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Anwendungen und Projekte: Umwelt und zivile Sicherheit


Vor dem Hintergrund der Klimaveränderung gewinnen der Aufbau vernetzter Services zur globalen Umweltbeobachtung, die Entwicklung von Systemen für Frühwarnung und Katastrophenmanagement zunehmend an Bedeutung. Das EOC ist an zahlreichen Projekten (EU, ESA) beteiligt, kooperiert mit nationalen und internationalen Organisationen, (UN-Spider Büro, THW) und betreibt das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation ZKI.
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Projekte im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU

CLIMB


Aktuellen Klimaprojektionen folgend ist der Mittelmeerraum hohen Risiken im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels und damit verbundene Änderungen bzw. Extreme im hydrologischen Haushalt ausgesetzt. CLIMB - Climate Induced Changes on the Hydrology of Mediterranean Basins - zielt auf die Entwicklung eines neuen konzeptionellen Rahmens mit verbessertem Geländemonitoring und Fernerkundungstechniken, angepasster hydrologischer Modellierungen sowie sozio-ökonomischen Faktorenanalyse. Unsicherheiten in der Analyse von Auswirkungen des Klimawandels sollen so signifikant reduziert, Risiken quantifiziert werden.
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DITAC


Innerhalb des EU FP7 Projekts „Disaster Training Curriculum – DITAC“ wird ein umfassender Trainingslehrplan für Ersthelfer und strategische Krisenmanager zur Bewältigung nationaler und internationaler Katastrophen und Krisen entwickelt. Dazu wird ein standardisierter, verständlicher und effizienter EU weiter Ansatz verfolgt, um Katastrophen- und Krisensituationen koordiniert zu bewältigen. Das Training wird Krisenmanager befähigen dynamische Entwicklungen innerhalb einer Katastrophen- oder Krisensituation zu erfassen, zu analysieren und die Krisenbewältigung effizient und angemessen zu koordinieren.
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GIONET


Ziel von GIONET (GMES Initial Operations - Network for Earth Observation Research Training) ist es ein Europäisches Kompetenzzentrum für die Ausbildung von jungen Forschern in Themen der Erdbeobachtung zu errichten, um geschultes Personal für die aufkommenden GMES Services während der GMES Initialphase (2011-2013) und darüber hinaus bereitzustellen.
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G-NEXT


Das Copernicus (ehemals GMES) FP 7-Projekt G-NEXT basiert auf Grundlagen, die in vorhergehenden GMES Sicherheits- und Notfallprojekten wie G-MOSAIC, LIMES und SAFER gelegt wurden. Ziel ist es, den Nutzern des GMES Sicherheitsbereiches georäumliche Informationsprodukte zur Verfügung zu stellen, um sie bei der Bewältigung komplexer Krisenszenarien im Bereich von Naturgefahren und menschgemachten Katastrophenereignissen zu unterstützen. Die Unterstützung im Krisenmanagement reicht dabei im Allgemeinen von Prävention (Notfallpläne, Referenzkarten) über die direkte Krisenreaktion (Notfallkartierung) bis zur Nachsorge (Schadensabschätzung, Langfristige Beobachtung).
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G-SEXTANT


G-SEXTANT ist ein FP 7-Projekt im Rahmen von Copernicus (ehemals GMES) mit dem Ziel ein Portfolio an Erdbeobachtungsprodukten und -services zu entwickeln, um in erster Linie den geo-räumlichen Informationsbedarf des Europäischen Auswärtigen Dienstes zu decken. Dabei wird auf die Entwicklung von möglichen prä-operationellen Diensten im Rahmen definierter Szenarien (z.B. Humanitäre Hilfe, natürliche Ressourcen in Konfliktregionen), die Anpassung von Produkten an die Nutzeranforderungen und die Entwicklung eines standardisierten Produkt Portfolios fokussiert.
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SENSUM


Millionen von Menschen sind jedes Jahr erheblichen Risiken durch Naturkatastrophen ausgesetzt. In diesem Zusammenhang reagiert das GMES/Copernicus FP 7 Projekt „Sensum - Framework to integrate Space-based and in-situ sENSing for dynamic vUlnerability and recovery Monitoring” auf die dringende Notwendigkeit zeitabhängige Gefährdung und Verwundbarkeit durch Naturkatastrophen abzuschätzen. Durch Kombination fernerkundlicher und in-situ Datenerhebung für Testgebiete in und außerhalb Europas, zielt das Projekt auf einen umfassenden Ansatz ab, der sowohl zur dynamischen und multi-skaligen Vulnerabilitätsabschätzung vor einer Naturkatastrophe, als auch zur Planung und Überwachung der Recovery-Phase nach einem Ereignis dient. Unter der Federführung des GFZ und einem Konsortium von acht führenden internationalen wissenschaftlichen Instituten einschließlich des DLR soll das Projekt einen neuen Standard für die zukünftige Abschätzung von Vulnerabilität etablieren.
Nationale Projekte und GMES-Downstream-Services

