Die Partner haben sich in ihrem Projekt zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch eines Fahrzeugs und die damit verbundenen CO2-Emissionen durch die Senkung der Fahrwiderstände signifikant zu reduzieren. "Werkstoffe und Bauweisen sind eine Königsdisziplin im Fahrzeugbau und der Schlüssel für dieses Vorhaben", beschreibt Prof. Dr.-Ing. Horst E. Friedrich, Leiter des DLR-Instituts für Fahrzeugkonzepte, die zukünftigen Arbeitsfelder. Für dieses Ziel lohne es sich, die besten Talente aus den Organisationen zusammenzubringen, so Friedrich weiter.
Gleichzeitig soll die Nachhaltigkeit der neuen Werkstoffkombinationen (Multi-Material-Design), hauptsächlich im Bereich Recycling, verbessert werden. Dr. Frank Henning vom Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal formuliert mit der "Steigerung der Kostenattraktivität" eine weitere Herausforderung für den Forschungsverbund: "Insbesondere wenn es um eine serientaugliche Realisierung und Verbreitung neuer Materialien sowie deren Kombination mit alternativen Werkstoffen und neuen Verfahrenstechnologien geht“, so der kommissarische Leiter des Kompetenzzentrums.
Das DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte koordiniert die Aktivitäten im DLR-Forschungsschwerpunkt Verkehr am Standort Stuttgart. Es erforscht und bewertet innovative Bauweisen und Fahrzeugkonzepte. Das DLR-Institut für Bauweisen- und Konstruktionsforschung bringt sein Fachwissen in der Auslegung, Simulation und Verifikation von Bauteilen ein. Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie steuert seine Erfahrungen auf dem Gebiet der neuen polymerbasierten Werkstoffe und deren Verarbeitungsverfahren bei. Die Kenntnisse des Instituts für Flugzeugbau der Universität Stuttgart in der Auslegung und Fertigung von Hochleistungsstrukturen aus Faserverbundwerkstoffen komplettieren das Angebot.
Der Forschungsverbund ergänzt und bündelt die Fähigkeiten der einzelnen Partner. Dadurch kann jetzt eine ganzheitliche Projektbearbeitung gezielt auf die betriebswirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen in der Fahrzeugindustrie angepasst und optimiert werden. Durch diese Ausrichtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette hebt sich das Kompetenzzentrum von anderen Clustern für Fahrzeugforschung ab. In Baden-Württemberg wird der Forschungsverbund dadurch eine führende wissenschaftliche Position im Bereich Fahrzeugleichtbau erreichen.
Die Mitarbeiter arbeiten im virtuellen Kompetenzzentrum projekt- und themenbezogen zusammen. Sie verbleiben in ihren jeweiligen Organisationen, sind aber fachlich dem Leiter des Kompetenzzentrums unterstellt, der die Vorhaben koordiniert.