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EXSACOM –Servohydraulisches Prüffeld



Prüffeld
Mit dieser Testeinrichtung lassen sich insbesondere statische Tests und Dauerbelastungstests für hochmoderne Verbundwerkstoffe durchführen, die Aufschluss über charakteristische Schäden, Schadenstoleranzen, Lebensdauer und Werkstoffqualifizierung liefern. Die Infrastruktur verfügt über umfassende Erfahrung beim Einsatz relevanter Versuchsmethoden, bei der Erfassung und Analyse von Daten sowie beim Einsatz spezieller Messverfahren. Neben den vorhandenen Verformungsmessmethoden steht ein optisches Rastermesssystem zur Verfügung, das die quantitative, berührungslose Messung der Verschiebung sowie der Lastverteilungen auch auf nicht planen Flächen erlaubt. Ein in den letzten Jahren eingehend erprobtes rechnergestütztes System erlaubt mit einer speziellen Ereigniskontrolle die Applikation willkürlicher Belastungssequenzen. Schnelle Online-Datenverarbeitung ermöglicht dabei die Echtzeit-Beeinflussung und Veränderung der Belastung. Die Online-Beobachtung und -Bewertung der Schadensentwicklung erfolgt mit Hilfe spezieller optischer Techniken. Auch existiert umfassendes Know-how über spezifische Prüfversuche für numerische und analytische Modelle und Simulationen, insbesondere für das Stoßverhalten und für die Vorhersage der Restfestigkeit.

Technische Daten

Die Prüfvorrichtung ermöglicht quasi-statische Tests mit bis zu 200 kN. Diese erfolgen bei Temperaturen zwischen -60 °C und 120 °C sowie bei festgelegter Feuchtigkeit. 7 Testanlagen mit Servohydraulik-Prüfzylindern ermöglichen Dauerbelastungstests und Tests mit Betriebslasten bis zu 1.000 kN. Während der Tests werden die Daten mit Hilfe multifunktionaler Echtzeitsteuersysteme erfasst und ausgewertet.

Zusätzlich können mechanische Testvorrichtungen für DCB-, ENF- und MMB-Tests sowie eine Impactvorrichtung mit Schlagenergien bis zu 40 J verwendet werden.

Darüber hinaus kann berührungslos die Verformung mit einem einfachen Gitterreflektionssystem beobachtet und dokumentiert werden. Ein neues optisches Rastersystem (ARAMIS) ermöglicht die schnelle quantitative Erfassung (bis zu 1.000 Messungen/sec.) der dreidimensionalen Verschiebungsfelder und zweidimensionalen Dehnungsverteilungen.

Während der letzten 20 Jahre wurden im Rahmen von ESA-Aufträgen und EU-Projekten zahlreiche und aufwändige dynamische belastungstests durchgeführt: Vier ESA-Aufträge für umfassende Studien von Compositwerkstoff-Schadensmechanismen sowie die BRITE EURAM-Projekte ADCOMP (‚ADaptive COMPosite Delamination Modeling’), CUDAMAGE (‚Cumulative Damage under Service Conditions’), AMTOS (‚Damage Tolerant Design of FRP Sandwich Structures’), EDAVCOS (Efficient Design of Composites), FALCOM, TANGO.

Bei all diesen Projekten konnten wichtige Versuchsdaten für fortschrittliche Compositwerkstoffe gesammelt und ausgewertet werden, die die Grundlage für eine Verbesserung der numerischen und analytischen Modellierung der Restfestigkeit und der Einsatzlebensdauer dieser Verbundwerkstoffe, insbesondere was den Stoßschaden und die kritische Schadensentwicklung anbelangt, bilden.


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