Im Falle einer Naturkatastrophe benötigen die Helfer vor Ort schnell einen Überblick aus der Luft über die aktuelle Lage, um Hilfsmaßnahmen zielgenau zu koordinieren. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nun ein System entwickelt, das hochauflösende Luftbilder per Laser direkt von einem Flugzeug zum Boden sendet und den Katastrophenmanagern dort in Echtzeit zur Verfügung stellt. Die hierfür eingesetzte Bodenstation TOGS (Transportable Optical Ground Station) ist kompakt, kann an fast jedem Punkt der Erde zum Einsatz kommen und dank der optischen Übertragungstechnologie Daten mit bis zu 1000-facher DSL-Geschwindigkeit empfangen. Am 29. November 2012 wurde die TOGS am DLR-Standort Oberpfaffenhofen in Betrieb genommen.
Mit dem bloßen Auge ist nichts zu erkennen und dennoch ist in dem kleinen durchsichtigen Behälter etwas bisher nicht Dagewesenes: Erstmals können Wissenschaftler Staub eines Asteroiden untersuchen, der von einer Raumsonde im Weltall eingesammelt und zur Erde zurückgebracht wurde. Dr. Ute Böttger vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gehört zu einem von elf Teams weltweit, die mit den außerirdischen Asteroidenteilchen der japanischen Hayabusa-Mission wissenschaftlich arbeiten dürfen.
Um Experimente ohne den störenden Einfluss der Erdgravitation durchzuführen, gibt es nur wenige Möglichkeiten. Eine davon startete am 25. November 2012 vom schwedischen Raketenstartplatz Esrange in Kiruna: Die Höhenforschungsrakete Mapheus-3 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hatte vier Experimente an Bord, die während des Flugs dreieinhalb Minuten lang in der Schwerelosigkeit abliefen. Dabei wurden unter anderem auf der Rakete Metall-Proben in Öfen geschmolzen. Die erstarrten Proben wurden am 26. November 2012 mit dem Schneemobil geborgen.
In Deutschland wird nach über 25 Jahren erstmals wieder ein Telekommunikationssatellit gebaut: Hispasat Advanced Generation 1 (HAG1). Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat den Subauftrag mit der OHB System AG mit einem Auftragsvolumen von knapp drei Millionen Euro am 22. November unterschrieben.
Am 20. und 21. November 2012 tagten Delegierte der 20 Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation ESA sowie Delegierte aus Kanada im Kongresszentrum "Mostra d'Oltremare" im italienischen Neapel. Der Beginn der ESA-Präsidentschaft der Schweiz und Luxemburgs war gekennzeichnet durch eine intensive und erfolgsorientierte Verhandlungsführung. Nach zwei Tagen intensiver Diskussionen wurde die Ministerratskonferenz erfolgreich abgeschlossen: Die deutschen Positionen zur Zukunft der europäischen Träger-Rakete Ariane und der Internationalen Raumstation ISS bis 2020 konnten umgesetzt werden. Basis dafür waren auch die gemeinsamen deutsch-französischen Gespräche. Die Delegationen stellten die finanziellen und inhaltlichen Weichen für die europäischen Raumfahrt-Programme in den kommenden Jahren.
Wie lässt sich die Qualität der Schwerelosigkeit auf Forschungsraketen verbessern? Dieser Frage geht ein Studententeam der FH Aachen auf der Forschungsrakete REXUS 11 nach.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fördert ein Erdbeobachtungsinstrument, das die Wettervorhersage noch genauer machen soll: "METimage" heißt das multispektrale, abbildende Radiometer, mit dessen Entwicklung das DLR-Raumfahrtmanagement die Jena-Optronik GmbH beauftragt hat.
Der Standort Trauen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll in Zukunft durch neue Testanlagen wieder verstärkte Bedeutung für die Luft- und Raumfahrtforschung erlangen. Hierzu wird der Bewilligungsbescheid am 15. Oktober 2012 durch den niedersächsischen Wirtschaftsminister Jörg Bode an den DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Johann-Dietrich Wörner überreicht. Das Land Niedersachsen investiert rund 2,7 Millionen Euro. Das DLR gibt über 6,5 Millionen Euro für die Infrastruktur hinzu und Industriepartner Astrium fördert den Standort mit einer Million Euro. Die Mittel werden für eine umfassende Erneuerung und Erweiterung der Infrastruktur des Standorts verwendet und sollen unter anderem für Wissenschaftler des DLR sowie für industrielle Partner gute Voraussetzungen für die Forschung schaffen.
Die ersten beiden Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo kreisen seit dem 21. Oktober 2011 um die Erde – nun werden zwei weitere folgen: Am 12. Oktober 2012 soll um 20.15 Uhr Mitteleuropäischer Zeit eine Sojus-Rakete die Satelliten Nummer 3 und 4 zu ihrem Einsatzort ins Weltall bringen. In über 23.000 Kilometern Höhe werden dann vier Satelliten in ihren Umlaufbahnen fliegen.
Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben entscheidend bei der Erstellung des Berichts der World Meteorological Organization (WMO) zur Entwicklung der Ozonschicht in der Stratosphäre mitgewirkt. Nach den dortigen Abschätzungen wird die Ozonschicht etwa Mitte des 21. Jahrhunderts wieder die gleiche Dicke haben wie zu Beginn der 1980er Jahre.
Wenn die japanische Sonde Hayabusa-II 2014 zum Asteroiden 1999 JU 3 startet, um dort Bodenproben zu sammeln, wird sie Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit an Bord führen: Dieser soll nach Ankunft beim Asteroiden, 2018, aus der Sonde ausgeklinkt werden, auf dem Asteroiden landen, sich automatisch aufrichten und sich durch Hüpfen von einer Messung zur nächsten bewegen. Das Memorandum of Understanding - die Vereinbarung für die Zusammenarbeit - unterzeichnetem DLR und die japanische Raumfahrtagentur JAXA am 1. Oktober 2012 auf dem International Astronautical Congress IAC in Neapel.
Fast auf den Tag genau sechs Monate nach seiner Ankunft an der Internationalen Raumstation ISS am 29. März 2012 hat Europas Raumtransporter ATV-3, benannt nach dem bekannten italienischen Physiker Edoardo Amaldi, den Außenposten im All am 28. September 2012 um 23.44 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) planmäßig wieder verlassen.
Der Forschungsballon BEXUS 15 hob am 25. September 2012 um 12:18 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit vom schwedischen Raumfahrtzentrum Esrange zu seinem mehrstündigen Flug in die Stratosphäre ab. Bereits am Tag zuvor war der Schwesterballon BEXUS 14 erfolgreich gestartet.
Ein Roboterarm, der nur mit den Gedanken einer querschnittsgelähmten Frau gesteuert wird - um dies zu erreichen, vernetzten Prof. Patrick van der Smagt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Prof. John P. Donoghue von der amerikanischen Brown University Erkenntnisse ihrer beiden Forschungsgebiete Robotik und Neurowissenschaft. Für diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zeichneten die Helmholtz-Gemeinschaft und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft die beiden Forscher am 20. September 2012 mit dem Erwin-Schrödinger-Preis aus.
Der europäische Wettersatellit des Typs MetOp-B ist am 17. September 2012 um 18.28 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit an Bord einer Soyuz-Rakete vom russischen Kosmodrom in Baikonur (Kasachstan) gestartet. MetOp-A, -B und -C sind drei baugleiche Satelliten. Ihre zwölf Instrumente liefern meteorologische Daten, um ein dreidimensionales meteorologisches Bild unserer Erde zu erstellen und somit zu einer Verbesserung der Wettervorhersagen beitragen.
Vom 11. bis 16. September 2012 präsentierte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der ILA Berlin Air Show 2012 Luft- und Raumfahrt von morgen. Den schätzungsweise 230.000 Besuchern der ILA zeigte das DLR als größter institutioneller Aussteller auf über 600 Quadratmetern insgesamt 80 Exponate in zwei getrennten Ausstellungsbereichen in der Raumfahrthalle (Halle 4). Auch spektakuläre Fluggeräte der Forschungsflotte konnten auf dem Freigelände besichtigt werden.
Menschen können Schwerelosigkeit auf der Internationalen Raumstation ISS erleben - dann müssen sie aber Astronaut sein. Ein Parabelflug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ermöglicht Wissenschaftlern an Bord eines umgebauten Airbus, Experimente unter Schwerelosigkeitsbedingungen durchzuführen. Zum Abschluss der 20. DLR-Parabelflugkampagne macht der A300 ZERO-G vom 14. bis 16. September 2012 Station auf der ILA Berlin Air Show und öffnet seine Türen auch für Besucher.
Ein Service-Satellit fängt einen unkontrollierbaren Satelliten im All ein, repariert oder betankt ihn und kümmert sich am Missionsende darum, dass der defekte Satellit kontrolliert entsorgt wird. Was sich nach Science Fiction anhört, ist der Wirklichkeit nun ein Stück näher.
Vom imposanten Oberstufentriebwerk Vinci bis zur kleinen, aber wichtigen Platine MOSFET für den Flug zum Asteroiden 1993 JU3 - das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt auf seinem Messestand vom 11. bis 16. September neue Entwicklungen in der Raumfahrt bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA 2012.
Studierende deutscher Hochschulen können ab sofort wieder beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Vorschläge für Experimente einreichen, die entweder auf einem BEXUS-Ballon im Herbst 2013 oder einer REXUS-Rakete im Frühjahr 2014 durchgeführt werden sollen.