Das Institut für Fahrzeugkonzepte (Dr. Frank Rinderknecht aus der Abteilung Alternative Energiewandler und Dr. Michael Schier aus der Abteilung Fahrzeug-Energiesysteme) war nach Einladung auf der Elektromobilitätsausstellung und Fachtagung mit einem DLR-Stand und der Ausstellung des TEG-Fahrzeugs, des Leichtbauspants sowie zwei Beiträgen »Herausforderungen der Elektromobilität« und »Innovationsbeispiele aus der Luft- und Raumfahrt für die Elektromobilität« vertreten. Diese Veranstaltung ist die Fortsetzung der interessanten und erfolgreichen Veranstaltungsreihe, die bisher im 2 Jahresrhythmus in Aschaffenburg stattfand und die es dort leider nicht mehr fortgeführt gibt.
„Herausforderungen für die Elektromobilität“ war das Thema der Einführungsveranstaltung, das die Fragen nach der Mobilität und den technischen Komponenten für alternative Antriebstechniken noch einmal aufwarf. Mit dem Fazit, daß nicht Technik und Fahrzeuge der Grund für Mobilität und Verkehr sind, sondern die Notwendigkeit der Bewegung in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, und das seit gut 10000 Jahren, solange die Menschen seßhaft sind. Dankenswerterweise durften hier Elemente der Forschungen des Instituts für Verkehssystemtechnik aus Berlin genutzt werden, die auch den Impuls zu den zukünftigen grundfinanzierten Forschungen im DLR zu besagtem Themenbereich gaben. Energiesystemische Betrachtungen bilden die Grundlage für den Erfolg zukünftiger Fahrzeugkonzepte, von der gemeinsamen Teilnahme von Schienen- und Straßenfahrzeugen am zukünftigen Verkehr bis hin zur Integration der neuen Kraftstoffketten Elektrizität und Wasserstoff. Das Beispiel des Lebenslaufes eines Elektrofahrzeugs aus dem Jahr 1994 bis heute bildete die Diskussionsgrundlage zum heutigen Stand.
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| TEG-Versuchsfahrzeug |
Der Vortrag „Innovationsbeispiele aus der Luft- und Raumfahrt für die Elektromobilität“ zeigte gleich anschließend in der ersten Session in anschaulicher Weise, wie zum Teil schwierige bzw. risikoreiche Forschungsprojekte aus dem Luftfahrtbereich erfolgreich auf den Verkehrsbereich am Boden übertragen werden können. Beispiele waren die Radnabenmotoren des Bugradantriebs des DLR-eigenen Verkehrsflugzeuges Airbus A320, die Entwicklung des Thermoelektrischen Generators zur Nutzung der Abgaswärme von verbrennungsmotorisch angetriebenen Fahrzeugen in Zusammenarbeit mit einem deutschen Fahrzeughersteller, der mit Verbundwerkstoffen hergestellte Spant als B-Säule einer Fahrzeugkabine ähnlich der Spantbauweise aus dem Flugzeugbau und der Freikolbenlineargenerator, bei dem ein Verbrennungsmotor ohne Kurbelwelle direkt elektrische Energie erzeugt und dadurch großes Potential als Range-Extender-Aggregat zur Reichweitenverlängerung von Elektrofahrzeugen bietet. Dr. Frank Rinderknecht zeigte zu jedem Thema ein Demonstrationsvideo.
Direkt gegenüber dem Hörsaal durfte sich das DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte mit einem Ausstellungstand präsentieren. Auf der Freifläche im Hof der Georg-Siemens-Ohm-Hochschule zeigte sich das TEG-Fahrzeug in gekippter Lage, sodaß man mithilfe eines auf dem Boden ausgelegten Spiegels den im Unterboden eingebauten Thermoelektrischen Generator sehen konnteFür die Elektromobilitätsforschung der Industrie stehen weiterhin die Prüfstände des Instituts zur Verfügung. Das sind Batterie- wie Brennstoffzellenprüfstände, im Besonderen aber auch Elektromotorenprüfstände sowie der klimatisierbare Allradrollenprüfstand für den Test kompletter Fahrzeuge.
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| Fachausstellung auf der EMA |
Die Teilnahme an der Veranstaltung diente hauptsächlich der Sichtbarmachung der Aktivitäten zur Elektromobilitätsforschung für die Industrie, der Präsentation spezieller Technologien, aber auch der Gewinnung von interessierten Studenten. Danke dafür auch an die Einladenden Prof. Dr. Norbert Graß und Prof. Dr. Armin Dietz aus Nürnberg.