Bei der Fertigung von Faserverbundbauteilen, die durch Temperatur aushärten oder konsolidieren, ist die Wärmeleitfähigkeit des Werkstoffs von entscheidender Bedeutung. Faserverbunde bedingen als schlechte Wärmeleiter niedrige Aufheizraten. Ein deutliches Kosteneinsparpotenzial liegt folglich in der Verkürzung der Temperierungszeiten des Werkstoffs. Die Erwärmung mit Mikrowellen umgeht den Mechanismus der schlechten Wärmeleitung durch die Erwärmung des Werkstoffs über seine dielektrischen Eigenschaften. Die Erwärmung findet dabei homogen im gesamten Werkstoffvolumen statt.
Die Mikrowellentechnologie bietet neue Möglichkeiten zur Optimierung bereits bestehender Verarbeitungsprozesse für Faserverbunde.
Die Forschungsarbeiten im Institut konzentrieren sich dabei auf drei Schwerpunkte:1. Preformtechnik für binderfixierte Gewebe2. Harzerwärmung in den Injektionsleitungen3. Prozessierung