweites Kommando, CONSERT einzuschalten.

Pluto "hautnah" - NASA-Sonde New Horizons am Ziel

10. Juli 2015

Nach einer neuneinhalb Jahre langen Reise ist die NASA-Raumsonde New Horizons am 14. Juli 2015 um 13.50 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit und etwa 4,8 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt am Zwergplaneten Pluto vorbeigeflogen. Es war das erste Mal, dass der ehemals "neunte Planet" des Sonnensystems Besuch bekam und aus der "Nähe" - sprich aus rund 12.500 Kilometern Distanz, das ist weniger als ein Erddurchmesser - erforscht werden konnte.

FireWatch

Mit Weltraum-Kameras frühzeitig vor Waldbränden warnen

7. Juli 2015

13.28 Uhr am 2. Juli 2015. In der Waldbrandzentrale Wünsdorf wird Alarm ausgelöst: Rauchentwicklung in der Oberförsterei Baruth. Der Deutsche Wetterdienst hat für diese Tage die Waldbrandgefahr auf die höchste Stufe festgesetzt. Früher saßen Mitarbeiter des Landesbetriebs Forst Brandenburg auf den Türmen, 100 Stufen über dem Boden, das Fernglas in der Hand, und hielten im heißen Sommerwetter unter schwierigen Bedingungen Ausschau nach möglichen Waldbränden. Heute erledigen dies in fünf deutschen Bundesländern 180 Kameras, deren ursprüngliches Aufgabengebiet alles andere als irdisch war. "Die Kameratechnologie von FireWatch wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereits vor 20 Jahren entwickelt. Diese basierte auf der Technologie der ROLIS-Kamera auf dem Lander Philae, die inzwischen spektakuläre Bilder vom Kometen Churyumov-Gerasimenko aufgenommen hat", erläutert Dr. Ekkehard Kührt, Kometenforscher am DLR und Wissenschaftler der europäischen Rosetta-Mission. Gleichzeitig leitet er auch das mehrfach preisgekrönte Technologietransferprojekt FireWatch.

Mapheus5

Höhenforschungsrakete Mapheus5: Start hinter dem Polarkreis

30. Juni 2015

Am 30. Juni 2015 startete die Mobile Raketenbasis MORABA des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Höhenforschungsrakete Mapheus5 um 6.55 Uhr mit vier DLR-Experimenten an Bord. Die zwölf Meter hohe, zweistufige Rakete flog vom schwedischen Raketenstartplatz Esrange bis in eine Höhe von 253 Kilometern - bereits nach 74 Sekunden herrschte dabei für mehr als sechs Minuten Schwerelosigkeit für die Experimente aus der Materialphysik und der Biologie. In dieser Zeitspanne reagierten Pflanzen auf die fehlende Erdanziehungskraft, 2500 Stahlkugeln mit einem Durchmesser von 1,6 Millimetern kollidierten miteinander, Metallproben wurden im Flug geröntgt und schwebende Metallkugeln mit einem Laser geschmolzen. Etwa 15 Minuten nach dem Start landete der Raketenteil mit den Versuchsanlagen an einem Fallschirm rund 70 Kilometer nördlich des Raketenstartplatzes und wurde per Hubschrauber geborgen. Die gewonnenen Daten werden nun in den Laboren analysiert und interpretiert.

Kipptisch

Studie "SpaceCOT": Bedingungen wie auf der Internationalen Raumstation ISS

30. Juni 2015

28 Stunden lang müssen die sechs Probanden liegen bleiben, den Kopf zwölf Grad niedriger als die Beine. Zeitweise leben und schlafen sie in kohlendioxidangereicherter Umgebungsluft. Mit der Studie "SpaceCOT" untersuchen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das amerikanische National Space Biomedical Research Institute (NSBRI) derzeit, wie sich die Verschiebung der Körperflüssigkeiten zum Kopf hin sowie der erhöhte Kohlendioxidgehalt in der Luft auf das menschliche Gehirn und die Augen auswirken. Beides könnte dafür verantwortlich sein, dass bei rund 70 Prozent der Astronauten während und nach mehrmonatigen Langzeitmissionen Sehbeeinträchtigungen auftreten. Die DLR-Forschungseinrichtung :envihab wird dabei zur irdischen Raumstation, in der die Bedingungen, unter denen Astronauten in der ISS forschen und leben, simuliert werden.

Studentenexperimente im Höhenflug

29. Juni 2015

Der Wettbewerb des deutsch-schwedischen Studentenprogramms REXUS/BEXUS geht in die neunte Runde: Studententeams deutscher Universitäten und Hochschulen können ab dem 29. Juni bis zum Einsendeschluss am 19. Oktober 2015 Vorschläge für die Forschung auf Stratosphärenballons oder Forschungsraketen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einreichen. Experimentideen werden gesucht in Bereichen wie Atmosphärenphysik, Strahlenbiologie, Ballon- und Raumfahrttechnik oder Forschung in Schwerelosigkeit.

 
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