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Anwendungen und Projekte: Atmosphäre
Nach der gegenwärtigen Planung der Weltraumagenturen und Satellitenbetreiber werden in den nächsten zwei Dekaden mehr als 100 satellitenbasierte Instrumente eine Fülle von Daten aus der Erdatmosphäre, von Bodennähe bis an die Grenze zum Weltraum, liefern. Das Spektrum reicht von der Erfassung von Spurengasen und Aerosolen über Wolken, Niederschlag und Strahlung bis hin zur globalen Messung von Temperatur und Wind. Parallel werden leistungsfähige Datenübertragungs- und Datenanalysesysteme aufgebaut, um diese Daten nahezu in Echtzeit, in einem standardisierten Format weltweit verfügbar und nutzbar zu machen.
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Anwendungen und Projekte: Atmosphäre
ENDORSE
ENDORSE verfolgt den Aufbau von sogenannten ‚Downstream Services‘ für den Sektor der Erneuerbaren Energien im Global Monitoring for Environment and Security (GMES) Programm der Europäischen Union. Basierend auf den GMES-Services für Land, Atmosphäre und Sicherheit werden konkrete Anwendungen mit Nutzern aus den Bereichen Solarenergie, Windenergie, verteilte Stromnetze, Bioenergie und Tageslicht in Gebäuden entwickelt.
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aerosol_cci
Das ESA Klima-Projekt aerosol_cci zielt auf die Erstellung konsistenter Prototyp-Algorithmen zur Erzeugung von Langzeit-Aerosoldatensätzen mehrerer europäischer Satelliteninstrumente. Das Projekt wird die Ergebnisse verschiedener Algorithmen genau analysieren und vergleichen. Auf dieser Basis werden Elemente von „Community“-Algorithmen und harmonisierten Retrievals ausgearbeitet. Unterschiedlichen Annahmen und Herangehensweisen für die Modellierung optischer Aerosoleigenschaften, die Behandlung der Bodenhelligkeit und ihrer Richtungsabhängigkeiten, die Wolkenmaskierung und eingesetzte Zusatzdaten werden dabei untersucht.
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MACC-II
Das Projekt MACC-II (Monitoring Atmospheric Composition and Climate, Phase 2) behandelt in der Familie der GMES-Projekte (GMES = Global Monitoring for Environment and Security) Europas die Atmosphäre. Innerhalb MACC-II ist das DLR federführend für Dienste zu Solarstrahlung und die Schnittstelle zu Nutzern. Außerdem trägt das DLR zu satellitenbasierten Informationen über die stratosphärische Ozonchemie, Spurengase in der Troposphäre und Aerosole bei.
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SAMUM
Die Sahara gilt als großes Reservoir für den Eintrag von Staub in die Atmosphäre wo ihn Luftströmungen sogar bis nach Amerika mitführen. Im Projekt SAMUM (Saharan Mineral Dust Experiment) soll die optische Wirksamkeit von Mineralstaub detailliert untersucht werden. Ein Team von 8 nationalen Instituten führt dazu in-situ Flugzeug- sowie Fernerkundungsmessungen durch, welche, verbunden mit Modellierungen, Aussagen über die räumliche Ausdehnung und den Transport solcher Staubschichten sowie deren physikalische und chemische Zusammensetzung zulassen.
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SO
2
-Vulkanmonitoring (PROMOTE und EXUPERY)
Vulkanausbrüche sind nicht nur eine große Gefahr für die lokale Bevölkerung, sondern können auch den Luftverkehr nachteilig beeinflussen. Die Eruptionswolken der Vulkane besitzen ein starkes Gefährdungspotenzial für die Triebwerke der Flugzeuge. Deshalb ist es für die Luftfahrt von großem Interesse, rechtzeitig über Vulkanausbrüche informiert zu werden, um bei Bedarf Flugrouten anzupassen.
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Umweltforschungsstation Schneefernerhaus UFS
Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (2.650m ü.d.M.), auf der Zugspitze ist ein international vernetztes Kompetenzzentrum für Höhen-, Klima- und Umweltforschung und ausgerichtet auf Fragestellungen mit den Zielrichtungen Entwicklung, Demonstration und Betrieb innovativer Technologien für Klima- und Atmosphärenbeobachtung, Qualitätssicherung satellitenbasierter Daten- und Informationsprodukte, Analysen zum Prozessverständnis des Klimasystems, Umwelt- und Höhenmedizin, Früherkennung von Naturgefahren, Umweltradioaktivität und kosmischer Strahlung. Die UFS hat den Status einer Globalstation im Global Atmosphere Watch-Programm der WMO. Darüber hinaus ist sie Teil des NDACC-Programms und ist mit dem am DFD angesiedelten ICSU/WMO-Weltdatenzentrum für Fernerkundung der Atmosphäre (WDC-RSAT) vernetzt.
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EnerGEO
Im Rahmen des FP7-Projekts EnerGEO soll eine Strategie erarbeitet werden, um den Einfluss der Erschließung und Nutzung von Energiequellen auf die Umwelt und die verschiedenen Ökosysteme zu abzuschätzen. Die Bewertung wird sich auf die Modellierung zusammen mit der Nutzung von Fernerkundungsdaten stützen. Die Strategie soll für eine Vielzahl von Energiequellen wie z.B. fossile Brennstoffe, Biomasse, Solarenergie und Windenergie und speziell im Rahmen von Pilotprojekten demonstriert werden.
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Helmholtz-Allianz Planetenentwicklung und Leben
Die Helmholtz-Allianz versucht in einem interdisziplinären Ansatz die Zusammenhänge zwischen Entwicklung eines Planeten und Evolution von Leben zu ergründen. Dabei wird der gesamte Planet, von seinen äußeren Hüllen wie Magnetosphäre und Atmosphäre bis in seinen Kern in die Untersuchungen mit einbezogen. Ausgehend von der Erde sollen auch andere Körper unseres Sonnensystems betrachtet werden, beispielsweise die erdähnlichen Planeten Venus und Mars. Gegenstand der Untersuchungen sind aber auch Monde, auf denen Leben nach heutiger Kenntnis zumindest theoretisch möglich wäre. In einem weitgespannten Bogen können die verwendeten Ansätze sogar extrasolare Planeten mit einbeziehen.
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Atmosphären- Anwendungen
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