DLR-interne Projekte des Instituts für Flugführung (Auswahl)

Wetter und Fliegen



Störungen durch schlechtes Wetter voraussehen und vermeiden, eine zentrales Ziel des Projektes
Wetterphänomene können sowohl die Sicherheit als auch die Wirtschaftlichkeit und Effizienz des Luftverkehrs beeinflussen. Alle Phasen eines Fluges sind den Wetterbedingungen ausgesetzt, vor allem der Verkehr im Flughafennahbereich wird von widrigen Wetterverhältnissen behindert. Der Umfang der Beeinflussung wird allein in den USA auf einige Milliarden Dollar jährlich geschätzt. Obwohl widriges Wetter selten den alleinigen Grund für Flugunfälle darstellt, ist er doch einer der am meisten störenden Faktoren. Ziel eines zukünftigen Flugverkehrsmanagements sollte es sein, durch eine strukturierte Sammlung und Bewertung der Verkehrs- und Wettersituation Entscheidungen zu fällen, die die Störungen voraussehen, vermeiden oder zumindest abmildern.

Das DLR-Projekt „Wetter und Fliegen“ will einen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Flugverkehrs leisten. Dieses übergeordnete Ziel soll durch zwei Maßnahmen erreicht werden: Einerseits durch den Aufbau eines integrierte Flughafenwettersystems für die Flughäfen Frankfurt und München mit maßgeschneiderten Wetterinformationen der Flughafenumgebung. Andererseits durch die Entwicklung bord- und bodengestützter Steuerungs-, Überwachungs- und Informationssysteme zur Optimierung des Flugverhaltens bei Windböen, Wirbelschleppen und Gewittern.

Das Institut für Flugführung ist vielfältig in „Wetter und Fliegen“ eingebunden. Für neue Verfahren zur Staffelung der Flugzeuge im Landeanflug werden die Kapazitätsauswirkungen auf einen Flughafen untersucht. Bei neuen Verfahren zum kurzfristigen Ausweichen von Wirbelschleppen als auch bei der Aufbereitung von Informationen über Gewitter und Schneefall steht das Institut anderen Instituten beratend zur Seite. Zur Darstellung von Wetterinformationen am Lotsenarbeitsplatz und im Cockpit werden im Institut neue Displays entwickelt. Gearbeitet wird ebenfalls an der Nutzung der Gewitterinformationen im Anflugverkehr und am automatisierten Ausweichen von Gewittern. Die Konzepte werden dabei in Simulationen getestet und anhand realer Flugverläufe validiert.

 

Projektpartner

DLR-Institut für Flugführung
DLR-Institut Lufttransportsysteme
DLR-Institut für Physik der Atmosphäre (Leitung)
DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik
DLR-Institut für Flugsystemtechnik
DLR-Institut für Robotik und Mechatronik
DLR-Flugbetriebe
DLR-Systemhaus Technik

Projektlaufzeit Bis 2012
Projektträger DLR


Kontakt
Vilmar Mollwitz
Institut für Flugführung
, Pilotenassistenz
Tel: +49 531 295 3083

E-Mail: Vilmar.Mollwitz@DLR.de
URL dieses Artikels
http://www.dlr.de/fl/desktopdefault.aspx/tabid-1149/1737_read-31756/