In der Entwicklungsphase konzipieren die Projekt-Partner Vorschläge für drei Fahrzeugbereiche: Vorderwagen, Unterboden und Fahrgastzelle. Am Institut für Fahrzeugkonzepte in Stuttgart wurde eine komplette Unterbodengruppe in Multi-Material-Design (MMD) entwickelt. Unter einer MMD-Bauweise verstehen die Forscher den anforderungsgerechten Einsatz verschiedener Werkstoffe. - Das richtige Material am richtigen Platz heißt die Devise. Dabei wurde durch die Crashsimulation des Gesamtfahrzeugs die Funktion der vorgeschlagenen Lösung nachgewiesen. Mit einer Kostensteigerung von circa sieben Euro pro eingespartem Kilogramm liegt das Ergebnis unterhalb der für dieses Teilprojekt definierten Grenze von zehn Euro pro eingespartem Kilogramm.
Mit der Zusammenstellung der Bauteilkonzepte für das Gesamtfahrzeug wurde zur Halbzeit des vier Jahre dauernden Projektes ein wichtiger Meilenstein erreicht. In den verbleibenden zwei Jahren werden in Zusammenarbeit mit den anderen Projektpartnern Detailfragen wie Montage- und Verbindungstechniken bearbeitet sowie Kostenkalkulationen und eine Verfeinerung der Konstruktion durchgeführt. Bis zum Projektabschluss im Jahr 2009 sollen ein vollständiger digitaler Prototyp und eine gefertigte Vorderwagen-Struktur des Fahrzeugs vorhanden sein.
Das DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte, Abteilung Leichtbau, beschäftigt sich mit Bauweisenkonzepten und Werkstofflösungen, um durch den Einsatz leichterer Werkstoffe in Fahrzeugstrukturen schließlich den Schadstoffausstoß zu reduzieren und somit einen Beitrag zu umweltschonender Mobilität zu leisten.