Die Bilder der Ausstellung
Ursprünglich wurden die Daten für wissenschaftliche Zwecke erhoben. Die gezeigten Darstellungen sind aber in erster Linie nach ästhetischen Gesichtspunkten ausgewählt worden. Hierbei spielt der entscheidende Vorteil der Satellitentechnik eine große Rolle: "Satelliten erfassen die Erdoberfläche auch außerhalb des für uns sichtbaren Lichtes. Mit Radarsatelliten ist es zudem möglich, Aufnahmen auch nachts und durch Wolken hindurch zu erstellen", erklärte Klaus Hamacher, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DLR, bei der Ausstellungseröffnung am 28. März im Gasometer. "Diese Bilder verfügen über eine solche Schönheit, die sonst nur Kunstwerken eigen ist. Es werden Blicke auf gewaltige Gebirge und Wüsten ermöglicht, auf Flüsse und Ozeane, auf unberührte Natur und auf vom Menschen veränderte Landschaft mit heiligen Stätten und Industriemetropolen", sagte die Geschäftsführerin des Gasometers, Jeanette Schmitz.
Fernerkundung der Erde
Deutsche Radartechnik
"Bei der Erdfernerkundung mit Radar ist Deutschland weltweit führend", sagte Hamacher. Radarsensoren können digitale Höhenmodelle anfertigen, wie zum Beispiel im Februar 2000 bei der Shuttle Radar Topography Mission (SRTM). Während der elftätigen Mission, auf der auch der deutsche ESA-Astronaut Gerhard Thiele mit flog, wurden Daten für eine digitale Höhenkarte der Erde aufgenommen. Mit diesen Informationen erzeugte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein globales, digitales Höhenmodell, dessen Rastermaß am Boden 25 Meter betrug, bei einer relativen Höhengenauigkeit von fünf Metern. Mit TerraSAR-X wird Deutschland in einigen Wochen einen Radar-Satelliten starten, der Bilder mit einer Auflösung von bis zu einem Meter erlaubt. Ein Modell von TerraSAR-X im Maßstab 1:5 ist Teil der Ausstellung "Das Auge des Himmels".
Die menschliche Dimension im Universum
Die höchste Ausstellungshalle Europas
Besucherinformationen
Dauer der Ausstellung: 29. März 2007 bis 2. Dezember 2007 / verlängert bis 2. November 2008
Das DLR im Überblick
Das DLR ist das nationale Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Verkehr und Energie sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrt-Agentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten sowie für die internationale Interessenswahrnehmung zuständig. Das DLR fungiert als Dachorganisation für den national größten Projektträger.
In 32 Instituten und Einrichtungen an den acht Standorten Köln-Porz, Berlin-Adlershof, Bonn-Oberkassel, Braunschweig, Göttingen, Lampoldshausen, Oberpfaffenhofen und Stuttgart beschäftigt das DLR ca. 5.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das DLR unterhält Außenbüros in Brüssel, Paris und Washington, D.C.
Der Gasometer im Überblick
Der Gasometer in Zahlen:
Höhe: 117,5 m Durchmesser: 67,6 m Nutzvolumen: 347.000 Kubikmeter Ausstellungsfläche: rd. 7.000 Quadratmeterdavon Unterscheibenraum rd. 3.500 QuadratmeterScheibe rd. 3.000 QuadratmeterManege + Tribüne rd. 500 Quadratmeter