DLR Portal
Home|Textversion|Impressum|Sitemap|Kontakt |English
Sie sind hier: Home:Abteilungen:Strukturmechanik:Schadenstoleranz
Erweiterte Suche
Aktuelles
Termine
Institut
Abteilungen
Multifunktionswerkstoffe
Strukturmechanik
Bauteilprüfung
Festigkeitsanalyse
Mess- und Versuchstechnik
Schadenstoleranz
Stabilität
Thermalanalyse
Studenten
Funktionsleichtbau
Faserverbundtechnologie
Adaptronik
Verbundprozess-
technologie
ZLP
Forschung
Schwerpunkte
Veröffentlichungen
Karriere
Für Studierende
Service & Links
Schadenstoleranz
VersendenDrucken

Impactsimulation doppelschaliger Strukturen



 Bild 1: Kinematik des Sandwich-Elementes S815.
zum Bild Bild 1: Kinematik des Sandwich-Elementes S815.

Sandwichstrukturen, die aus zwei Faserverbund-Deckschichten und einem weichen, leichten Kern bestehen, ermöglichen eine sehr gewichtseffiziente Schalenkonstruktion. Darüber hinaus kann die äußere Deckschicht als Impactdetektor dienen, während der Kern zusätzlich Schall- und Wärmedämmung liefert. Der Einsatz von Sandwichstrukturen in der Luftfahrtindustrie ist jedoch durch die hohe Empfindlichkeit gegenüber out-of-plane Lasten, wie Impacts, und den daraus resultierenden Festigkeitsverlusten derzeit noch stark eingeschränkt. Um das Impactverhalten besser einschätzen und Sandwichstrukturen entsprechend optimaler auslegen zu können, wird das FE-Tool CODAC derzeit für Sandwichstrukturen weiterentwickelt.

 Bild 2: Impactsimulation im Vergleich mit Impactversuch: Kontaktkraft-Zeit-Verläufe während eines 1J-Impacts.
zum Bild Bild 2: Impactsimulation im Vergleich mit Impactversuch: Kontaktkraft-Zeit-Verläufe während eines 1J-Impacts.

Für die Erweiterung von CODAC auf doppelschalige Strukturen wurden die dreischichtigen Schalenelemente S89 und S815 entwickelt, die eine effiziente Verformungs- und Spannungsanalyse ermöglichen. Element S89 beruht auf einem zweidimensionalen Spannungsansatz und ist für die Spannungsermittlung bei gleichmäßiger out-of-plane Belastungen gut geeignet. Element S815 (Bild) berücksichtigt auch die Kompressibilität der doppelschaligen Struktur in Dickenrichtung und ist mit 15 gegenüber 9 Freiheitsgraden pro Knoten rechentechnisch aufwendiger als Element S89. Es liefert jedoch bei konzentrierten Lasten deutlich zuverlässigere Ergebnisse als Element S89 und wird daher bei Impactberechnungen bevorzugt eingesetzt.

Bild 3: Impactsimulation im Vergleich mit Impactversuch: Kernschaden einer Viertel-Sandwichplatte nach 1J-Impact.
zum Bild Bild 3: Impactsimulation im Vergleich mit Impactversuch: Kernschaden einer Viertel-Sandwichplatte nach 1J-Impact.

Zur Beschreibung des Versagensverhaltens der Sandwichstruktur unter Impactlast werden für Kern und Deckschicht makroskopische, spannungsbasierte Versagenskriterien verwendet. Das Materialverhalten der geschädigten Struktur wird durch geeignete makromechanische Degradationsmodelle beschrieben, welche steifigkeitsmindernde und elasto-plastische Aspekte berücksichtigen. Zur Validierung der Impactsimulation wurde eine Impactversuchsreihe durchgeführt. Versuche mit niedrigen Impactenergien und äußerlich kaum sichtbarem Schaden (Kernschaden) können mit CODAC sehr gut simuliert werden, vgl. Bilder 2 und 3. Bei Versuchen mit deutlich sichtbarem Deckschichtschaden kann der Impactverlauf bis zu dem Punkt gut nachvollzogen werden, an dem die Deckschicht beginnt zu reißen.

Unser Leistungsspektrum:

  • Schnelle Simulation von Impactvorgängen mit kaum sichtbarem Schaden:
    • Berechnung der Kernschadensfläche
    • Berechnung des Kraft-Zeit-Verlaufs
    • Dauer der Simulation: im Minutenbereich
      (je nach Feinheit der Vernetzung und Grad der Schädigung)
  • Schnelle Simulation von Impactvorgänge mit deutlich sichtbarem Schaden:
    • - in der Entwicklung

Aktuelle Projekte:

  • EMIR, KRAFT (3. Luftfahrtforschungsprogramm)

Kontakt
Kathrin Kaus
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik
, Faserverbundtechnologie
Braunschweig

Tel.: +49 531 295-3129

Fax: +49 531 295-2838

Verwandte Themen im DLR
Strukturmechanik
Copyright © 2013 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Alle Rechte vorbehalten.