Die Fügetechnologie ist besonders im modernen Multi-Material-Design ein zentrales Forschungsthema. Das Fügen unterschiedlichster Werkstoffe erfordert den Einsatz spezieller für die jeweiligen Fügeteilkombinationen geeigneter Verbindungstechnologien. Hierbei werden besonders die wärmearmen bzw. kalten Fügeverfahren betrachtet. Der Vorteil liegt an den geringen oder keinen Eigenspannungen und Gefügeveränderungen (bei metallischen Fügeteile) die diese Verfahren gegenüber den „heißen“ Verfahren (z.B. Schweißen, Löten) in die Verbindung einbringen.
Am Institut werden mit folgenden Fügetechnologien Untersuchungen durchgeführt:
- mechanischen Fügetechniken
- Nieten (Stanznieten, Blindnieten)
- Clinchen, Clinchnieten
- Verschrauben (Direktverschraubung)
- Klebtechnik
Für viele Werkstoffe und Werkstoffkombinationen bietet die Klebtechnik eine geeignete Verbindungstechnik um eine kraftflussgerechte Fügung herzustellen. Auch hinsichtlich der Kontaktkorrosion, die speziell beim Multi-Material-Design auftreten können, bietet sich die Klebtechnik als ein geeignetes Fügeverfahren an. Ebenfalls werden die Kombinationen von mechanischen Fügeverfahren mit dem Kleben, dem sogenannten Hybrdifügen, untersucht.
An Fügeteilwerkstoffen werden Untersuchungen an:
- Stähle
- Aluminiumlegierungen (Blech, Guss, Strangpreßprofil)
- Magnesiumlegierungen (Blech, Guss, Strangpreßprofil)
- Faser-Composite (Duromere Matrixsysteme wie EP mit Glas- und Kohlefasern und SMC mit UP, sowie glasfaserverstärktes LFT mit PP- und PA-Matrices)