Ein riesiges Einschlagsbecken am Südpol. Tiefe Furchen um den Äquator. Dunkles Material an den Kratern, das die Planetenforscher ins Rätseln bringt. Und ein Berg, der mehr als doppelt so hoch wie der Mount Everest ist. Der Asteroid Vesta, den die Raumsonde Dawn seit Juli 2011 mit einem deutschen Kamerasystem an Bord umkreiste, hat die Wissenschaftler ins Staunen gebracht.
Satelliten mit elektrischen Antrieben, ein "Maulwurf" für den Mars-Untergrund, ein robotisches Mobil, das sich wie eine Krabbe seitwärts bewegt, eine Prise Mondstaub und ein medizinisches Mitmachexperiment, das die Probanden am eigenen Körper erfahren lässt, auf welche Bedingungen sich Herz und Kreislauf in Schwerelosigkeit einstellen müssen: Mit diesen und 23 weiteren Raumfahrt-Themen präsentiert sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 11. bis 16. September im "Space Pavilion" der internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA-Berlin-Air-Sow 2012.
Die NASA hat eine weitere Landemission für den Mars beschlossen: Die Mission InSight soll 2016 zum Mars fliegen und mit geophysikalischen Experimenten einen Blick in sein Inneres werfen. Mit dabei ist ein vom DLR entwickeltes Experiment, das mehrere Meter tief in den Marsboden eindringen wird, um dort Wärmefluss-Messungen vorzunehmen und die thermo-mechanischen Eigenschaften des Marsbodens zu erforschen.
Wie die Luft- und Raumfahrt von morgen aussieht, zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 11. bis 16. September 2012 auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin. Das DLR ist der größte institutionelle Aussteller der ILA und präsentiert sich in der „Space & Aeronautic World“ (Halle 4) auf einem über 600 Quadratmeter großen Stand.
Sieben Minuten werden am 6. August 2012 darüber entscheiden, ob die Mission Mars Science Laboratory (MSL) erfolgreich sein wird. Dann soll der 900 Kilogramm schwere Rover "Curiosity" in seiner Eindringkapsel 125 Kilometer über der Marsoberfläche abgebremst und anschließend an einem so genannten "Skycrane", einem Himmelskran, sicher auf dem Roten Planeten aufsetzen. Für die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Christian-Albrechts-Universität Kiel hingegen sind die ersten Erfolge schon jetzt sichtbar: Sie haben bereits während des Flugs zum Mars mit dem Strahlungsmessgerät RAD (Radiation Assessment Detector) die Strahlung im Weltraum gemessen. Nach der Landung des Rovers werden mit RAD dann zum ersten Mal Strahlungswerte direkt auf dem Mars selbst gemessen. "Mit den Ergebnissen können wir dann berechnen, wie sich zum Beispiel zukünftige Marsastronauten vor der Strahlung schützen müssen", erläutert DLR-Wissenschaftler Dr. Günther Reitz.
Am 2. August 2012 um 22.54 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist zum 50. Mal in Folge eine Ariane 5 erfolgreich gestartet. Der europäische Schwerlast-Träger hatte zwei Kommunikationssatelliten - INTELSAT 20 und HYLAS 2 - an Bord. Die Trägerrakete ist seit 1996 im Einsatz und speziell darauf ausgelegt, schwere Nutzlasten bis zu zehn Tonnen Gewicht in ihre Erdumlaufbahn zu transportieren. Insgesamt beteiligten sich zwölf Länder an der Entwicklung. Die deutsche Industrie hat heute einen Anteil von fast 20 Prozent am Bau der Ariane 5. "Deutschland ist ein unverzichtbarer Partner im Ariane-Programm der europäischen Raumfahrtorganisation ESA“, sagt Denis Regenbrecht vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Das Bodensegment für GMES nimmt Gestalt an: Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird europäisches Datenzentrum für die GMES-Satelliten Sentinel-1 und Sentinel-3.
