Aktuelle Temperatur-, Vegetations- und Ozonkarten



Meeresoberflächentemperaturen

Seit Februar 1993 generiert das DFD aus den in Oberpfaffenhofen empfangenen Daten der NOAA-AVHRR Satelliten (beginnend mit NOAA-11) täglich Kartierungen der Meeresoberflächentemperatur für das Mittelmeer, die Nordsee und den Atlantik um Madeira. Dazu werden drei Tages- und drei Nachtaufnahmen verwendet. Die simultane Aufzeichnung des Sensors in zwei Spektralkanälen im thermischen Infrarot ermöglicht dabei die Korrektur atmosphärischer Einflüsse. Die Kartierungen haben eine radiometrisch Auflösung von 0.125 ° C und eine geometrische Pixelgröße von ca. 1.1 km im Nadir; Für die Darstellung wird eine Mercator-Projektion benutzt. Aus den täglichen Aufnahmen werden zudem operationell Wochen- und Monatsmittel erstellt, dabei werden durch Wolken verursachte Meßlücken sukzessive gefüllt.

Temperaturen der Landoberflächen in Europa (LST)

Die Berechnung der Landoberflächentemperatur aus den Satellitendaten ist ungleich komplexer, da das Absorptionsverhalten unterschiedlichster Bodenbedeckungen berücksichtigt werden muss. Die resultierenden Landoberflächentemperaturkarten werden für unterschiedlichste Anwendungen eingesetzt. Zum einen für geowissenschaftliche Studien, aber auch als Entscheidungshilfen bei der Beurteilung der Eignung von Gebieten für landwirtschaftlichen Anbau, oder des Einflusses von Grünflächen auf das Stadtklima. Stadtplanung. Das DFD verwendet zur Erzeugung der Temperaturkarten jeweils drei Tages- und drei Nachtaufnahmen.

Biomasse-Index NDVI für Europa

Täglich werden drei aufeinanderfolgende NOAA Szenen ausgewertet um ein Datenprodukt in stereografischer Projektion für Europa und Nordafrika zu berechnen, das als Normalisierter Differenzieller Vegetationsindex bezeichnet wird. Dazu wird für jedes Bildpixel der Quotient aus der Differenz der Rückstreuung im nahen Infrarot und im roten Licht und der Summe der Rückstreuung in beiden Kanälen berechnet. Dieser Wert gibt Auskunft über die Vegetionsdichte. Aus den täglichen Aufnahmen werden zudem operationell Wochen- und Monatsmittel erstellt, dabei werden durch Wolken verursachte Meßlücken sukzessive gefüllt.

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Globale Ozondaten

Das Global Ozone Monitoring Experiment-2 (GOME-2) ist eines der Instrumente der neuen Generation an Bord Satelliten MetOp-A (Start Oktober 2006). Es setzt die Langzeitmessungen atmosphärischer Spurengase fort, die mit GOME auf ERS-2 und SCIAMACHY auf Envisat begonnen wurden. GOME-2 Kartierungen werden für atmospherisches Ozon, Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid und weitere Spurengase vorgenommen. Des weiteren werden Wolkeneigenschaften und die Intensität der UV-Strahlung untersucht. Diese Daten sind entscheidend für die Bestimmung der Zusammensetzung der Atmosphäre und die Beobachtung von Verschmutzungen.


Kontakt
Katrin Molch
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum
, Informationstechnik
Tel: +49 8153 28-1988

Fax: +49 8153 28-1448

E-Mail: Katrin.Molch@dlr.de
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SST, LST und NDVI (http://www.dlr.de/eoc/de/Portaldata/60/Resources/dokumente/7_sat_dat/SST-LST-NDVI.pdf)