PROTECTS


Im Jahr 2005 begann im Rahmen des Projekts GITEWS (German-Indonesian Tsunami Early Warning System) der Aufbau von Kernelementen eines Tsunamifrühwarnsystems für den Indischen Ozean mit Schwerpunkt in Indonesien. Im Rahmen dieses Projekts wurde unter Federführung des GFZ von einem Konsortium deutscher Forschungseinrichtungen (GFZ, AWI, DLR, HZG, GEOMAR, KDM, BGR, UNU-EHS und GIZ) ein Frühwarnsystem aufgebaut, das am 29. März 2011 an Indonesien übergeben wurde. Der Aufbau des Systems verfolgt einen sogenannten End-to-End-Ansatz, also die gesamte Warnkette von der Erfassung der Naturgefahr über die Entscheidungsunterstützung und die Warnungsdissemination bis hin zur Schulung und Ausbildung der lokalen Bevölkerung und die Gefährdungsvorsorge.
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SASSCAL


SASSCAL (Southern Africa Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land-use) ist eine gemeinsame Initiative von Angola, Botswana, Namibia, Südafrika, Sambia und Deutschland welche auf die Herausforderungen des globalen Wandels reagiert und als regionaler Motor für Innovation und Austausch von Wissen steht. Damit soll die Implementierung einer anpassungsfähigen Landwirtschaft weiter vorangetrieben und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung unter den Bedingungen des globalen Wandels ermöglicht werden.
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WASCAL


Der Klimawandel stellt insbesondere in Afrika eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar. Die ländlichen Gebiete Westafrikas stehen vor der Herausforderung, sich schnellstmöglich an den Klimawandel anzupassen und wirksame Schutzmaßnahmen gegen klimabedingte Risiken zu entwickeln.
WASCAL (West African Science Service Center on Climate Change and Adapted Land Use) ist eine internationale und interdisziplinäre, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Forschungsinitiative, die dazu beiträgt, Mensch und Umwelt besser gegen die negativen Folgen des Klimawandels zu wappnen. Dazu werden die mit dem Klimawandel befassten Wissenschaftszweige vor Ort gestärkt, indem die vorhandene Kompetenz aus zehn westafrikanischen Ländern und Deutschland gebündelt und Wissenschaftler untereinander vernetzt werden. Darüber hinaus werden in relevanten Bereichen gezielt zusätzliche Forschungskapazitäten aufgebaut.
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Polyzentralität deutscher Stadtregionen - Entwicklung und Erprobung eines fernerkundungsgestützten Verfahrens zur Messung der morphologischen Polyzentralität


16. Mai 2013
Die Herausbildung polyzentrischer Stadtregionen stellt eine der prägnantesten Strukturveränderungen in den vergangenen 30 Jahren dar. Die heutige Zentrenstruktur der Stadtregionen in westlichen Industriestaaten wird als komplexes, funktional arbeitsteilig organisiertes Netzwerk von Zentren und Subzentren beschrieben. Wie weit indes dieser Transformationsprozess von monozentrischen zu polyzentrischen Siedlungsstrukturen in deutschen Stadtregionen fortgeschritten ist, ist aber noch kaum systematisch erforscht.
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Vabene


14. Februar 2012
Ziel der DLR-Verkehrsforschung ist es, signifikante Lösungsbeiträge zu relevanten verkehrlichen Problemen zu erarbeiten. Um bei Großereignissen und Katastrophen ein effizientes und zielgerichtetes Verkehrsmanagement zu ermöglichen soll ein zuverlässiges System zur vernetzten Entscheidungsfindung für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie Verkehrsbehörden geschaffen werden. Im Projekt VABENE werden auf Basis aktueller Verkehrsinformationen und Prognosen Situationsbewertungen vorgenommen und Entscheidungsoptionen mit Hilfe eines integrierten Management- und Visualisierungstools aufgezeigt. Die hierzu notwendigen Daten werden in Echtzeit durch ein luftgestütztes Verkehrs- und Infrastruktur-Monitoring mit optischer sowie radargestützter Sensorik gewonnen.
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