Schon heute lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten und der globale Trend der Urbanisierung schreitet mit zunehmender Dynamik voran. Ausuferndes Flächenwachstum, hohes Verkehrsaufkommen oder soziale Spannungen, aber auch die Anfälligkeit der Ballungszentren gegenüber Naturgefahren wie etwa Erdbeben oder Unwettern, sind nur einige der mit dieser Entwicklung einhergehenden Probleme. Sie zeigen aber, dass ein nachhaltiges Management des Stadt-Umland-Systems von zentraler Bedeutung für die Aufrechterhaltung der vielfältigen Funktionen von Siedlungsräumen ist. Ein Kernelement der nachhaltigen Siedlungsentwicklung und des Managements von Kulturlandschaften ist das Wissen über die Abläufe in und die Wechselwirkungen zwischen natürlicher, bebauter und sozio-ökonomischer Umwelt. Zentraler Baustein für den Aufbau dieses Wissens ist wiederum eine profunde Basis an Geoinformationen zu den entsprechenden räumlichen und sozio-ökonomischen Phänomenen.
Das Team „Siedlungsraum und Landmanagement“ beschäftigt sich mit der Entwicklung von Fernerkundungsmethoden und Informationsprodukten, die ein nachhaltiges Management von Siedlungsflächen und Kulturlandschaften unterstützen. Hierzu werden vornehmlich räumlich hoch- und höchstauflösende Daten passiver und aktiver Sensorsysteme (multispektral, hyperspektral, SAR) genutzt und mittels (semi-)automatischer Bildanalyseverfahren ausgewertet. Der Fokus der Anwendungen liegt dabei auf drei Kernbereichen
Aus methodischer Sicht umfassen die Entwicklungen insbesondere