:enviFit



Ein Aufenthalt von Astronauten im All führt zu einer deutlichen Schwächung des Herz-Kreislaufsystems genauso wie zum erheblichen Abbau von Muskel- und Knochenmasse und ‑stärke. Dies haben Astronauten mit der älteren Bevölkerung – insbesondere Bettlägerigen und damit Immobilisierten – gemein; ein Aspekt, der vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt. Ähnliche Zustände sind aber auch bei jungen, bewegungsarmen Menschen zu finden. Die Kosten, die aufgrund der Bewegungsarmut und entsprechender Folgekrankheiten auftreten wie Osteoporose, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle sowie mehrere Formen von Krebs sind immens.

Es gilt also, einerseits sowohl für den Astronauten, aber auch den alternden bzw. immobilen Menschen, effektive wie effiziente Gegenmaßnahmen zu entwickelnDarum müssen präventive Maßnahmen entwickelt werden, die die Entstehung von immobilitätsinduzierten Erkrankungen reduzieren oder sogar ganz verhindern können.

:enviFit (":envihab - Fitness") ist eine modular aufgebaute Versuchsanlage, in der es möglich ist, physiologische Veränderungen, wie sie z.B. während Immobilität oder in Mikrogravitation auftreten, zu simulieren. Dies erfolgt einerseits durch Bettruhe mit einer Kopf-Tieflage von 6°, andererseits durch Anwendung von trockener Wasserimmersion, also Wasserbassins, die es ermöglichen, Probanden über Tage oder auch Wochen zu untersuchen. Bei der Immersion liegen die Probanden zwar auf dem Wasser auf, sind aber durch eine wasserundurchlässige Plane vom Wasser getrennt und sind auf diese Weise „schwerelos“.


URL dieses Artikels
http://www.dlr.de/envihab/desktopdefault.aspx/tabid-6914/11407_read-26638/