Die weltweit wichtigste Konferenz zu den Forschungsbereichen Geowissenschaften und Fernerkundung hat begonnen - bis zum 27. Juli 2012 sind im Internationalen Kongresszentrum München rund 2.400 Experten aus mehr als 70 Ländern zu Gast. Im Mittelpunkt der IGARSS (International Geoscience and Remote Sensing Symposium) stehen neue neue Technologien und Anwendungen, integrierte Erdbeobachtungssysteme, Methoden zur Satellitenbildverarbeitung und Informationsextraktion sowie laufende und zukünftige Satellitenmissionen. Die Konferenz ist über ihre Fachgrenzen hinaus richtungsweisend und ein alljährlicher Höhepunkt im Veranstaltungskalender. Die IGARSS 2012 wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgerichtet, gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der Geoscience and Remote Sensing Society (GRSS) des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE).
Am 22. Juli 2012 ist um 8:41:39 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (12:41:39 Uhr Ortszeit) der erste deutsche Kleinsatellit des OOV-Programms an Bord einer russischen Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof in Baikonur (Kasachstan) gestartet: TET-1 ist ein Technologieerprobungsträger mit elf Experimenten an Bord, die sich ein Jahr lang unter realen Weltraumbedingungen bewähren müssen.
Die ersten Atmosphärenforscher waren noch auf Ballone angewiesen, um ihrem Forschungsobjekt möglichst nahe zu kommen. Als sich das Institut für Physik der Atmosphäre des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 1. Juli 1962 gründete, konnten die Wissenschaftler schon wesentlich komfortabler mit einem Flieger die Atmosphäre erkunden. Von Dekade zu Dekade jedoch kamen neue Aufgabenfelder und Techniken hinzu. Am 29. Juni 2012 feiert das Institut sein 50-jähriges Bestehen mit einem wissenschaftlichen Kolloquium. Zeitgleich verabschiedet sich Prof. Dr. Ulrich Schumann, der in den vergangenen 30 Jahren das Institut als Direktor leitete. Sein Nachfolger wird Prof. Dr. Markus Rapp.
Nach dem Flug des Raumfahrzeugs Shefex II am 22. Juni 2012 ziehen die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine erste Bilanz. "Shefex II ist wie vorberechnet geflogen, wir haben für alle Experimente umfangreiche und wertvolle Daten in Echtzeit erhalten", sagt DLR-Projektleiter Hendrik Weihs. Mit dem Flugkörper erforschen die Wissenschaftler Technologien, mit denen der Wiedereintritt von Raumfahrzeugen kostengünstiger wird. Nach dem Flug sollte ein Schiff einen Teil des Raumfahrzeugs westlich von Spitzbergen bergen, doch fehlende Daten in den letzten Flugsekunden und die schlechte Wetterlage auf See erschwerten dies. Nun prüfen die Forscher, ob eine Ortung und Bergung vom Meeresgrund möglich ist.
Ein wichtiger Meilenstein für die Inbetriebnahme einer europäischen "Datenautobahn" im All ist erreicht: Am 25. Juni 2012 haben der DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Johann-Dietrich Wörner, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Astrium GmbH, Evert Dudok, und Gerhard Bethscheider, Geschäftsführer der SES ASTRA TechCom S.A. (Luxemburg) im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen die Verträge für große Teile des Bodensegments des neuartigen europäischen Datenrelais-Systems EDRS unterzeichnet. Damit steigt Europas Unabhängigkeit in der weltraumgestützten Satellitenkommunikation.
Zehn Minuten dauerte der Flug - dann landete das kantige Raumfahrzeug Shefex II wieder westlich von Spitzbergen. Die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) starteten die sieben Tonnen schwere und fast 13 Meter lange Rakete mit ihrer Nutzlast am 22. Juni 2012 um 21.18 Uhr von der norwegischen Raketenstation Andoya. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre überstand Shefex Temperaturen von über 2500 Grad Celsius und sendete Messdaten von über 300 Sensoren zum Boden. "Mit dem Flug von Shefex II sind wir wieder einen Schritt weiter auf dem Weg, ein Raumfahrzeug zu entwickeln, das einfach gebaut ist wie eine Raumkapsel, aber Steuerungs- und Flugmöglichkeiten hat wie zum Beispiel das Space Shuttle - nur deutlich billiger", sagt Projektleiter Hendrik Weihs.
