Das Fahrzeug ist ein Elektro-Roller mit Kunststoffkarosserie, geschweißtem Stahlrohrrahmen und Vorderradantrieb über Radnabenmotor mit 280 W Dauerleistung. In diesem Roller wurde vom DLR anstelle des Standardakkus (24 V, 7 Ah, 168 Wh) ein 24 V-Niederdruck-Brennstoffzellensystem mit 0,4 kW Nennleistung integriert. Das Brennstoffzellensystem mit Wasserstoffspeicher wiegt etwa 20 kg. Mit maximal 130 kg Zuladung kann das Fahrzeug bis zu 20 km/h schnell fahren.
Das PEFC-System wurde in zwei Komponenten aufgeteilt. Das zentrale Brennstoffzellenmodul beinhaltet die Brennstoffzelle, die Luftversorgung und die elektronische Steuerung und ist im Fußbereich des Rollers untergebracht. Hierfür wurde der ehemalige Akkubereich durch eine GFK-Leichtbauhaube vergrößert. Die Wasserstoffversorgung mit auswechselbaren Metallhydridspeichern ist über dem Hinterrad aufgebaut. Die angepasste Heckbox hat noch zusätzlichen Stauraum. Eine Wasserstoffladung der Hydridspeicher (6 kWh) reicht für ca. 8 Stunden Betrieb. Das System wird mit einem kleinen 1,2 Ah Akkumulator gestartet, der im Betrieb wieder aufgeladen wird. Dieses PEFC-Systemkonzept ist für kleine Fahrzeuge oder selbstfahrende Geräte gedacht, die etwa 0,5 kW Leistungsbedarf und 40 Liter Bauvolumen verteilt auf mehrere Räume haben.
Ansicht des Brennstoffzellensystems im Mittelteil des betriebsfertigen Elektrorollers bei abgenommener GFK-Verkleidung. Aufgrund des sehr beschränkten Raumangebotes im Roller-Mittelteil wurde die bewährte Grundkonzeption des modular aufgebauten Brennstoffzellensystems zugunsten in einander übergehender Module ohne separate Gehäuse aufgegeben. Funktionell blieb das Modulkonzept in vollem Umfang erhalten.
Weitere Projektbeispiele von PEFC-Kleinsystemen sind Brennstoffzellenfahrzeuge für die Verkehrserziehung, Kinder-Geländefahrzeuge und andere.