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Gewässerfernerkundung



 GW
zum Bild GW

Zwei Arbeitsgruppen im EOC befassen sich mit der Gewässerfernerkundung, nämlich die Teams Optische Verfahren (Berlin) und SAR-Ozeanografie (Oberpfaffenhofen). Die Gewässerfernerkundung befasst sich mit der Entwicklung, Implementierung und Validierung von Modellen und Algorithmen zur Auswertung satellitengestützter, optischer und Radar-Sensoren für marine und maritime Anwendungen.

Das Ziel der wissenschaftlichen Arbeiten ist die Bereitstellung von Verfahren und Prozessor-Prototypen zur Ableitung biologischer, ökologischer und meteo-mariner Parameter aus den Satellitendaten:

  • zur Überwachung des biologischen und ökologischen Zustandes von Küsten- und Binnengewässern sowie dessen Veränderung
  • zur Ableitung von Umweltindikatoren zum Monitoring europäischer Umweltrichtlinien
  • zur Wind-, Seegangs- und Eiskartierung zur Verbesserung ozeanografischer Vorhersagemodelle und für verschiedenen Anwendungen
  • für Küsten- und Gewässermanagement sowie
  • die maritime Sicherheit

Als Datenquellen werden verschiedene spektral hochaufgelöste und hyperspektrale optische Sensoren und Synthetik-Apertur-Radar auf nationalen und internationalen Fernerkundungssatelliten genutzt. Gegenwärtige Schwerpunkte sind die Nutzung von ENVISAT (ESA) und TerraSAR-X (D) sowie die Vorbereitung der neuen Missionen TanDEM-X und EnMAP.

Bei der Algorithmenentwicklung kommen bio-optische und Strahlungstransportmodelle im optischen Spektralbereich, SAR-Abbildungsmodelle und Bildverarbeitungstechniken zum Einsatz. Für die Kalibration von Satelliten- und Flugzeugsensoren und die Validierung der Modelle und Algorithmen werden spezielle Messkampagnen mit eigener Messtechnik (u.a. Atmosphären- und Tauchspektrometer, bodengestütztes Radar) in Kooperation mit externen Partnern durchgeführt. Im Rahmen der Mission EnMAP (ab 2013) wird die In-Orbit Kalibration des Hyperspektralsensors in der Abteilung angesiedelt sein.

Die Arbeiten dienen damit im Wesentlichen der Erschließung neuer Anwendungsbereiche für Fernerkundungsdaten und prä-operationellen Entwicklungen im Umfeld des europäischen GMES-Programms (Global Monitoring for Environment and Security). Diese Entwicklungen werden gemeinsam mit dem DFD in operationelle Near-Real-Time Produktketten umgesetzt (nahe-Echtzeit, NRT). Dafür ist die Abteilung in mehreren nationalen und internationalen GMES-Projekten engagiert. Die wissenschaftlich-methodischen Ergebnisse fließen in problemangepasste Konzepten für neue Erdbeobachtungsinstrumente und -missionen ein.

Die Teams der Gewässerfernerkundung sind im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeiten und durch Forschungs- und Anwendungsprojekte mit einer Vielzahl von Partnern, darunter wissenschaftlichen Einrichtungen wie auch Anwenderinstitutionen, vernetzt.


Kontakt
Harald Krawczyk
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Institut für Methodik der Fernerkundung
, Photogrammetrie und Bildanalyse
Berlin-Adlershof

Tel.: +49 30 67055-652

Fax: +49 30 67055-642

Dr.rer.nat. Susanne Lehner
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Institut für Methodik der Fernerkundung
, SAR-Signalverarbeitung
Weßling

Tel.: +49 8153 28-3457

Fax: +49 8153 28-3857

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