Heute vor genau fünf Jahren, am 15. Juni 2007 um 04:14 Uhr MESZ, startete der deutsche Radarsatellit TerraSAR-X vom russischen Kosmodrom Baikonur ins All. Das Datum steht für den Beginn einer neuen Phase der Satelliten-Fernerkundung in Deutschland. Auf fünf Jahre ausgelegt, hat der Erdtrabant seine Soll-Lebenszeit jetzt erfüllt – doch sein hervorragender Zustand läßt weitere erfolgreiche Betriebsjahre erwarten.
Unter dem Motto "For the benefit of our world" (Zum Nutzen für unsere Welt) hat in Stockholm die internationale Raumfahrt-Fachkonferenz "SpaceOps 2012" begonnen. Bis zum 15. Juni 2012 diskutieren rund 650 Fachleute aus nahezu allen Raumfahrtnationen über den neuesten Stand von Forschung und Entwicklung im Bereich des Raumfahrtbetriebs. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die schwedische Weltraumorganisation SSC sind Co-Veranstalter.
Jetzt oder nie: Zumindest für diejenigen, die zurzeit leben, ist am 6. Juni in Deutschland, Österreich und der Schweiz etwa zwischen 4.40 Uhr und 6:55 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) die letzte Gelegenheit, die Venus auf ihrer Bahn zwischen Erde und Sonne zu beobachten. Wie ein schwarzer, kreisförmiger Fleck, der über die Sonnenscheibe wandert, wird die Venus zu sehen sein - und dieses Schauspiel erst wieder in 105,5 Jahren, also im Dezember 2117, wiederholen. "Man kann die schwarze Venus gerade noch mit dem bloßen Auge auf der Sonne erkennen - allerdings muss man dazu unbedingt eine Sonnenfinsternis-Brille benutzen, um nicht das Augenlicht zu verlieren", empfiehlt Dr. Manfred Gaida, Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Astronom.
Vom 22. bis 25. Mai 2012 präsentiert sich das Robotik und Mechatronik Zentrum (RMC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der internationalen Leitmesse für Automation und Mechatronik, der Automatica in München. Insgesamt 15 Exponate zeigen einen Teil des gegenwärtigen Spitzenportfolios des RMC – aus den Querschnittsbereichen Raumfahrtrobotik, Medizinrobotik und industrielle Assistenzrobotik. Mehrmals täglich finden dazu Live-Demonstrationen für alle Fachbesucher statt – in der Halle B3 am Stand 520/521 des DLR. Im Folgenden eine Auswahl der wichtigsten Exponate:
Fast 15 Jahre lang war eine 58-Jährige US-Amerikanerin infolge eines Hirnschlages gelähmt. Mithilfe eines vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten Roboterarms, den sie über ein Implantat in ihrem Hirn steuerte, konnte sie dann zum ersten Mal wieder alleine aus einer Flasche trinken. Die DLR-Wissenschaftler stellen die Ergebnisse nun in der Zeitschrift "Nature" vor.
Zum "richtigen" Planeten hat es nicht ganz gereicht: Trotzdem zeigt Vesta, der mit 530 Kilometern Durchmesser zweitmassivste Asteroid unseres Sonnensystems, zahlreiche Eigenschaften eines Planeten. Das ist eines von mehreren bedeutenden Ergebnissen der NASA-Mission Dawn, die am 11. Mai 2012 im Wissenschaftsmagazin SCIENCE veröffentlicht werden.
Erste Ergebnisse mit dem deutschen GREAT-Empfänger an Bord des Flugzeug-Observatoriums SOFIA wurden nun in der europäischen Astronomie-Zeitschrift "Astronomy & Astrophysics" veröffentlicht.